Bürgermeister und Rat von Lübeck transsumieren auf Bitten des Abtes Paul und des ganzen Klosters Reinfeld die folgende lateinische Urkunde des Herzogs Wartislaus III. von Pommern, aus Pergament, mit dem herzoglichen Siegel an grün-rot-gelber Seidenschnur, ungeradert, ungecancellert, ungeviciert und unverdächtig: - 1249 Wartislaus (Wartzilaus) III., Herzog von Pommern [de Dymin], schenkt den Mönchen zu Reinfeld das Vorwerk (grangiam) in "Monnekehusen" im Lande Gadebehn mit den Dörfern " Wylbarge" [Wildberg] , Wolkow und Reinberg [alle Rbz. Stettin, Kr. Demmin] nebst Zubehör und kultiviertem oder in Zukunft zu kultivierendem Neuland und aller jetziger und künftigen Nutzung, mit Blut-, d.h. Hals- und Hand- und aller sonstigen Gerichtsbarkeit, Befehlsgewalt (ius prefecturae) über die Bauern, Freiheit derselben von allen Ansprüchen der Vogtei an Steuern, Brücken- und Burgwerk, sowie Heeresfolge außer der Landwehr, mit freier Ausfuhr des Getreides und aller Erträgnisse aus den genannten Dörfern. Die Grenzen sind folgende: Vom Ursprung des Flusses Pretuznisa nach Norden den Fluß entlang bis zur alten Mühle, unterhalb dieser einen anderen Bach hinauf nach Norden bis in einen großen Sumpf, durch diesen hindurch bis zu den Feldern des Dorfes Schossow [Kreis Demmin], vom Ende jenes Sumpfes in gerader Linie nach Osten, wie die Baumzeichen zeigen, bis zu einem anderen großen Sumpf, neben dem der Herr Berthold Düring ein Zeichen in einen Baum hieb, in gerader Linie entsprechend den Baum- und Steinzeichen nach Süden bis zum Fluß Pretuznisa, durch diesen nach Osten bis zu einem kleinen Tal, über dem ein kleiner Steinhaufen als Zeichen gesetzt ist, nach Süden entsprechend den Baumzeichen in gerader Linie bis zu einem kleinen Sumpf, in gerader Linie zu einem großen Tal gegen das Dorf Kalübbe [Meckl.-Schwerin, Amt Malchin], über dem ebenfalls ein kleiner Steinhaufen als Zeichen gesetzt ist, nach Westen bis zu einem Rethwuchs an einem kleinen Sumpf - zwischen Tal und Sumpf liegt ein großer Stein als Zeichen - nach Westen von Sumpf zu Sumpf, wie es die gezeichneten Bäume dazwischen anzeigen, bis an einen großen und langen Sumpf, der sich teilweise von Süden abwendet (ex parte respicit austrum), am Ende desselben jedoch in gerader Linie nach Süden nach den Baumzeichen bis zu den Feldern des Dorfes Gadebehn, wiederum in einen großen Sumpf nach Westen, durch ihn hindurch bis zu der Mitte des Waldes (indaginis) Mannhagen, in gerader Linie, wie es ein Tal anzeigt, bis zur Bollbrücke (ad pontem qui Bulburgge dicitur), von dort einen Bach abwärts bis zu einem See, durch diesen bis zur alten Burg, die mitten in dem See liegt, in dem die Pretuznisa entspringt und diese Grenzen angefangen haben. Siegelankündigung. Zeugen: Swen (Senno), Abt von Eldena, Albert, Abt in Dargun, Borchard, Propst von Klatzow. die Ritter Johannes Düring und sein Bruder Bartold, Raven von Stüwen, Harnit Behr, Gottfried von Treptow, Bartold Jüngling, Heinrich von Gadebehn, Konrad von Cisenhusen, Otto Drache, Heinrich Berkhahn und andere mehr. Geschehen Treytow 1249 indictione quarta. Geschehen 1540 Sonnavendes nha dem Sondaghe Misericordia Domini.

Show full title
Landesarchiv Schleswig-Holstein
Data provider's object view