Betriebseinheit Botanischer Garten (Bestand)
Show full title
24195
Universitätsarchiv Oldenburg (Archivtektonik) >> Aufbau des Archivs >> 2 Universität Oldenburg >> 24 Fakultäten (vormals Fachbereiche) und Institute
1927 - 2012
Geschichte des Bestandsbildners: 1882 wurde der Oldenburger Botanische Garten als „Übungsgarten für den Obst und Gemüseanbau“ vom Großherzöglichen Oldenburgisch Evangelischen Schulseminar angelegt, dem Vorläufer der Pädagogischen Hochschule und damit der Universität Oldenburg. Dem ersten Leiter, dem Lehrer Ludwig Wegener, stand damals nicht einmal ein halber Hektar zur Verfügung. Den größten Zuwachs gab es Anfang der 50er Jahre, als die Fläche fast verdoppelt wurde. Eine Besonderheit ist das 1967 künstlich angelegte Hochmoor mit einer Größe von 800 Quadratmetern (PM 210/2007).
Mit Erlass des MWK vom 15.12.1975 wird der staatliche Botanische Garten mit Wirkung vom 1. Januar 1976 in die Universität Oldenburg eingegliedert und dem Fachbereich Mathematik/Naturwissenschaften zugeordnet.
Mit Erlass des MWK wurde am 7. August 1984 die Auflösung des Botanischen Gartens als zentrale Einrichtung und dessen Bildung als Betriebseinheit des Fachbereichs 7 genehmigt (24190 - 008).
Der Botanische Garten dient mit seinen Pflanzenbeständen und wissenschaftlichen Einrichtungen der Lehre und Forschung an der Universität Oldenburg sowie der Bildung der Bevölkerung. Hauptgegenstand seiner Arbeit sind Flora und Vegetation Nordwestdeutschlands unter besonderer Berücksichtigung des Natur- und Umweltschutzes. Darüber hinaus bietet er mit seinen rund 6.000 Pflanzenarten einen Einblick in die Vielfalt des Pflanzenlebens und spezifische Anregungen zum Verständnis systematischer, phylogenetischer, pflanzensoziologischer, ökologischer, physiologischer und genetischer Zusammenhänge. Ferner stellt er Demonstrationsmaterial für die Lehre an der Universität und allgemeinbildenden Schulen zur Verfügung.
Gliederung:
1. Pflanzen Nordwestdeutschlands
2. Pflanzensoziologische Abteilung
3. Pflanzengeographische Abteilung
a) Mittel- und Süddeutschland
b) Alpinum
c) Mittelmeergebiete
d) atlantisches Nordamerika
e) pazifisches Nordamerika
f) Indien/China
g) Japan
h) Mittel- und Südamerika
i) Südafrika
j) Australien
k) Neuseeland
4. Nutzpflanzen
a) Arzneipflanzen
b) Kulturpflanzen aus temperierten Bereichen
c) Kulturpflanzen aus tropischen Bereichen
5. Rhododendrongarten
6. Zierpflanzen
7. Anzucht
8. Tiere
(Veranstaltungsverzeichnis Wintersemester 1985/1986).
In den 80er Jahren entstand auf dem Campus Wechloy der Universität eine 1,7 Hektar große Dependance, die vornehmlich der Anzucht von Pflanzen dient und die Praktika der Studierenden der Biologie und verschiedene Institute mit Pflanzenmaterial versorgt. Hier werden für Forschungsvorhaben auch Pflanzen aus allen Ländern der Welt angezogen, die über den Samentausch nach Oldenburg kommen. Dazu wird ein Archiv mit den Samen von 1.500 Pflanzenarten aus dem Nordwestraum unterhalten. Sie können zu wissenschaftlichen Zwecken von anderen Botanischen Gärten kostenlos abgerufen werden. Auf diese Weise bilden die Einrichtungen ein weltweites Netzwerk. (PM 210/2007)
Seit 2006 gibt es außerdem ein 250 Quadratmeter großes Tropenhaus (PM 210/2007).
Seinen 125. Geburtstag beging der Botanische Garten der Universität Oldenburg mit einem Schautag und einer Festveranstaltung am Sonntag, 17. Juni 2007, 11.15 Uhr. Bei der offiziellen Jubiläumsfeier wurde ein Baum gepflanzt, von dem man noch bis vor kurzem annahm, er sei seit 65 Millionen Jahren ausgestorben: Wollemia nobilis – lange nur als Versteinerung bekannt – wurde 1994 rund 250 Kilometer westlich von Sydney (Australien) in einem abgelegenen Tal der Blue Mountains entdeckt. Der Baum für Oldenburg wurde von der Firma Kienztler gespendet, die die Pflanze in Europa vermarktet. Beim Festakt sprachen Oldenburgs Oberbürgermeister Prof. Dr. Gerd Schwandner, Universitätspräsident Prof. Dr. Uwe Schneidewind und Prof. Dr. Thomas Borsch, der neue Direktor des Botanischen Gartens Grußworte. Das Bläserquintett des Oldenburgischen Staatstheaters sorgte für den musikalischen Rahmen.
Der 2007 3,7 Hektar große Garten am Philosophenweg dient nicht nur der Forschung und Lehre, sondern ist seit jeher eine beliebte Erholungsstätte. Und weist dabei über 5.000 Pflanzenarten auf (PM 210/2007).
Im Jahr 2008 errichtete die Universität Oldenburg in ihrem Botanischen Garten eine „Grüne Schule“ für Kinder und Jugendliche aller Altersstufen. Dafür wurde der ehemalige Betriebshof umgebaut. (Uni-Info 3/2008).
Bestandsgeschichte: Die bisher erfassten Unterlagen entstammen der Ablieferung 8/2022. Sie wurden 2022 verzeichnet, umgebettet (entmetallisiert und mit säurefreien Materialien neu verpackt) sowie im Magazin eingelagert. Ein Aktenplan liegt nicht vor, daher konnte keine Ordnung rekonstruiert werden.
Insgesamt umfasst der Bestand 76 Akten.
Mit Erlass des MWK vom 15.12.1975 wird der staatliche Botanische Garten mit Wirkung vom 1. Januar 1976 in die Universität Oldenburg eingegliedert und dem Fachbereich Mathematik/Naturwissenschaften zugeordnet.
Mit Erlass des MWK wurde am 7. August 1984 die Auflösung des Botanischen Gartens als zentrale Einrichtung und dessen Bildung als Betriebseinheit des Fachbereichs 7 genehmigt (24190 - 008).
Der Botanische Garten dient mit seinen Pflanzenbeständen und wissenschaftlichen Einrichtungen der Lehre und Forschung an der Universität Oldenburg sowie der Bildung der Bevölkerung. Hauptgegenstand seiner Arbeit sind Flora und Vegetation Nordwestdeutschlands unter besonderer Berücksichtigung des Natur- und Umweltschutzes. Darüber hinaus bietet er mit seinen rund 6.000 Pflanzenarten einen Einblick in die Vielfalt des Pflanzenlebens und spezifische Anregungen zum Verständnis systematischer, phylogenetischer, pflanzensoziologischer, ökologischer, physiologischer und genetischer Zusammenhänge. Ferner stellt er Demonstrationsmaterial für die Lehre an der Universität und allgemeinbildenden Schulen zur Verfügung.
Gliederung:
1. Pflanzen Nordwestdeutschlands
2. Pflanzensoziologische Abteilung
3. Pflanzengeographische Abteilung
a) Mittel- und Süddeutschland
b) Alpinum
c) Mittelmeergebiete
d) atlantisches Nordamerika
e) pazifisches Nordamerika
f) Indien/China
g) Japan
h) Mittel- und Südamerika
i) Südafrika
j) Australien
k) Neuseeland
4. Nutzpflanzen
a) Arzneipflanzen
b) Kulturpflanzen aus temperierten Bereichen
c) Kulturpflanzen aus tropischen Bereichen
5. Rhododendrongarten
6. Zierpflanzen
7. Anzucht
8. Tiere
(Veranstaltungsverzeichnis Wintersemester 1985/1986).
In den 80er Jahren entstand auf dem Campus Wechloy der Universität eine 1,7 Hektar große Dependance, die vornehmlich der Anzucht von Pflanzen dient und die Praktika der Studierenden der Biologie und verschiedene Institute mit Pflanzenmaterial versorgt. Hier werden für Forschungsvorhaben auch Pflanzen aus allen Ländern der Welt angezogen, die über den Samentausch nach Oldenburg kommen. Dazu wird ein Archiv mit den Samen von 1.500 Pflanzenarten aus dem Nordwestraum unterhalten. Sie können zu wissenschaftlichen Zwecken von anderen Botanischen Gärten kostenlos abgerufen werden. Auf diese Weise bilden die Einrichtungen ein weltweites Netzwerk. (PM 210/2007)
Seit 2006 gibt es außerdem ein 250 Quadratmeter großes Tropenhaus (PM 210/2007).
Seinen 125. Geburtstag beging der Botanische Garten der Universität Oldenburg mit einem Schautag und einer Festveranstaltung am Sonntag, 17. Juni 2007, 11.15 Uhr. Bei der offiziellen Jubiläumsfeier wurde ein Baum gepflanzt, von dem man noch bis vor kurzem annahm, er sei seit 65 Millionen Jahren ausgestorben: Wollemia nobilis – lange nur als Versteinerung bekannt – wurde 1994 rund 250 Kilometer westlich von Sydney (Australien) in einem abgelegenen Tal der Blue Mountains entdeckt. Der Baum für Oldenburg wurde von der Firma Kienztler gespendet, die die Pflanze in Europa vermarktet. Beim Festakt sprachen Oldenburgs Oberbürgermeister Prof. Dr. Gerd Schwandner, Universitätspräsident Prof. Dr. Uwe Schneidewind und Prof. Dr. Thomas Borsch, der neue Direktor des Botanischen Gartens Grußworte. Das Bläserquintett des Oldenburgischen Staatstheaters sorgte für den musikalischen Rahmen.
Der 2007 3,7 Hektar große Garten am Philosophenweg dient nicht nur der Forschung und Lehre, sondern ist seit jeher eine beliebte Erholungsstätte. Und weist dabei über 5.000 Pflanzenarten auf (PM 210/2007).
Im Jahr 2008 errichtete die Universität Oldenburg in ihrem Botanischen Garten eine „Grüne Schule“ für Kinder und Jugendliche aller Altersstufen. Dafür wurde der ehemalige Betriebshof umgebaut. (Uni-Info 3/2008).
Bestandsgeschichte: Die bisher erfassten Unterlagen entstammen der Ablieferung 8/2022. Sie wurden 2022 verzeichnet, umgebettet (entmetallisiert und mit säurefreien Materialien neu verpackt) sowie im Magazin eingelagert. Ein Aktenplan liegt nicht vor, daher konnte keine Ordnung rekonstruiert werden.
Insgesamt umfasst der Bestand 76 Akten.
Archivbestand
Literatur: ... wo die Zitronen blüh'n ... : das Mittelmeerquartier des Botanischen Gartens Oldenburg Peter Uwe Klinger (https://plus.orbis-oldenburg.de/permalink/f/11df5a8/49GBVUOB_ALMA21147634690003501) Die Geschichte des Botanischen Gartens in Oldenburg (https://plus.orbis-oldenburg.de/permalink/f/jd1i1v/49GBVUOB_ALMA21150864160003501) Wilhelm Meyer (1867-1953) und der Botanische Garten zu Oldenburg : Naturkunde und Naturschutz als Lebensaufgabe (https://plus.orbis-oldenburg.de/permalink/f/jd1i1v/49GBVUOB_ALMA21289488680003501)
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
02.02.2025, 8:13 AM CET