Perückenmacher (Bestand)
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E 5/50
Stadtarchiv Nürnberg (Archivtektonik) >> Stadtarchiv Nürnberg >> Bestandsgruppe E: Dokumentationsgut privater Provenienz >> E 5 - Handwerksarchive >> E 5/50 - Handwerksarchiv / Perückenmacher
Die Perückenmacherei wurde wohl ursprünglich vor allem von Badern und Barbierern als Freie Kunst ausgeübt. Erst 1707 erhielten die Perückenmacher in Nürnberg auf jahrzehntelange, wiederholte Bitten an den Rat hin eine eigene Handwerksordnung, lagen aber naturgemäß immer im Streit mit den Barbieren, der sich bis vor den Reichshofrat in Wien hinzog. Nach Auflösung der alten Handwerke 1868 erfolgte zwischen 1874 und 1886 schrittweise der Zusammenschluss mit den Badern und Barbierern zur neuen Friseurinnung.Der vorliegende Bestand, der bereits vor 1945 an das StadtAN gelangte, enthält vor allem Unterlagen zu den Bemühungen um die Erteilung einer Handwerksordnung und die Ordnung selbst, Dokumente zum Handwerk, das schon im frühen 19. Jh. als Friseurzunft bezeichnet wird, Vermögens- und Rechnungsangelegenheiten und in größerem Umfang Arbeits- und Geburtszeugnisse sowie Arbeitsbewilligungen. Im Zuge der Neuordnung der Handwerksarchiv zwischen 1998 und 2001 erhielt der Bestand die Teilbestandssignatur E 5/50. Lehrzeugnisse unter E 5/Anhang.
lfd. Meter: 25,00
Bestand
Deutsch
Arbeitsbewilligungen
Arbeitszeugnisse
Bader
Barbiere
freie Kunst
Friseurinnung
Friseurzunft
Geburtszeugnisse
Handwerksarchive (Einzelbestände)
Handwerksordnung
Perückenmacher (Handwerksarchiv)
Rechnungsangelegenheiten
Vermögensangelegenheiten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.06.2025, 11:18 MESZ