Niebuhr, Markus von (Bestand)
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BPH, Rep. 192 Nl Niebuhr, M. v.
Tektonik >> NICHTSTAATLICHE PROVENIENZEN >> Firmen, Familien und Personen >> Personen >> Staats- bzw. Kommunal-Beamte und -Bediente >> Ministerialbeamte und Mitarbeiter in nachgeordneten Ressorts >> Geheimes Zivilkabinett und nachgeordnete Ressorts (nach 1808)
Laufzeit: 1836 - 1857
Findmittel: Datenbank; Findbuch, 1 Bd.
Bestandsbeschreibung: Lebensdaten: 1817 - 1860
Die nachstehend verzeichneten Briefe, die Marcus von Niebuhr in den Jahren zwischen 1845 und 1857 an seine Frau Anna geb. v. Wolzogen richtete, sind 1973 vom Geheimen Staatsarchiv käuflich erworben worden (Akz. 42/1973 und 1/1974). Sie haben einen rein persönlichen Charakter und beschäftigen sich weit überwiegend mit familiären Angelegenheiten; insbesondere gehen sie immer wieder aus das offenbar nicht von Spannungen freie Verhältnis zwischen Niebuhr und seiner Frau ein. Dabei lassen sie eine stark pietistische Prägung beider Ehepartner erkennen. Niebuhrs Stellung am Hof Friedrich Wilhelms IV. und sein Vertrauensverhältnis zum König werden nur äußerlich durch die Schilderung seiner Tagesabläufe deutlich. Es fehlen vollständig Hinweise auf Thema und Inhalt seiner Vorträge und Beschäftigungen, ebenso auf seine Motivationen für das eine oder andere Vorgehen. Politische Ereignisse schildert er in der Art einer Nachrichten-Weitergabe, allerdings oft auch durch eine persönliche Einschätzung ergänzt. Dies mag daran liegen, dass Frau von Niebuhr an der beruflichen Tätigkeit Ihres Mannes kein Interesse nahm (vgl. Nr. 100); Antwortschreiben Niebuhrs ist zu entnehmen, dass sie sie aus religiösen Gründen gelegentlich sogar beklagte. Der an dem politischen Handeln Niebuhrs interessierte Historiker bleibt deshalb auf den [in der VI. Hauptabteilung] lagernden Nachlassteil angewiesen. Die Bestellnummern sind bereits in einer ersten, sich in diesem Fall auch anbietenden, chronologischen Ordnung des Bestandes vergeben worden, die Frau Wegeleben im Jahr 1974 vornahm. Da inzwischen Benutzungen stattgefunden haben und Zitierungen nicht ausgeschlossen werden können, sind diese Nummern beibehalten worden. Die numerische Reihenfolge der Bestellnummern wird nur selten unterbrochen, wenn bisher undatierte Briefe auf Grund ihres Inhaltes nun richtig eingeordnet werden konnten.
Lebensdaten
geb. 1.4.1817
Gymnasium in Lübeck
Studium in Kiel, Bonn, Halle und Berlin
Hilfsarbeiter im Ministerium der geistlichen und Unterrichtsangelegenheiten
4.7.1844 Hochzeit
1851 Kabinettssekretär mit dem Titel eines Geheimen Regierungsrates
1852-1853 Mitglied des Abgeordnetenhauses als Vertreter für den Kreis Wetshavelland
1854 Kabinettsrat und Mitglied des Staatsrats
gest. 1.8.1860
Literatur
- Allgemeine Deutsche Biographie, Band 23
- Leopold Auerbach, Denkwürdigkeiten des Geheimen Regierungsrates Dr. Stieber. Berlin 1884
- Briefe von Alexander von Humboldt an Varnhagen von Ense aus den Jahren 1827-1858. Leipzig 1860
- Friedrich Nippold, Christian Carl Josias Freiherr von Bunsen. Leipzig 1868
- Alfred von Reumont, Aus König Friedrich Wilhelm IV. gesunden und kranken Tagen. Leipzig 1885
- Louis Schneider, Aus meinem Leben. Berlin 1879
- Hermann Wagner, Erlebtes. Berlin 1885
Bliß, Mai 1988
Zitierweise: GStA PK, BPH, Rep. 192 Nl Niebuhr, M. v.
Bestandsbeschreibung: Lebensdaten: 1817 - 1860
Die nachstehend verzeichneten Briefe, die Marcus von Niebuhr in den Jahren zwischen 1845 und 1857 an seine Frau Anna geb. v. Wolzogen richtete, sind 1973 vom Geheimen Staatsarchiv käuflich erworben worden (Akz. 42/1973 und 1/1974). Sie haben einen rein persönlichen Charakter und beschäftigen sich weit überwiegend mit familiären Angelegenheiten; insbesondere gehen sie immer wieder aus das offenbar nicht von Spannungen freie Verhältnis zwischen Niebuhr und seiner Frau ein. Dabei lassen sie eine stark pietistische Prägung beider Ehepartner erkennen. Niebuhrs Stellung am Hof Friedrich Wilhelms IV. und sein Vertrauensverhältnis zum König werden nur äußerlich durch die Schilderung seiner Tagesabläufe deutlich. Es fehlen vollständig Hinweise auf Thema und Inhalt seiner Vorträge und Beschäftigungen, ebenso auf seine Motivationen für das eine oder andere Vorgehen. Politische Ereignisse schildert er in der Art einer Nachrichten-Weitergabe, allerdings oft auch durch eine persönliche Einschätzung ergänzt. Dies mag daran liegen, dass Frau von Niebuhr an der beruflichen Tätigkeit Ihres Mannes kein Interesse nahm (vgl. Nr. 100); Antwortschreiben Niebuhrs ist zu entnehmen, dass sie sie aus religiösen Gründen gelegentlich sogar beklagte. Der an dem politischen Handeln Niebuhrs interessierte Historiker bleibt deshalb auf den [in der VI. Hauptabteilung] lagernden Nachlassteil angewiesen. Die Bestellnummern sind bereits in einer ersten, sich in diesem Fall auch anbietenden, chronologischen Ordnung des Bestandes vergeben worden, die Frau Wegeleben im Jahr 1974 vornahm. Da inzwischen Benutzungen stattgefunden haben und Zitierungen nicht ausgeschlossen werden können, sind diese Nummern beibehalten worden. Die numerische Reihenfolge der Bestellnummern wird nur selten unterbrochen, wenn bisher undatierte Briefe auf Grund ihres Inhaltes nun richtig eingeordnet werden konnten.
Lebensdaten
geb. 1.4.1817
Gymnasium in Lübeck
Studium in Kiel, Bonn, Halle und Berlin
Hilfsarbeiter im Ministerium der geistlichen und Unterrichtsangelegenheiten
4.7.1844 Hochzeit
1851 Kabinettssekretär mit dem Titel eines Geheimen Regierungsrates
1852-1853 Mitglied des Abgeordnetenhauses als Vertreter für den Kreis Wetshavelland
1854 Kabinettsrat und Mitglied des Staatsrats
gest. 1.8.1860
Literatur
- Allgemeine Deutsche Biographie, Band 23
- Leopold Auerbach, Denkwürdigkeiten des Geheimen Regierungsrates Dr. Stieber. Berlin 1884
- Briefe von Alexander von Humboldt an Varnhagen von Ense aus den Jahren 1827-1858. Leipzig 1860
- Friedrich Nippold, Christian Carl Josias Freiherr von Bunsen. Leipzig 1868
- Alfred von Reumont, Aus König Friedrich Wilhelm IV. gesunden und kranken Tagen. Leipzig 1885
- Louis Schneider, Aus meinem Leben. Berlin 1879
- Hermann Wagner, Erlebtes. Berlin 1885
Bliß, Mai 1988
Zitierweise: GStA PK, BPH, Rep. 192 Nl Niebuhr, M. v.
Umfang: 0,4 lfm (293 VE); Angaben zum Umfang: 0,4 lfm (293 VE)
Bestand
deutsch
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
19.08.2025, 12:19 MESZ
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