Passow - Schloß
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N20-0031
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N 20 Guts- und Herrenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern
Guts- und Herrenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern >> 01. Guts- und Herrenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern
Bild 1: zwischen 2008/2016 Bild 2: Oktober 2008 Bild 3: Oktober 2008
Enthält: ( 6 km N von Lübz ) - 1324 Lehen der Familie von Plessen und ab 1456 Eigentum der Familie von Passow; danach 1672 Familie von Koppelow und Familie von Schlottmann. 1797 erwarb Ulrich von Behr-Negendank mehrere meckl. Güter und errichtete in Passow ein eingeschossiges Gutshaus. Sein Sohn August Gustav Hortarius ließ von 1839-1844 das zweigeschossige 7-achs. klassizistische Gebäude bauen, in dem der ital. Stil des Palladianismus prägsam wurde. Neben Marmor aus Carrara für Kamine und Fußböden dominieren allegorische Tier- u. Pflanzenmotive an Kuppel und Wänden. Lichtfülle vermitteln Glaskuppeln mit Lichtschächten über zwei Geschosse. Das Schloss trägt ein flaches Walmdach. Die Portalnische wird von jeweils zwei dorischen und ionischen Säulchen getragen. Das Licht fällt durch den Lichtschacht bis ins Vestibül. Das Haupthaus wird beidseitig von viertelkreisförmigen eingeschossigen Seitenflügeln flankiert. Das Vestibül wurde 1835 im pompejanischen Stil ausgemalt. Eine zweiseitige Zufahrt führt um ein großes Rondell zum Schloss. Seitlich davon Wirtschaftsgebäude, die z. Z. zu Wohn- und Gewerbezwecken genutzt werden. Gartenfront mit Terrasse und Böschung zum weitläufigen Park mit dem Blick zum See. Heino von Behr-Negendank starb 1932 als letzter Nachkomme des Hauses Passow. Franz Beese erwarb 1933 den gesamten Besitz und betrieb erfolgreich Landwirtschaft. Nach 1945 Teilzerstörung am Schloss. Nutzung für Gemeinde, Kindergarten, Bibliothek, Kulturhaus. Fam. Beese lebte nach 1945 in Wuppertal. Franz Beese war u. a. Verwalter in Ratzeburg, wo er 1954 einem Jagdunfall erlag. 1997 erwarben Dr. Heinz-Jürgen Beuter und Frau das Schloss und sanierten es detailgetreu. Heute Schloss Hotel. - Bild 1 Schloss Passow. - Bild 2 Vorderseite des Schlosses. - Bild 3 Portalnische in zwei Etagen mit ionischen und dorischen Säulen ausgebaut.
Dr. Helmut Stiehler
Akten
Veröffentlichungs- und Nutzungsrecht: Nutzungs- und Veröffentlichungsrecht wurden dem Kreisarchiv übertragen
Format: Bild 1
Fototyp: Abzug; fbg.
Fotograf: Dr. Helmut Stiehler
Format: Bild 1
Fototyp: Abzug; fbg.
Fotograf: Dr. Helmut Stiehler
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
30.11.2025, 05:29 MEZ