Kuhlenkamp, Alfred (Bestand)
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G007
Universitätsarchiv der Technischen Universität Braunschweig (Archivtektonik) >> Gliederung >> 6 Vor- und Nachlässe >> 6.2 F - K
ca. 1930-1970
Enthält: Quellensammlungen und Typoskripte zu heimatgeschichtlichen und hochschulgeschichtlichen Themen (Collegium Carolinum Braunschweig, Universität Helmstedt, Bildungseinrichtungen im ehemaligen Herzogtum Braunschweig-Lüneburg); Publikationen u. a. zu Hydraulik, Getriebelehre und Flugzeug-Waffentechnik, Aufsätze (ca. 1930-1970); Korrespondenz mit auswärtigen Forschungseinrichtungen, u. a. mit dem Institut für Physik in Bristol/GB.
Geschichte des Bestandsbildners: Alfred Kuhlenkamp ([[http://d-nb.info/gnd/1026069866|GND: 1026069866]]) wurde am 21.11.1901 in Braunschweig geboren. Er besuchte das Gauß-Gymnasium und studierte von 1921 bis 1926 Manschinenbau an der TU (Abschluss Staatsexamen 1926). Anschließend war er drei Jahre lang Regierungsbauführer bzw. -meister bei der Deutschen Reichsbahn und ab 1930 Konstrukteur bei der Firma Siemens & Halske. 1931 bis 1945 war Kuhlenkamp als Entwicklungsingenieur bei verschiedenen Reichsbehörden tätig, unter anderem als Fliegeroberstabsingenieur im Reichsluftfahrtministerium zuständiger Entwicklungsleiter für die Flakgeräte. Am 17.07.1930 wurde Kuhlenkamp mit einer Arbeit bei Heimann an der TH Aachen promoviert. Der Titel lautete: "Untersuchungen über die zweckmäßigste Ausbildung der Rohrheizfläche von Naßdampflokomotivkesseln".
Als außerordentlicher Professor für Luftwaffenwesen übernahm Kuhlenkamp 1943 die Lehrstuhlvertretung, 1944/44 gründete er das Institut für Luftwaffenwesen. Der Lehrauftrag wurde nach Kriegsende zunächst eingestellt, bis ihm 1946/47 ein neuer Lehrauftrag an der TU erteilt wurde. Im Wintersemester 1951/52 war Kuhlenkamp als Privatdozent für Feinmechanische Konstruktion tätig. 1955 bis 1970 gründete und leitete er das Institut für Feinwerktechnik und Regelungstechnik. Im Wintersemester 1955/56 war Kuhlenkamp zudem außerordentlicher, seit dem Wintersemester 1957/58 ordentlicher Professor für Feinwerktechnik und Regelungstechnik. 1960 bis 1962 übernahm er das Amt des Dekans der Fakultät für Maschinenbau. 1970 erfolgte die Emeritierung. Zehn Jahre lang, zwischen 1969 bis 1979 war Kuhlenkamp als Geschäftsführer für den Braunschweigischen Hochschulbund tätig und hatte zudem zeitweilig den Vorsitz des Vereins deutscher Ingenieure inne, der ihn 1935 mit dem Ehrenring und 1963 mit der Ehrenmünze auszeichnete. Außerdem war er Initiator und Vorsitzender des Ausschusses für Feinmechanische Technik in der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Betriebsingenieure und der Fachgruppe Feinwerktechnik im Verein Deutscher Ingenieure.
Er starb am 19.04.1979 in seiner Heimatstadt.
Findmittel: Arcinsys, erfasst im Januar 2021 auf Basis einer Word-Liste aus dem Jahr 2011
Kurzbeschreibung: Teilnachlass: vor allem Manuskripte
Geschichte des Bestandsbildners: Alfred Kuhlenkamp ([[http://d-nb.info/gnd/1026069866|GND: 1026069866]]) wurde am 21.11.1901 in Braunschweig geboren. Er besuchte das Gauß-Gymnasium und studierte von 1921 bis 1926 Manschinenbau an der TU (Abschluss Staatsexamen 1926). Anschließend war er drei Jahre lang Regierungsbauführer bzw. -meister bei der Deutschen Reichsbahn und ab 1930 Konstrukteur bei der Firma Siemens & Halske. 1931 bis 1945 war Kuhlenkamp als Entwicklungsingenieur bei verschiedenen Reichsbehörden tätig, unter anderem als Fliegeroberstabsingenieur im Reichsluftfahrtministerium zuständiger Entwicklungsleiter für die Flakgeräte. Am 17.07.1930 wurde Kuhlenkamp mit einer Arbeit bei Heimann an der TH Aachen promoviert. Der Titel lautete: "Untersuchungen über die zweckmäßigste Ausbildung der Rohrheizfläche von Naßdampflokomotivkesseln".
Als außerordentlicher Professor für Luftwaffenwesen übernahm Kuhlenkamp 1943 die Lehrstuhlvertretung, 1944/44 gründete er das Institut für Luftwaffenwesen. Der Lehrauftrag wurde nach Kriegsende zunächst eingestellt, bis ihm 1946/47 ein neuer Lehrauftrag an der TU erteilt wurde. Im Wintersemester 1951/52 war Kuhlenkamp als Privatdozent für Feinmechanische Konstruktion tätig. 1955 bis 1970 gründete und leitete er das Institut für Feinwerktechnik und Regelungstechnik. Im Wintersemester 1955/56 war Kuhlenkamp zudem außerordentlicher, seit dem Wintersemester 1957/58 ordentlicher Professor für Feinwerktechnik und Regelungstechnik. 1960 bis 1962 übernahm er das Amt des Dekans der Fakultät für Maschinenbau. 1970 erfolgte die Emeritierung. Zehn Jahre lang, zwischen 1969 bis 1979 war Kuhlenkamp als Geschäftsführer für den Braunschweigischen Hochschulbund tätig und hatte zudem zeitweilig den Vorsitz des Vereins deutscher Ingenieure inne, der ihn 1935 mit dem Ehrenring und 1963 mit der Ehrenmünze auszeichnete. Außerdem war er Initiator und Vorsitzender des Ausschusses für Feinmechanische Technik in der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Betriebsingenieure und der Fachgruppe Feinwerktechnik im Verein Deutscher Ingenieure.
Er starb am 19.04.1979 in seiner Heimatstadt.
Findmittel: Arcinsys, erfasst im Januar 2021 auf Basis einer Word-Liste aus dem Jahr 2011
Kurzbeschreibung: Teilnachlass: vor allem Manuskripte
Bestand
Literatur: Bettina Gundler, Claudia Schüler: Catalogus Professorum der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig. Teil 2: Lehrkräfte 1877-1945, Braunschweig 1991, S. 146f. ausgewählte Werke von Alfred Kuhlenkamp: - Flak-Kommandogeräte. Berlin 1943. - Einführung in die Regelungstechnik. 2 Teile. Stuttgart 1963/1965. - Konstruktionslehre der Feinwerktechnik. München 1971. - Hrsg. von Beiträge zur Geschichte der Carolo-Wilhelmina. - Hrsg. von Luegers Lexikon der Technik Band 13 und 14. - Mithrsg. von Feinwerktechnik. 1951-1954 s. a.: =Person&lookfor0[]=Kuhlenkamp%2C+Alfred|Liste der Veröffentlichungen im Katalog der Universitätsbibliothek Braunschweig]]
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
02.06.2025, 8:52 AM CEST