Rede Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs, gehalten im Residenzschloss in Karlsruhe beim Hofdiner am 18. Januar 1907.
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Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, N von Nicolai Nr. 1, 59
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, N von Nicolai Nachlass Eduard von Nicolai (1858-1914), Präsident der Generalintendanz der Zivilliste
Nachlass Eduard von Nicolai (1858-1914), Präsident der Generalintendanz der Zivilliste >> II. Korrespondenz >> Briefe von Mitgliedern des Hauses Baden >> Großherzog Friedrich I.
18. Januar 1907
"Wir feiern heute einen bedeutungsvollen Gedenktag, den Tag, an dem einst das deutsche Reich wieder erstanden ist. Sie, meine werten Freunde, an diesem Tage hier versammelt zu sehen, Sie an die Bedeutung des Tages, an das Große erinnern zu dürfen, das uns der 18. Januar 1871 gebracht hat, gereicht mir zur lebhaften Freude. Ich sehe unter meinen werten Gasten Herren, deren Brust das eiserne Kreuz schmückt. Da drängt es mich, auch der schweren Opfer zu gedenken, die gebracht werden mussten, bevor das große Werk vollendet war. Wir wollen uns heute des Errungenen freuen und der Hoffnung Ausdruck geben, daß jene Opfer nicht umsonst gebracht sind, daß vielmehr, wenn wieder 37 Jahre dahingeschwunden sind, das deutsche Reich sich der Kraft und Blüte erfreue, in der wir es einst erstehen sahen. Ich lade sie nicht ein, ein Hoch auszubringen, aber wenn wir jetzt unsere Gläser leeren, so geschehe es in dem Wunsche, daß fröhliches Gedeihen unserem deutschen Vaterlande beschieden sein möge!"
Dokument
Bem.: Druck der Reinschrift von Schreiberhand.
Großherzog Friedrich I.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
04.04.2025, 08:15 MESZ
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