Geburtsbrief: Barbara Gutgsell
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A 2 d (Geburtsbriefe) Nr. A 2 d (Geburtsbriefe) Nr. 4805
A 2 d (Geburtsbriefe) Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 12-17a)
Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 12-17a) >> Bd. 12 Geburtsbriefe Abt - Hunger
1578 Dezember 12, Freitag
Regest: Bürgermeister und Rat der Stadt Freyburg im Breißgaw tun kund: Martin Meyer, Bürger und Goldschmied zu Reutlingen, der sich mit Barbara Gutgsell, Witwe des Nicolaus Möglin, Doctors der Medicin und gewesenen Physicus zu Reitlingen, und ehelicher Tochter des Jacob Gutgsell, Rottweilischen Procurators und gewesenen Freiburger Hintersessen selig, ehelich verheiratet hat, hat schriftlich nachgesucht um Urkunde über die eheliche Geburt usw. der Barbara Gutgsell. Die von ihm benannten Zeugen, Peter Frey des Rats und seine Ehefrau Maria Horber sowie die Hintersessin Rosina Siehaler (?) sagen eidlich aus, Jacob Gutgsell, damals Student, habe sich zu Tübingen mit Catharina Preuning verheiratet und daselbst den ehelichen Kirchgang und Hochzeit gehalten. Er habe seine Hausfrau nach Freyburg gebracht und mit ihr 2 Kinder ehelich erzielt. Das jüngste sei samt der Mutter in dem Kindbettsterben nach dem heissen Sommer gestorben. Aber diese Barbara, das ältere, sei bald nach ihrer Mutter Tod durch deren Verwandte von Freyburg weggeführt und ausserhalb erzogen worden. Peter Frey und seine Hausfrau seien von Jacob Gutgsell als ihrem Verwandten auf die Hochzeit geladen worden, aber nicht dabei gewesen. Die Rosina habe der Hausfrau des Gutgsell als sie mit der Barbara niederkam, im Kindbett gewartet. Dem Jacob Gutgsell und seiner Hausfrau wird rechtschaffener Lebenswandel nachgesagt.
Beschreibstoff: Pg.
Archivale
Zeugen / Siegler / Unterschriften: Insigel der Stadt Freiburg
Siegel (Erhaltung): vorhanden
Genetisches Stadium: Or.
Siegel (Erhaltung): vorhanden
Genetisches Stadium: Or.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.03.2025, 11:14 MEZ