Rep. 37 Herrschaft Lieberose, Kr. Lübben - Urkunden: Lehnbrief des Christian, Reichsgrafen von Sternberg, Lehnsherrn von Lieberose, Sarkow, Leeskow, und Reicherskreuz, Administrator der sternbergischen Lehen im Markgraftum Niederlausitz, für Dietrich Ernst Otto Albrecht Reichgrafen von der Schulenburg über die Herrschaft Lieberose. Der Empfänger ersu
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Rep. 37 Herrschaft Lieberose, Kr. Lübben - Urkunden: Lehnbrief des Christian, Reichsgrafen von Sternberg, Lehnsherrn von Lieberose, Sarkow, Leeskow, und Reicherskreuz, Administrator der sternbergischen Lehen im Markgraftum Niederlausitz, für Dietrich Ernst Otto Albrecht Reichgrafen von der Schulenburg über die Herrschaft Lieberose. Der Empfänger ersu
37 Lieberose U 50 E (1973123)
37 Lieberose (105522) Rep. 37 Herrschaft Lieberose, Kr. Lübben
Rep. 37 Herrschaft Lieberose, Kr. Lübben >> Rep. 37 Herrschaft Lieberose, Kr. Lübben - Urkunden
1792.05.22
Aufzählung der Gesamthänder: A. Von der schwarzen Linie: 1. Friedrich Ferdinand Bernhard Achaz von der Schulenburg, Bruder des Empfängers; 2. die Brüder Heinrich Wilhelm Ferdinand von der Schulenburg auf Beetzendorf und Ahlum und Leopold Wilhelm von der Schulenburg auf Priemern, Söhne des im Jahre 1787 verstorbenen preußischen Generalmajors August Ferdinand von der Schulenburg; 3. Wulf Dietrich Graf von der Schulenburg, dänischer Generalleutnant der Kavallerie und Ritter des Danebrogordens auf Apenburg – jedoch mit der Bedingung, dass dieser innerhalb von sechs Wochen, längstens aber binnen zwölf Wochen die Lehen gebührend mutet und befolgt und er sonst sein Mitbelehnschaftsrecht verliert – und dessen Bruder Werner Graf von der Schulenburg, dänischer Kammerherr und Ritter des Danebrogordens, auf der Propstei Salzwedel. – Die beiden Brüder hatten eine Protestation gegen den von der schwarzen Linie 1787 September 11 errichteten Vergleich und die darin für sie vorgesehene Nachfolgenreglung eingereicht, auf die im letzten Lehnsbrief [s. o. Urkunde Nr. 46] Bezug genommen wurde. In einer zu Fredericia 1791 Mai 6 ausgestellten und bei der Lehnskurie des Ausstellers eingereichten Rezessbeitrittsurkunde sind beide Brüder nun dem Schulenburgischen Vergleich von 1787 September 11 seinem ganzen Inhalt nach und insbesondere der darin für sie bestimmten Nachfolgeordnung beigetreten; 4. Heinrich Achaz von der Schulenburg, auf Leipnitz; B. von der weißen Linie: (wobei in der Nachfolgeordnung und auch sonst dem Rezess vom 8. Juli 1688 [s. o.] zu folgen ist): 5. Levin Friedrich Reichsgrafen von der Schulenburg, auf Burg- und Kirchscheidungen, kurfürstlich sächsischer geheimer Rat, und dessen Bruder Heinrich Moritz Reichsgraf von der Schulenburg, auf Baumersroda, kurfürstlich sächsischer Kammerherr und Amtshauptmann, Söhne des Levin Friedrich von der Schulenburg; 6. Alexander Friedrich Christoph Graf von der Schulenburg, ehemaliger kaiserlich-königlicher Oberst der Kavallerie, auf Angern, Sohn Heinrich Hartwigs; 7. Friedrich Wilhelm Graf von der Schulenburg, auf Kehnert, preußischer Generalleutnant von der Kavallerie, wirklicher geheimer Etats- und Kabinettsminister, Kriegspräsident, Sohn Friedrich Wilhelms; – die unter 5 – 7 genannten vier Personen als Nachkommen Heinrichs des Älteren; – 8. Georg Friedrich Freiherr von der Schulenburg, preußischer Hauptmann des Garde-Regiments, Sohn Otto Friedrichs auf Piskaborn und Nachkomme Heinrich des Jüngeren; 9. August Christian Friedrich Reichsgraf von der Schulenburg, herzoglich mecklenburgischer Kammerherr, und dessen Bruder Georg Ludwig Reichsgraf von der Schulenburg, kaiserlicher russisch Major, beides Söhne des Christian Hieronymus Adolf von der Schulenburg; 10. Werner Christian Adolf Reichgraf von der Schulenburg, herzoglich braunschweigisch-lüneburgischer Kammerherr, und dessen Bruder Achaz Karl Wilhelm Reichsgraf von der Schulenburg, herzoglich braunschweigischer Oberhauptmann und Domherr des Stifts zu Gandersheim, und dessen Bruder Georg Ferdinand Reichsgraf von der Schulenburg, Söhne des Georg Ludwig von der Schulenburg aus dem Hause Hehlen; 11. Karl Friedrich Gebhard Reichsgraf von der Schulenburg, herzoglich braunschweigisch-lüneburgischer Schlosshauptmann, auf Wolfsburg, dessen Bruder Ludwig Wilhelm Werner Reichsgraf von der Schulenburg, preußischer Leutnant, dessen Bruder Albrecht Achaz Gebhard Reichsgraf von der Schulenburg, preußischer Leutnant, und dessen Bruder Hans Günther Werner Reichsgraf von der Schulenburg, Söhne Gebhard Werners; 12. Friedrich August Reichsgraf von der Schulenburg, preußischer Kammerherr, Komtur des Johanniter-Ordens, auf Beetzendorf, dessen Bruder 13. Achaz Wilhelm Reichsgrafen von der Schulenburg, auf Detzel, Ramstedt, Hornhausen und Dehlitz, Söhne des Adolf Friedrich von der Schulenburg; 14. Friedrich Albrecht Reichsgraf von der Schulenburg, auf Klosterrode, Sohn Albrecht Ludwigs; – die unter 9 – 14 genannten zwölf Personen als Nachkommen Friedrich Achaz von der Schulenburgs; – 15. Christian Karl Albrecht Alexander Graf von der Schulenburg, auf Blumberg, Sohn des Alexander Friedrich Georg Grafen von der Schulenburg auf Blumberg, Enkel Friedrich Wilhelm von der Schulenburgs aus dem Hause Altenhausen; 16. Georg Daniel Ernst Reichsfreiherr von der Schulenburg, auf Altendorf, kurhannoverscher Landrat, Sohn Georg Ernstes; 17. Friedrich Wilhelm Freiherr von der Schulenburg, auf Bodendorf, königlich-großbritannischer Oberst – wenn dieser innerhalb von sechs Wochen, längstens aber binnen zwölf Wochen, die Lehen gebührend mutet und befolgt, sonst soll er sein Mitbelehnschaftsrecht verlieren –; 18. Philipp Ernst Alexander Freiherr von der Schulenburg, auf Emden, dessen Bruder August Karl Jakob Freiherr von der Schulenburg, auf Altenhausen und Quatzow, dessen Bruder Leopold Christian Wilhelm Johann Freiherr von der Schulenburg, preußischer Leutnant, auf Hohenwarsleben, Söhne des Alexander Jakob von der Schulenburg; – die unter 15 – 18 genannten 6 Personen als Nachkommen Alexanders des Älteren; – und deren männliche Lehnserben. Falls der Empfänger sterben sollte, ohne männliche Lehnserben zu hinterlassen, soll die Herrschaft Lieberose an die aufgezählten Gesamthänder übergehen, und zwar so, dass nach Reihenfolge der obigen Aufzählung zunächst die erstgenannte Person und ihre männlichen Lehnserben eintreten und nach deren Aussterben die zweitgenannte Person und ihre Erben, usw. Es folgt eine erneute Auflistung der oben aufgezählten Gesamthänder in derselben Reihenfolge. Nach Erlöschen der schwarzen Linie soll das Lehen auf die weiße Linie und auf die Nachkommen der im Lehnbrief von 1688 [s. o. Urkunde Nr. 24] benannten Mitbelehnten übergehen. Bei dieser Sukzession in der festgelegten Reihenfolge sollen die Bestimmungen des Rezesses von 1688 Juli 8 [s. o.] strikt eingehalten werden. Der Nachfolger soll, wenn er kein geborener Freiherr ist, zunächst den Freiherrenstand annehmen. Der weißen Linie bleibt es unbenommen, unter sich einen Rezess über die Nachfolge zu errichten, so wie es die schwarze Linie im obengenannten Vergleich von 1787 September 11 getan hat, und diesen dem Lehnsherrn zur Bestätigung vorzulegen. Diese Bestätigung wird in Aussicht gestellt, wenn nicht Lehnsgesetze, bestehende Rezesse oder lehnsherrliche Gerechtsamen entgegen stehen. Pflichten derer von der Schulenburg als Inhaber des „dominium utile“ wie im Lehnbrief von 1787 August 16 [s. o. Urkunde Nr. 41].
Urkunde
Information on confiscated assets
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BZK no.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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