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Herman [III.] und Jorge Riedesel (RytEselle), Gebrüder, Erbmarschalle zu Hessen, (Hessenn) verkaufen ein Viertel ihres Zehnten zu Körle (Kürlle), ...
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Urkunden der Familie Riedesel v. Eisenbach >> 1451 - 1500
1470 Juni 06
Ausfertigung, Pergament (17,9 x 25,0 cm) mit ursprünglich zwei anhängenden Siegeln (1: an den Rändern stark beschädigt; 2: fehlt) Die Urkunde ist durch mehrere Schnitte im Pergament ungültig gemacht worden.
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: am mitwochen nach Sent Bonifacien tag
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Herman [III.] und Jorge Riedesel (RytEselle), Gebrüder, Erbmarschalle zu Hessen, (Hessenn) verkaufen ein Viertel ihres Zehnten zu Körle (Kürlle), jährlich 4- 5 Malter tragend, 11 Zenthühner (oder Zehnthühner? Zehendhonnere), 2 Gänse, 8 Viertel Hafer, die die Einwohner zusammen geben, 1 ½ Pfund Hessischer Währung und 8 Viertel, halb Korn, halb Hafer, aus ihrem Gut, das Herman Feige (Fyege) bearbeitet, für 150 rheinische Silberlinge an den Pfarrer Rorich Süren zu Dorf Geismar (Geysmar). Wiederkauf auf Michaelis vorbehalten.
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: "Herman u(nd) Georg Riedesel versetzen ihre Gütter zu Körler Anno 1470"
Vermerke (Urkunde): Siegler: Aussteller Siegelankündigung: "vnd han des zu Orkunde der warheit vns(ere) Ingesigelle (...) an diessen brieff vestigklich tun gengken" 1. Siegel: Herman Riedesel 2. Siegel: Georg Riedesel
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Regest: Becker, Urkundenbuch, Nr. 1090
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.