E Rep. 200-17 Nachlass Otto Suhr (Bestand)
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E Rep. 200-17
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> E Nachlässe und personengeschichtliche Sammlungen >> E 1 Nachlässe und Personenfonds
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1. Biographie
Otto Suhr wurde am 17. August 1894 in Oldenburg geboren. Nach seinem Militäreinsatz im Ersten Weltkrieg beendete er sein Studium der Volkswirtschaft, Geschichte und Zeitungswissenschaft in Leipzig und arbeitete zunächst als Pressereferent. Bereits während des Krieges war Otto Suhr der SPD beigetreten. 1921 wurde er Arbeitersekretär beim Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbund in Kassel und 1926 Leiter der volkswirtschaftlichen Abteilung des Allgemeinen freien Angestelltenbundes in Berlin. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten schrieb er seit 1935 als freier Mitarbeiter für den Wirtschaftsteil der "Frankfurter Zeitung". Als Gewerkschafter engagierte sich Otto Suhr im antifaschistischen Widerstand und musste gegen Kriegsende fliehen.
Nach seiner Rückkehr beteiligte sich Otto Suhr am Wiederaufbau der SPD und wurde erster Generalsekretär und später Vorsitzender des Berliner Landesverbandes. In den Jahren von 1946 bis 1950 war er Vorsteher der Stadtverordnetenversammlung von Berlin. Seit 1948/49 gehörte er dem Parlamentarischen Rat zur Ausarbeitung des Grundgesetzes an und war von 1949 bis 1951 Mitglied des Bundestages. Von 1951 bis 1955 wirkte Otto Suhr als Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin und wurde 1955 zum Regierenden Bürgermeister von Berlin gewählt. Otto Suhr starb am 30. August 1957 in Berlin.
2. Bestandsbeschreibung
Der Nachlass wurde dem Landesarchiv Berlin im März 1968 von seiner Witwe Susanne Suhr übergeben. Nach ihrem Tod gelangten 1991 die noch in ihrem Besitz befindlichen Nachlassteile in das Landesarchiv.
Enthält:
Familiengeschichtliche Unterlagen (u.a. Familienstammbuch, Kirchenbuchauszüge).- Biografisches Material (u.a. Konfirmationsschein, Schul- und Universitätszeugnisse).- Tätigkeitsnachweise.- Kriegstagebuch der 24. Königlich Sächsischen Reserve-Division.- Unterlagen über Suhrs Tätigkeit in der freien Gewerkschaftsbewegung (1922-1933), in der freien Wirtschaft (1933-1945), in der Deutschen Zentralverwaltung für Industrie in der Sowjetischen Besatzungszone (1945-1946).- Unterlagen über seine Tätigkeit als Direktor der Hochschule für Politik (1948-1955), als Mitglied des SPD-Landesvorstandes (1946-1957), des Parlamentarischen Rates (1948-1949), des Bundestages (1949-1952), als Vorsteher der Stadtverordnetenversammlung (1946-1950), als Präsident des Abgeordnetenhauses (1950-1955) und als Regierender Bürgermeister von Berlin (1955-1957): Persönliche Aufzeichnungen, Manuskripte, Konzepte, Aufsätze, Reden, Vorlesungen, Seminararbeiten, Gutachten, Statistiken, Wirtschaftspläne, SMA-Befehle, Materialien zur Zwangsvereinigung von SPD und KPD.- Unterlagen über die Tätigkeit in Vereinen, Gesellschaften und Institutionen.- Korrespondenz (u.a. mit Konrad Adenauer, Ernst Fraenkel, Paul Hertz, Jakob Kaiser, Ernst Lemmer, Kurt Mendelssohn, Carlo Schmid).- Orden und Ehrenzeichen.- Totenmaske.
Susanne Suhr (1893-1989), MdA.
Erschlossen: 696 [AE] 11.00 [lfm]
Laufzeit:
(1756 -) 1894 - 1982
Benutzung:
Findbuch, Datenbank
Literatur:
-> Otto Suhr. Eine Auswahl aus Reden und Schriften. Mit einer biographischen Einleitung von Susanne Suhr, Tübingen 1967.
-> Otto Suhr, 1894-1957. Ein politisches Leben, Berlin 1994 (= Ausstellungskataloge des Landesarchivs Berlin, 13).
-> Hülsbergen, Henrike: Otto Suhr. In: Otto Suhr, 1894-1957. Ein politisches Leben, Berlin 1994, S. 7-54 (= Ausstellungskataloge des Landesarchivs Berlin, 13).
-> Letkemann, Peter: Der Nachlass Otto Suhrs im Berliner Landesarchiv. Ein Forschungsbericht. In: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte Berlins. Jg. 67, 1971, S. 25-29.
-> Mielke, Siegfried: Der Nachlass Otto Suhrs im Berliner Landesarchiv. In: Internationale wissenschaftliche Korrespondenz zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung. Jg. 10, 1974, S. 74-80.
1. Biographie
Otto Suhr wurde am 17. August 1894 in Oldenburg geboren. Nach seinem Militäreinsatz im Ersten Weltkrieg beendete er sein Studium der Volkswirtschaft, Geschichte und Zeitungswissenschaft in Leipzig und arbeitete zunächst als Pressereferent. Bereits während des Krieges war Otto Suhr der SPD beigetreten. 1921 wurde er Arbeitersekretär beim Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbund in Kassel und 1926 Leiter der volkswirtschaftlichen Abteilung des Allgemeinen freien Angestelltenbundes in Berlin. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten schrieb er seit 1935 als freier Mitarbeiter für den Wirtschaftsteil der "Frankfurter Zeitung". Als Gewerkschafter engagierte sich Otto Suhr im antifaschistischen Widerstand und musste gegen Kriegsende fliehen.
Nach seiner Rückkehr beteiligte sich Otto Suhr am Wiederaufbau der SPD und wurde erster Generalsekretär und später Vorsitzender des Berliner Landesverbandes. In den Jahren von 1946 bis 1950 war er Vorsteher der Stadtverordnetenversammlung von Berlin. Seit 1948/49 gehörte er dem Parlamentarischen Rat zur Ausarbeitung des Grundgesetzes an und war von 1949 bis 1951 Mitglied des Bundestages. Von 1951 bis 1955 wirkte Otto Suhr als Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin und wurde 1955 zum Regierenden Bürgermeister von Berlin gewählt. Otto Suhr starb am 30. August 1957 in Berlin.
2. Bestandsbeschreibung
Der Nachlass wurde dem Landesarchiv Berlin im März 1968 von seiner Witwe Susanne Suhr übergeben. Nach ihrem Tod gelangten 1991 die noch in ihrem Besitz befindlichen Nachlassteile in das Landesarchiv.
Enthält:
Familiengeschichtliche Unterlagen (u.a. Familienstammbuch, Kirchenbuchauszüge).- Biografisches Material (u.a. Konfirmationsschein, Schul- und Universitätszeugnisse).- Tätigkeitsnachweise.- Kriegstagebuch der 24. Königlich Sächsischen Reserve-Division.- Unterlagen über Suhrs Tätigkeit in der freien Gewerkschaftsbewegung (1922-1933), in der freien Wirtschaft (1933-1945), in der Deutschen Zentralverwaltung für Industrie in der Sowjetischen Besatzungszone (1945-1946).- Unterlagen über seine Tätigkeit als Direktor der Hochschule für Politik (1948-1955), als Mitglied des SPD-Landesvorstandes (1946-1957), des Parlamentarischen Rates (1948-1949), des Bundestages (1949-1952), als Vorsteher der Stadtverordnetenversammlung (1946-1950), als Präsident des Abgeordnetenhauses (1950-1955) und als Regierender Bürgermeister von Berlin (1955-1957): Persönliche Aufzeichnungen, Manuskripte, Konzepte, Aufsätze, Reden, Vorlesungen, Seminararbeiten, Gutachten, Statistiken, Wirtschaftspläne, SMA-Befehle, Materialien zur Zwangsvereinigung von SPD und KPD.- Unterlagen über die Tätigkeit in Vereinen, Gesellschaften und Institutionen.- Korrespondenz (u.a. mit Konrad Adenauer, Ernst Fraenkel, Paul Hertz, Jakob Kaiser, Ernst Lemmer, Kurt Mendelssohn, Carlo Schmid).- Orden und Ehrenzeichen.- Totenmaske.
Susanne Suhr (1893-1989), MdA.
Erschlossen: 696 [AE] 11.00 [lfm]
Laufzeit:
(1756 -) 1894 - 1982
Benutzung:
Findbuch, Datenbank
Literatur:
-> Otto Suhr. Eine Auswahl aus Reden und Schriften. Mit einer biographischen Einleitung von Susanne Suhr, Tübingen 1967.
-> Otto Suhr, 1894-1957. Ein politisches Leben, Berlin 1994 (= Ausstellungskataloge des Landesarchivs Berlin, 13).
-> Hülsbergen, Henrike: Otto Suhr. In: Otto Suhr, 1894-1957. Ein politisches Leben, Berlin 1994, S. 7-54 (= Ausstellungskataloge des Landesarchivs Berlin, 13).
-> Letkemann, Peter: Der Nachlass Otto Suhrs im Berliner Landesarchiv. Ein Forschungsbericht. In: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte Berlins. Jg. 67, 1971, S. 25-29.
-> Mielke, Siegfried: Der Nachlass Otto Suhrs im Berliner Landesarchiv. In: Internationale wissenschaftliche Korrespondenz zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung. Jg. 10, 1974, S. 74-80.
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Für nähere Informationen zu Nutzungs- und Verwertungsrechten kontaktieren Sie bitte info@landesarchiv.berlin.de.
22.08.2025, 11:21 AM CEST