Friederich Adolph, Graf und Edler Herr zur Lippe, belehnt Meister David Clauß, Nachrichter, seine Ehefrau Anna Margrethen Muhten und eines von ihren Kindern mit dem Nachrichteramt in der Grafschaft Lippe und den dazu gehörigen Wrasemeistereien. Nach seinem Tode soll dessen Witwe Anna Margretha Muhts nebst einem ihrer Kinder bei dem Nachrichteramt und Zubehor verbleiben, “jedoch, daß sie, die Witwe, zu jeder Zeit, wan bey den Gefangenen und Übelffiätern zur Tortur oder scharffer Execution eines Nachrichters vonnöhten, auf Erfordern einen solchen Meister stellen sol, der erfahren und deßhalß sein Ambt also verrcihten könne, dass die arme Sünder nicht verkürtzet werden mügen“. Geben auff unserm Schloß Detmold den 3. Dec. vet. 1698. Pergament, anhängendes Siegel verloren, mit eigenhändiger Unterschrift des Grafen Friederich Adolph. Vermerk: Anlage A dabei Abschrift des 19. Jh.
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Friederich Adolph, Graf und Edler Herr zur Lippe, belehnt Meister David Clauß, Nachrichter, seine Ehefrau Anna Margrethen Muhten und eines von ihren Kindern mit dem Nachrichteramt in der Grafschaft Lippe und den dazu gehörigen Wrasemeistereien. Nach seinem Tode soll dessen Witwe Anna Margretha Muhts nebst einem ihrer Kinder bei dem Nachrichteramt und Zubehor verbleiben, “jedoch, daß sie, die Witwe, zu jeder Zeit, wan bey den Gefangenen und Übelffiätern zur Tortur oder scharffer Execution eines Nachrichters vonnöhten, auf Erfordern einen solchen Meister stellen sol, der erfahren und deßhalß sein Ambt also verrcihten könne, dass die arme Sünder nicht verkürtzet werden mügen“. Geben auff unserm Schloß Detmold den 3. Dec. vet. 1698. Pergament, anhängendes Siegel verloren, mit eigenhändiger Unterschrift des Grafen Friederich Adolph. Vermerk: Anlage A dabei Abschrift des 19. Jh.
08 NL 19, 4
08 NL 19 [S 1] 08 Nachlass Clauss(en)
[S 1] 08 Nachlass Clauss(en) >> Verzeichnungseinheiten >> 1 Urkunden
1698 Dez 3
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:33 MEZ