Friedrich Rentz der Ältere, Bürger zu Augsburg, bekennt: Nach dem Tod seines Bruders Sebastian Rentz haben ihm die Ratsälteren, der Bürgermeister und der Rat der Reichsstadt Ulm als Ältestem der Familie Rentz die Verwaltung der Stiftung und Pfründe der Familie Rentz sowie deren Besitzungen und Einkünfte auf Lebenszeit übertragen. Diese belaufen sich auf jährlich 33 Imi Roggen, 12 Imi Fesen, 34 Imi Hafer, 2 Pfund 19 Schilling und 4 Heller Heugeld, 500 Eier, 6 Fastnachtshühner und 20 Hühner aus den Dörfern Nerenstetten ("Nörenstötten") [Alb-Donau-Kreis], Börslingen [Alb-Donau-Kreis] und Setzingen ("Sötzingen") [Alb-Donau-Kreis] sowie einem jährlichen Zins von der Behausung der Pfründe in der Predigergasse [heute Grünhofgasse] in Ulm. Er verpflichtet sich daher gegenüber den Ratsherren Matthäus Öhem, Eitel Eberhard Besserer von Talfingen [Obertalfingen Stadt Ulm] und Johann Heinrich Gienger, derzeit Pfarrkirchenbaupfleger in Ulm, von den der Stiftung gehörenden Besitzungen und Zinsen nichts zu verpfänden oder zu verkaufen. Ausgenommen sind nur die davon an ihn gefallenden jährlichen Einkünfte. Auch hat er die zu der Stiftung gehörenden Güter und das Pfründehaus auf seine Kosten in gutem Kultur- bzw. Bauzustand zu halten. Werden der Pfründe gehörende Zinsen abgelöst, dann hat er die dafür bezahlten Summen mit Rat der Pfarrkirchenbaupfleger in neuen Besitzungen oder Einkünften für die Pfründe anzulegen. Auch wird er aus den jährlichen Erträgen die auf der Pfründe lastenden Zinsen an den Altar der Familie Krafft im Ulmer Münster, das ehemalige Dominikanerkloster ("den Predigern") in Ulm [abgegangen, Bereich Grüner Hof 7, Lagerbuch Nr. 6, Adlerbastei 1-3] und die Frühmesse in Dietenheim [Alb-Donau-Kreis] in Höhe von insgesamt 7 Gulden und 20 Kreuzern bezahlen. Die der Stadt Ulm zustehende Steuer von den Gütern und Dienstleuten der Pfründe hat er jedes Jahr an das Steuerhaus des Rats abzuführen.