Breyell (Bestand)
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D 1
Kreisarchiv Viersen (Archivtektonik) >> D Nettetal
Vorwort Der Bestand der Altgemeinde Breyell umfasst eine Laufzeit vom Ende des 18. Jahrhunderts bis zum Ende der kommunalen Selbständigkeit Breyells 1969. Den Schwerpunkt bilden Akten aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Ein kleiner Teil der erschlossenen Akten (ca. 300 Nummern) wurde 1960 in einem Verschlag auf dem Dachboden des Breyeller Rathauses entdeckt und an das Kreisarchiv abgegeben. Das Gros gelangte 1983 mit der Hinterlegung des Stadtarchivs Nettetal beim Kreis nach Kempen.Es lassen sich fünf Registraturschichten unterscheiden: 1. ca. 1830 - ca. 1880 (kein Aktenplan vorhanden); 2. ca. 1880 - ca. 1900 (kein Aktenplan vorhanden); 3. ca. 1900 - 1937 (Aktenplan s. GA Breyell Nr. 1 bzw. 2293); 4. 1938 - 1955 (Aktenplan s. GA Breyell Nr. 2291): 5. 1956 - 1969 (Aktenplan der Kreisverwaltung)Die Zeitgrenzen zwischen den einzelnen Registraturschichten sind fließend; außerdem wurden nach dem Ersten Weltkrieg weitere Aktenzeichen für die Besatzungszeit eingeführt, für die es keinen Aktenplan gibt. Der häufige Personalwechsel während des Zweiten Weltkriegs sorgte für eine ziemlich uneinheitliche Aktenführung mit z.T. falschen oder ganz fehlenden Zuordnungen. Trotz dieser Unzulänglichkeiten liegt eine erstaunlich dichte Überlieferung vor, die vor allem die Zeit des Zweiten Weltkriegs gut dokumentiert. Erfreulich ist das Vorhandensein von Schriftgut zur Geschichte Boisheims aus den Jahren der Amtsverwaltung 1936 - 1954. Wie Boisheim gehörte die Gemeinde Breyell bis zur Einführung der französischen Verwaltung zum Herzogtum Jülich, Amt Brüggen. Sie wurde während der Franzosenzeit dem Kanton Bracht im Arrondissement Cleve (Departement de la Roer) unterstellt und kam bei der Neuordnung unter Preußens Souveränität zum Kreis Kempen. Die Gemeinden Breyell und Boisheim waren selbständig und bildeten eigene Bürgermeistereien. Im Jahre 1832 lebten in der Bürgermeisterei von Breyell 4359 Einwohner. Wenige Jahre später kam es zu einer engeren Beziehung zwischen beiden Gemeinden, Boisheim wurde von dem Bürgermeister von Breyell mitverwaltet. Als der damalige Breyeller Bürgermeister ausschied, übte der Bürgermeister von Lobberich einige Zeit die Verwaltungsaufsicht über Boisheim und Breyell aus. Es folgte dann die erste [...] Verbindung zwischen Breyell undBoisheim im Namen der alten Amtsverfassung, die für beide Gemeinden einen gemeinsamen Bürgermeister festsetzte. Mit kurzen Unterbrechungen bestand diese Amtsperiode bis nach 1920. Dann machte sich Boisheim amtsfrei. Am 1. April 1936 kam es erneut zur Amtsbildung Breyell-Boisheim. Die Bindung wurde im gegenseitigen Einvernehmen bei der Wahl zur Amtsvertretung am 9. bzw. 21. November 132 gelöst, Boisheim wurde, wieder amtsfrei. Beide Gemeinden trafen ein Abkommen über eine Verwaltungsgemeinschaft, die noch heute andauert. Am 1. April 1936 wurde der Ortsteil Boisheimer Nette an Dülken abgetreten.
Bestand
Information on confiscated assets
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BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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05.11.2025, 1:59 PM CET