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Inventare des Antiquars Vischer zum Sturz 1775/76, Unterfasz. 12: Rumpelkammer
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Verzeichnis der in der Rumpelkammer befindlichen, zumeist beschädigten Stücke (vgl. Bericht zum Sturz von 1775/76, A 20 a Bü 92).
Die Einträge sind nicht bewusst geordnet oder nummeriert, sondern offensichtlich in der Reihenfolge aufgeführt, in der sie aus älteren Verzeichnissen abgeschrieben wurden. Fol. 2r-9r sind in einer Hand geschrieben, fol. 9v-10v in einer anderen. In fol. 2r-v, 9v-10v sind Verweise auf die jeweilige Textvorlage am Rand ergänzt oder im Eintrag enthalten (vgl. u.: Vorprovenienzen). Aus den Randvermerken zu den einzelnen Einträge, die jeweils die Lagerorte der verzeichneten Objekte spezifizieren, geht außerdem hervor, dass die Rumpelkammer auf Räumlichkeiten "im Prinzenbau" und "im Herrenhaus" aufgeteilt ist.
Die Rumpelkammer enthält folgende Arten von Gegenständen:
- Keramik- und Gipsfiguren und -büsten, z. T. bronziert;
- Mineralien und Fossilien (u.a. "Bergwerklein" aus verschiedenen Mineralien);
- "schlechte" Gemälde aus dem Nürtinger Schloss;
- Modelle aus Holz;
- Hirschgeweihe sowie geschnitzte Köpfe und Gesichter mit angefügten Tierhörnern und -zähnen;
- Bemalte Holzbütten, Tische, Sessel, ein Stuhl, ein Bücherschrank, Schaukästen und Schubladenschränke (u.a. die Kästlein A und B, in denen früher die Pretiosen aufbewahrt wurden; die Kästen, in denen die Gesnerische Naturaliensammlung aufbewahrt wurde; 2 Kästlein aus dem Münzkabinett);
- Kupferstiche;
- ein metallbeschlagener hölzerner Nachttopf;
- Alabasterstücke;
- Teile einer Camera Obscura;
- Harnische aus Metall und Leder;
- Degen, Säbel und Stangenwaffen;
- Musikinstrumente (eine Orgel, ein Jagdhorn);
- ein kleiner Holzaltar.
Betr. Vorprovenienzen vgl. folgende Vorläuferverzeichnisse:
- Inventar zu Kasten A von 1754 (A 20 a Bü 38 Nr. 3);
- Verzeichnis der Kupferstiche in der Kunstkammer von 1754 (A 20 a Bü 51 Nr. 1);
- Inventar zu Kasten C von 1763 (A 20 a Bü 57);
- Verzeichnis der Gemälde aus dem Nürtinger Schloss (A 20 a Bü 80 Nr. 2);
- Inventar zu Kasten X von 1771 bzw. 1776 (v.a. bei Verweisen auf "Lit. X"; A 20 a Bü 84 bzw. Bü 95);
- Verzeichnis der in der Kunstkammer frei aufgestellten Stücke von 1776 (v.a. bei Verweisen auf "Lit. T Z"; A 20 a Bü 97).
Folgeverzeichnis: Hauptinventar von 1785 (A 20 a Bü 130, fol. 246-255v), vgl. a. Auszug von dort (A 20 a Bü 128).
1 Folioheft, Bl. 1-10
Archivale
Nürtingen ES; Schloss
Stuttgart S; Herrenhaus
Stuttgart S; Prinzenbau
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
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Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
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