Bezirksverwaltungsgericht Stade 1934-1945 (Bestand)
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NLA ST, Rep. 269
Nds. Landesarchiv, Abt. Stade (Archivtektonik) >> Gliederung >> 1 Staatliche und kommunale Bestände >> 1.1 Akten >> 1.1.4 Fachbehörden (bis heute) >> 1.1.4.6 Polizei und Justiz
1934-1945
Bestandsgeschichte: VORWORT
Das Bezirksverwaltungsgericht in Stade (1934 - 45) war die gerichtliche Nachfolgebehörde des früheren Bezirksausschusses (vgl. Vorwort Rep. 268). Nach 1945 versuchte man zunächst entsprechend dem Aufbau des Bezirksausschusses, richterliche und verwaltungsmäßige Funktionen wieder in einer Behörde zu vereinen. Aber diese Bestrebungen wurden verworfen. So wurde als nächste Nachfolgebehörde 1946 durch die Verordnung zur Wiederaufnahme einer zweistufigen Verwaltungsgerichtsbarkeit und durch Verordnung über die Zuständigkeiten vom 14. 6.1948 das Landesverwaltungsgericht Niedersachsen neu gebildet. Die Verwaltungszuständigkeit, die vor 1933 dem Bezirksausschuss in der Abteilung C oblag, wird nun von dem Hauptausschuss bei der Regierug wahrgenommen.
Sämtliche vom Verwaltungsgericht noch aufbewahrten Akten wurden ebenfalls am 27.2.1959 dem Staatsarchiv übergeben (aus den gewendeten Aktendeckeln ist zum Teil erkennbar, dass das Verwaltungsgericht von sich aus etwa 1947 eine Kassation durchgeführt hat). Die Verzeichnung wurde bis 1937 in dem vom Bezirksausschuss übernommenen Findbuch durchgeführt. Später scheint eine Kartei eingerichtet worden zu sein, soweit man sich zur Orientierung nicht einfach der weitergeführten Prozesslisten bediente. Der Aufbau der Akten entspricht völlig demjenigen des Bezirksausschusses. In gleicher Weise wurden die Nummern des Bezirksausschusses vom Bezirksverwaltungsgericht fortgesetzt und werden anscheinend noch heute im Landesverwaltungsgericht weitergeführt. Seit 1934 liegen, mit wenigen Ausnahmen, nur Akten der Streitsachen erster Instanz vor.
Bei der Kassation wurden dieselben Maßstäbe wie bei den Akten des Bezirksausschusses angelegt. Da die Akten aber durchweg im auffallenden Maße inhaltsleer waren, wurde hier stark kassiert (von ca. 40 Paketen blieben 8 erhalten). Die wenigen Stücke, in denen unmittelbare und mittelbare
Bestandsgeschichte: Auswirkungen des Nationalsozialismus festgestellt werden konnten (SPD-Abgeordneter Jürgens, Sterilisationsakten usw.), wurden aufgehoben. Nach der Neuverzeichnung der Akten und insbesondere nach Anfertigung eines Registers können nun die bündelweise gesammtelten Urteile den sachlich zugehörigen Akten wieder zugeteilt werden.
Die Reinschrift mit den Ergänzungen der Streitgegenstände und das Register wurden von Herrn Heinrich Lathwesen im Oktober 1959 angefertigt, die Übertragung in izn-AIDA von der Angestellten Bettina Stellmann im August 2009 vorgenommen und vom U. gegengelesen.
Stade, im August 2009
Dr. Thomas
Bestandsgeschichte: Bardelle
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Das Bezirksverwaltungsgericht in Stade (1934 - 45) war die gerichtliche Nachfolgebehörde des früheren Bezirksausschusses (vgl. Vorwort Rep. 268). Nach 1945 versuchte man zunächst entsprechend dem Aufbau des Bezirksausschusses, richterliche und verwaltungsmäßige Funktionen wieder in einer Behörde zu vereinen. Aber diese Bestrebungen wurden verworfen. So wurde als nächste Nachfolgebehörde 1946 durch die Verordnung zur Wiederaufnahme einer zweistufigen Verwaltungsgerichtsbarkeit und durch Verordnung über die Zuständigkeiten vom 14. 6.1948 das Landesverwaltungsgericht Niedersachsen neu gebildet. Die Verwaltungszuständigkeit, die vor 1933 dem Bezirksausschuss in der Abteilung C oblag, wird nun von dem Hauptausschuss bei der Regierug wahrgenommen.
Sämtliche vom Verwaltungsgericht noch aufbewahrten Akten wurden ebenfalls am 27.2.1959 dem Staatsarchiv übergeben (aus den gewendeten Aktendeckeln ist zum Teil erkennbar, dass das Verwaltungsgericht von sich aus etwa 1947 eine Kassation durchgeführt hat). Die Verzeichnung wurde bis 1937 in dem vom Bezirksausschuss übernommenen Findbuch durchgeführt. Später scheint eine Kartei eingerichtet worden zu sein, soweit man sich zur Orientierung nicht einfach der weitergeführten Prozesslisten bediente. Der Aufbau der Akten entspricht völlig demjenigen des Bezirksausschusses. In gleicher Weise wurden die Nummern des Bezirksausschusses vom Bezirksverwaltungsgericht fortgesetzt und werden anscheinend noch heute im Landesverwaltungsgericht weitergeführt. Seit 1934 liegen, mit wenigen Ausnahmen, nur Akten der Streitsachen erster Instanz vor.
Bei der Kassation wurden dieselben Maßstäbe wie bei den Akten des Bezirksausschusses angelegt. Da die Akten aber durchweg im auffallenden Maße inhaltsleer waren, wurde hier stark kassiert (von ca. 40 Paketen blieben 8 erhalten). Die wenigen Stücke, in denen unmittelbare und mittelbare
Bestandsgeschichte: Auswirkungen des Nationalsozialismus festgestellt werden konnten (SPD-Abgeordneter Jürgens, Sterilisationsakten usw.), wurden aufgehoben. Nach der Neuverzeichnung der Akten und insbesondere nach Anfertigung eines Registers können nun die bündelweise gesammtelten Urteile den sachlich zugehörigen Akten wieder zugeteilt werden.
Die Reinschrift mit den Ergänzungen der Streitgegenstände und das Register wurden von Herrn Heinrich Lathwesen im Oktober 1959 angefertigt, die Übertragung in izn-AIDA von der Angestellten Bettina Stellmann im August 2009 vorgenommen und vom U. gegengelesen.
Stade, im August 2009
Dr. Thomas
Bestandsgeschichte: Bardelle
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.06.2025, 12:45 MESZ