Erzbischof Jakob von Trier einigt sich mit den Grafen von Sponheim, nämlich Herzog Johann (I.) von Pfalz-Simmern und Markgraf Christoph von Baden, über ein Schiedsverfahren zur Schlichtung bestehender und künftiger Streitigkeiten: Wer Forderungen hat, möge diese der anderen Partei schriftlich mitteilen und drei mögliche Obmänner benennen, aus denen die Gegenseite binnen 14 Tagen einen auswählt. Dem Obmann werden von jeder Partei je drei ihrer Räte zur Seite gestellt, welche von etwaigen Eiden und Gelübden zu entbinden sind. Dieses Gremium soll binnen vier Wochen einen Schiedstag abhalten und versuchen, die Parteien gütlich zu vergleichen. Scheitert dies, so sollen Obmann und Beisitzer ihren Rechtsspruch binnen zwölf Wochen fällen und verkünden. Die Verköstigung des Obmanns erfolgt seitens des Klägers, seine Bezahlung obliegt hingegen der Partei, der am Ende die Kosten auferlegt werden. Als Tagungsorte werden Trarbach und Bernkastel festgelegt. S1 = A1. S2 = A2. S3 = A3
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Erzbischof Jakob von Trier einigt sich mit den Grafen von Sponheim, nämlich Herzog Johann (I.) von Pfalz-Simmern und Markgraf Christoph von Baden, über ein Schiedsverfahren zur Schlichtung bestehender und künftiger Streitigkeiten: Wer Forderungen hat, möge diese der anderen Partei schriftlich mitteilen und drei mögliche Obmänner benennen, aus denen die Gegenseite binnen 14 Tagen einen auswählt. Dem Obmann werden von jeder Partei je drei ihrer Räte zur Seite gestellt, welche von etwaigen Eiden und Gelübden zu entbinden sind. Dieses Gremium soll binnen vier Wochen einen Schiedstag abhalten und versuchen, die Parteien gütlich zu vergleichen. Scheitert dies, so sollen Obmann und Beisitzer ihren Rechtsspruch binnen zwölf Wochen fällen und verkünden. Die Verköstigung des Obmanns erfolgt seitens des Klägers, seine Bezahlung obliegt hingegen der Partei, der am Ende die Kosten auferlegt werden. Als Tagungsorte werden Trarbach und Bernkastel festgelegt. S1 = A1. S2 = A2. S3 = A3
Grafschaft Sponheim Urkunden, BayHStA, Grafschaft Sponheim Urkunden 1309/I
Rheinpfälzer U 5846 (Orig.ausf.); Sp. U 138/1 (Abschrift)
Grafschaft Sponheim Urkunden
Grafschaft Sponheim Urkunden >> 1501-1575
1507 April 30
Darin: beglaubigte Abschrift, ausgestellt in Zweibrücken am 1.3.1782 durch einen Schreiber namens Horstmann (evtl. der Regierungsrat und Bibliotheks-Commissarius Philipp Ludwig Horstmann)
Grafschaft Sponheim Urkunden
Perg.
Urkunden
ger
Überlieferung: Ausf.
Sprache: dt.
Originaldatierung: " [...] geben ist uff fritag nach dem sondage iubilate [...] "
Unternummer: I
Medium: A = Analoges Archivalie
Jahr: 1507
Monat: April
Tag: 30
Äußere Beschreibung: 3 anhängende Siegel an Pergamentstreifen (fehlen; Skizzen in beiliegender Abschrift); 25,5 x 55 cm. Beiliegende Abschrift: Pap., Libell (8 S.), 24,5 x 38 cm
Sprache: dt.
Originaldatierung: " [...] geben ist uff fritag nach dem sondage iubilate [...] "
Unternummer: I
Medium: A = Analoges Archivalie
Jahr: 1507
Monat: April
Tag: 30
Äußere Beschreibung: 3 anhängende Siegel an Pergamentstreifen (fehlen; Skizzen in beiliegender Abschrift); 25,5 x 55 cm. Beiliegende Abschrift: Pap., Libell (8 S.), 24,5 x 38 cm
Trier: Jakob II. Erzbischof von
Baden: Jakob von, Erzbischof von Trier
Pfalz-Simmern: Johann I. von
Baden: Christoph I. Markgraf von
Bernkastel (Gde. Bernkastel-Kues, Lkr. Bernkastel-Wittlich, Rheinland-Pfalz)
Trarbach (Gde. Traben-Trarbach, Lkr. Bernkastel-Wittlich, Rheinland-Pfalz)
Trier (Rheinland-Pfalz), Erzbistum/Kurfürstentum
Sponheim, Grafschaft
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
03.04.2025, 1:29 PM CEST
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- Bayerisches Hauptstaatsarchiv (Archivtektonik)
- Beständetektonik des Bayerischen Hauptstaatsarchivs (Archival tectonics)
- 1 Abteilung I: Ältere Bestände (Archival tectonics)
- 1.12 Pfalz und Rheinlande (Archival tectonics)
- Grafschaft Sponheim (Archival tectonics)
- Grafschaft Sponheim Urkunden (Archival holding)
- 1501-1575 (Classification)
CC0 1.0 Universal