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Kaiser Franz [I.] (volle Titulatur) belehnt Johann Franz Schenk Freiherr von Stauffenberg nach dem Tod seines Vaters Karl Christof Schenk Freiherr von Stauffenberg auf seine Bitte und in Anbetracht der von den Schenken von Stauffenberg dem Kaiser und dem Reich geleisteten treuen Dienste mit den Reichslehen, die früher das Geschlecht derer von Streitberg innehatte. Die Anwartschaft auf diese heimfallenden Reichslehen hatte der verstorbene Markwart Sebastian Schenk von Stauffenberg, Bischof von Bamberg, von Jakob von Zollern erworben, dem sie am 25. September 1687 als Belohnung für seine treuen Dienste und mit Zustimmung zur Verleihung an ein Mitglied der Reichsritterschaft in Aussicht gestellt worden waren. Nach dem Tod von Hans Wilhelm von Streitberg am 24. August 1690, der keine männlichen Leibeserben und Agnaten hinterließ, konnte Marquart Sebastian Schenk von Stauffenberg die Reichslehen für die Amerdinger und Wilflinger Linie der Schenken von Stauffenberg erwerben und wurde damit am 24. März 1692 belehnt. Nach seinem Tod traten gemäß dem darüber aufgerichteten Vertrag seine Brüder aus der Amerdinger Linie, Gottfried Maximilian Schenk und Johann Philipp Schenk Freiherren von Stauffenberg, am 23. Dezember 1694 seine Nachfolge als Lehenträger an. Nach dem Tod von Gottfried Maximilian Schenk und Johann Philipp Schenk von Stauffenberg fielen die Reichslehen an Adam Sigismund Schenk von Stauffenberg als Ältesten der Amerdinger Linie und wurden seinen Vormündern am 28. Juli 1700, am 9. Juli 1706 und am 5. August 1712 verliehen. Nach dem Tod von Adam Sigismund Schenk Freiherr von Stauffenberg fielen die Reichslehen an seinen Bruder Karl Christoph Schenk Freiherr von Stauffenberg und wurden ihm am 9. Juli 1731, am 15. Dezember 1741 vom rheinischen Reichsvikariat und zuletzt am 10. Mai 1746 verliehen. Die Reichslehen werden mit allen Rechten und Zugehörungen verliehen, wie sie bereits das Geschlecht derer von Streitberg von den vorangegangenen römischen Kaisern und Königen zu Lehen getragen hatte, die der Belehnte nun innehaben und nutznießen kann, wie es dem Lehenrecht nach dem alten Herkommen entspricht, wovon die Oberlehenherrschaft und die anderen Rechte und Gerechtigkeiten des Kaisers und des heiligen Reiches aber nicht beeinträchtigt werden. Nach dem Tod von Johann Franz Schenk Freiherr von Stauffenberg soll der älteste Nachkomme der Amerdinger Linie und bei deren Aussterben der älteste Nachkomme der Wilflinger Linie zur Nachfolge und Nutzung der Reichslehen zugelassen werden. Johann Franz Schenk Freiherr von Stauffenberg schwört durch seinen bevollmächtigten Anwalt, Johann Heinrich von Middelburg, Agent am kaiserlichen Hof in Wien, mit einem gewöhnlichen Gelübde und Eid, dass er dem Kaiser und dem heiligen Reich wegen dieser Lehen getreu, gehorsam und gewärtig dienen und sich so verhalten wird, wie es sich gebührt.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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