Badische Zentrumspartei (Bestand)
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Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 69 Bad. Zentrumspartei
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik) >> Nichtstaatliches Archivgut >> Archive von Anstalten, Körperschaften und Stiftungen >> Parteien >> Badische Zentrumspartei
1921-1959
Überlieferungsgeschichte
Im Landtag der Republik Baden war die Badische Zentrumspartei 1919-1933 stärkste Partei. Sie hatte ihren Sitz in Freiburg im Breisgau, wo sie 1921 offiziell als eingetragener Verein gegründet wurde. Der 1934 aufgelöste Verein fand 1945 eine Fortsetzung in der amerikanischen Zone als Badische Christlich-Demokratische Partei (BCDP) für Nordbaden mit Sitz in Karlsruhe und in der französischen Besatzungszone als Badische Christlich-Soziale Volkspartei (BCSV) mit Sitz in Freiburg. Wie ein Prozess um Zentrumsaktien mit dem Erzbischöflichen Stuhl in den 50er Jahren zeigt, war ihre Rechtsnachfolge umstritten. Dies führte zu einer Umwidmung der BCSV als neue Zentrumspartei, der die BCDP 1953 beitrat. 1956 wurde die Partei in CSU Baden umbenannt. Erst nach dem Volksentscheid für den Fortbestand des Landes Baden-Württemberg kam es 1971 zur Fusion aller in der Tradition des Zentrums stehenden Parteien zu einem einheitlichen Landesverband als Christlich Demokratische Union in Baden-Württemberg.
Die Akten der Badischen Zentrumspartei übergab Oberstudienrat Robert Albiez (Ettlingenweier) dem Generallandesarchiv 1997 und 1998 zusammen mit Archivalien der Badischen Volkspartei. Sie waren anscheinend wegen seiner ehemaligen Eigenschaften als Mitglied der Zentrumspartei und stellvertretender Vorsitzender der Badischen Volkspartei in seinen Besitz gekommen.
Inhalt und Bewertung
Organisation: Gründung.- Satzungen.- Fusion und Umbenennungen.- Finanzen
Prozess mit der Erzdiözese Freiburg wegen Rückgabe von Aktien der Badenia AG
Bestandsgeschichte: Die hier erschlossenen Unterlagen wurden 1997 und 1998 zusammen mit den Unterlagen der Badischen Volkspartei dem Generallandesarchiv Karlsruhe von Robert Albiez übergeben. Albiez hatte das Material der Zentrumspartei wohl in den 60er Jahren von Oberlandesgerichtspräsident Dr. Paul Zürcher, Freiburg erhalten. Diese Akten waren separat gelagert gewesen, und so konnte - ohne weitere Eingriffe in den Bestand "69 Badische Volkspartei" - der provenienzgerechte Bestand "69 Badische Zentrumspartei" gebildet werden. Der Bestand umfasst 8 Nummern mit 0,1 lfd. m. Er wurde mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg anlässlich des Landesjubiläums 2002 als Online-Findmittel nach Vorarbeiten von Frau Eva Gabriel von Frau Ulrike Gradmann erschlossen.
Inhalt: Der Bestand enthält vor allem Unterlagen der Badischen Zentrumspartei, in denen Existenzfragen der Partei nach 1945 dokumentiert sind: Zum einen wollte die Zentrumspartei die Aktien der Badenia AG zurückerhalten, die bis zum Parteienverbot in ihrem Besitz gewesen waren, zum anderen musste entschieden werden, ob und in welcher Form die Partei weiter politisch agieren sollte: Erwogen wurden die Auflösung der Partei, die Kooperation mit anderen Gruppierungen und die Fortexistenz als eigenständige Partei.
Literatur: Ernst Otto Bräunche, Streit um die Zentrumsaktien, in: 125 Jahre Badenia, Karlsruhe 1999, S. 174/175
Im Landtag der Republik Baden war die Badische Zentrumspartei 1919-1933 stärkste Partei. Sie hatte ihren Sitz in Freiburg im Breisgau, wo sie 1921 offiziell als eingetragener Verein gegründet wurde. Der 1934 aufgelöste Verein fand 1945 eine Fortsetzung in der amerikanischen Zone als Badische Christlich-Demokratische Partei (BCDP) für Nordbaden mit Sitz in Karlsruhe und in der französischen Besatzungszone als Badische Christlich-Soziale Volkspartei (BCSV) mit Sitz in Freiburg. Wie ein Prozess um Zentrumsaktien mit dem Erzbischöflichen Stuhl in den 50er Jahren zeigt, war ihre Rechtsnachfolge umstritten. Dies führte zu einer Umwidmung der BCSV als neue Zentrumspartei, der die BCDP 1953 beitrat. 1956 wurde die Partei in CSU Baden umbenannt. Erst nach dem Volksentscheid für den Fortbestand des Landes Baden-Württemberg kam es 1971 zur Fusion aller in der Tradition des Zentrums stehenden Parteien zu einem einheitlichen Landesverband als Christlich Demokratische Union in Baden-Württemberg.
Die Akten der Badischen Zentrumspartei übergab Oberstudienrat Robert Albiez (Ettlingenweier) dem Generallandesarchiv 1997 und 1998 zusammen mit Archivalien der Badischen Volkspartei. Sie waren anscheinend wegen seiner ehemaligen Eigenschaften als Mitglied der Zentrumspartei und stellvertretender Vorsitzender der Badischen Volkspartei in seinen Besitz gekommen.
Inhalt und Bewertung
Organisation: Gründung.- Satzungen.- Fusion und Umbenennungen.- Finanzen
Prozess mit der Erzdiözese Freiburg wegen Rückgabe von Aktien der Badenia AG
Bestandsgeschichte: Die hier erschlossenen Unterlagen wurden 1997 und 1998 zusammen mit den Unterlagen der Badischen Volkspartei dem Generallandesarchiv Karlsruhe von Robert Albiez übergeben. Albiez hatte das Material der Zentrumspartei wohl in den 60er Jahren von Oberlandesgerichtspräsident Dr. Paul Zürcher, Freiburg erhalten. Diese Akten waren separat gelagert gewesen, und so konnte - ohne weitere Eingriffe in den Bestand "69 Badische Volkspartei" - der provenienzgerechte Bestand "69 Badische Zentrumspartei" gebildet werden. Der Bestand umfasst 8 Nummern mit 0,1 lfd. m. Er wurde mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg anlässlich des Landesjubiläums 2002 als Online-Findmittel nach Vorarbeiten von Frau Eva Gabriel von Frau Ulrike Gradmann erschlossen.
Inhalt: Der Bestand enthält vor allem Unterlagen der Badischen Zentrumspartei, in denen Existenzfragen der Partei nach 1945 dokumentiert sind: Zum einen wollte die Zentrumspartei die Aktien der Badenia AG zurückerhalten, die bis zum Parteienverbot in ihrem Besitz gewesen waren, zum anderen musste entschieden werden, ob und in welcher Form die Partei weiter politisch agieren sollte: Erwogen wurden die Auflösung der Partei, die Kooperation mit anderen Gruppierungen und die Fortexistenz als eigenständige Partei.
Literatur: Ernst Otto Bräunche, Streit um die Zentrumsaktien, in: 125 Jahre Badenia, Karlsruhe 1999, S. 174/175
8 Archivalieneinheiten
Bestand
Literatur: Ernst Otto Bräunche, Streit um die Zentrumsaktien, in: Ders., 125 Jahre Badenia (Karlsruhe 1999) S. 174-175
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
03.04.2025, 11:03 AM CEST
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