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Briefe Armin Fiedler Zweiter Weltkrieg
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Enthält:
1. Brief, 5 S. mit Schreibmaschine auf dünnes Papier gedruckt, OU (?) 24.7.1942 von Armin Fiedler, Gefreiter in einer Funkeinheit, an seine Eltern Edith und Louis Fiedler von einem Ort an der Ostfront 20 km südlich von Stalino (heute Donezk Ukraine)
Schilderung der Fahrt Richtung Süden auf einem LKW mit allen Problemen und Zwischenfällen, Straßenverhältnisse, passierte Orte wie Nowomoskowsk, Pawlograd, Petropawlowka (Nachtlager), Grischino und Stalino. Genaue Beschreibung der Stadt, weiter nach Makejewka, wo Vorkommando liegt. Beschreibung des Aufbaus, des Abladens, Einfluss von Wetterunbill, Essen, Dienstplan, Arbeit als Bodenfunker. Schrecklich die Schilderung des Bombenabwurfes eines deutschen Fliegers, der wegen Motorenschaden abdrehen und wegen der Explosionsgefahr die Bomben abwerfen musste und dabei ein deutsches Fahrzeug getroffen hat. Beerdigung der Kameraden. Informationen zu Paketen, die in beide Richtungen gesendet werden mit Wünschen, familiäre Angelegenheiten.
2. Brief an Schwester Ruth Fiedler, OU, vom 7.9.1942, zu der Zeit in Höchenschwand (Schwarzwald) zur Ausheilung einer Augenkrankheit:
Schilderung des Nachtdienstes, private Angelegenheiten, Angst vor Zerstörung der Heimatstadt Nürnberg
3. Postkarte aus Treptow/Rega, Reseve-Lazarett vom 10.3.1943 an Ruth Fiedler, Häusern (Schwarzwald): Ankündigung von 4 Wochen Heimat-Urlaub, Beantwortung von Fragen von zuhause.
4. Brief vom 4.4.1943 aus Nürnberg, Meuschelstr. 7 an Ruth Fiedler,
"Mein liebes Schwarzwaldmädel!" in Reimform
5. Postkarte vom 9.4.1943 aus Lazarett der Luftwaffe, Nürnberg-Ost, Schmausenbuckstr. 89, an Ruth Fiedler, Häusern
6. Brief vom 16.4.1943, angeheftet Gedicht zu Ostern und mit Gratulation an Ruth Fiedler aus dem Lazarett: Er sendet zu ihrem Geburtstag zwei Aufnahmen, die Onkel Hans gemacht hat. Mutter Edith fügt kurze Grüße an und berichtet von der Arbeit als Entgraterin in Fabrik
7. Brief vom 29.4.1943 an Ruth Fiedler, klärt Verhältnis zu ihr, zu einer Gisela und einer Inge, sieht es selbst als Beichte
8. Feldpostbrief vom 10.5.1943 aus Lazarett in Nürnberg: Aufforderung unbedingt zu schreiben, Bericht von der Hochzeit von Erika, Erkältung.
9. Brief an Ruth Fiedler aus Lazarett vom 1.6.1943: Bericht vom Geburtstag, Dank für die Glückwünsche, neue Freundin, Verlängerung des Lazarettaufenthaltes und Freude über Urlaubstage zuhause.
10. Postkarte an Ruth Fiedler von Armin F. und gesammelter Familie vom 26.5.1943
11. Postkarte Nürnberg, Vestnertor, an Ruth Fiedler vom 15.6.1943 mit Pfingstgrüßen der Familie
12. Postkarte "Idyllische Bachpartie"an Ruth Fiedler vom 21.6.1943, sitzt im "Bayrisch Zell", um sich aufzuheitern und freut sich auf Wiedersehen am Freitag
13. Postkarte an Ruth Fiedler vom 1.7.1943, Dank für die schönen Tage in Häusern, Programm für die letzten Urlaubstage vor Wiederantritt Dienst in Oppeln
14. Postkarte Katze vom 3.7.1943 an Ruth Fiedler mit Grüßen der ganzen Familie
15. Feldpostbrief mit Absenderadresse Breslau vom 11.7.1943: Bericht von der Reise an die Front: Oppeln, Krakau, Lemberg, Baklej (?), nach Ka. (später Namenskoje)
Alte Kompanie, russisches Gebiet. Frühstück in Soldatenheim, Bademöglichkeit.
16. Brief vom 26.8.1943 an Ruth Fiedler mit brüderlichen Ratschlägen in einer persönlichen Angelegenheit
17. Abschrift eines Briefes vom 10.10.1943: Bericht von Kino und Abwechslung durch Fahrt oder Marsch in die 20 km entfernte Stadt Kriwoi Rog, Bekanntschaft mit einem Mädchen, Ankündigung einer Kiste mit Mehl, Zucker, Rauchwaren und Fett
.
18. Abschrift Brief vom 27.10.1943: Nachricht, dass er den Rückzug aus Kriwoi Rog heil überstanden hat, nun in Uman. Kisten sind geplündert worden
19. Abschrift Brief vom 31.10.1943 an Eltern: Bis 22.9.Aufenthalt in Namenskoje, vom 23.9 - 21.10. in Kriwoi Rog, dann Abzug in Namenskoje noch einigermaßen geregelt mit Zuwachs an 4 Kühen und Schweinen und Enten. Vom Ort Kreß mit Elektrizitätsfabrik, ca. 20 km nördlich von Kriwoi Rog an der Straße nach Pjatichatki, weniger geordnet; Magen-Darm-Krankheit vielleicht Gelbsucht; Am 17.10. Brand des Armeebrieflagers, das der Postmeister aus Angst angesteckt hatte. Am 18./19.10. Beobachtung des Rückzuges nach dem Süden, Rauchfahnen am nördl. Horizont. Meldung Russen 30 km vor Kreß. Am 21.10. schnelles Verladen und Fahrt nach Kriwoi Rog. Übernachtung bei Else, dem Mädchen, das sie (Armin F. und Erwin G.) kennengelernt hatten. Bei Rückkehr zur Abteilung Ärger vom Vorgesetzten. Es kommt ein Wagen, der sie mitnimmt über Kassanka nach Bobrinez und Uman. Es ging um Stunden, denn die Russen kamen mit Panzern nach Kriwoi Rog. Privates, Schwester Ruth und Frl. Kley und Erika Himmelseher betreffend, sowie die Lazarettbekannschaften aus Nürnberg und Paketsendungen.
20. Abschrift Brief vom 6.11.43: Bahnlinie zerstört, deshalb erreicht ihn keine Post. 2 Tabakpakete an Vater; Brand des benachbarten Panzer-Ausbesserungswerkes mit Detonationen von Munition, Folge Fensterscheiben zerbrochen; Einkauf von Öl; Ersatz für verlorene Kisten mit Mehl und Zucker; Problem der Verpackung; Wunsch nach Pelzresten und Schuhcreme.
21. Brief vom 14.11.43 an Schwester: Privates, Pläne für den Urlaub, sie zu besuchen, Anregung für sie für eine Verlobung, Foto angefügt (ist nicht mehr vorhanden)
22.Brief an Schwester vom 17.11.43: Paketsendung mit Haarnadeln, Druckknöpfen, etc.
23. Brief vom 1.12.43 an Schwester: Dank für einen erhaltenen Brief mit Kommentaren, Klarstellung, dass Schwester einen echten Freund hat und er nur "Ersatz-Mutter", Sehnsüchte, Urlaubsgedanken
24. Brief an Schwester vom 9.12.43: Grüße zu Weihnachten und zum Neuen Jahr, er hat Dienst an Weihnachten und Sylvester, Schnee.
Angefügter Zettel vom 10.12.43
25. Brief an Schwester vom 4.1.44, wohl aus Lazarett: Hatte Besuch von der Mutter, Schilderung seiner Krankheit, Grätze ?, wird mit Schwefelsalbe am ganzen Körper eingerieben, kann nur im Bett liegen, Bitte um eine Zeitung.
26. Brief von Edith und Armin Fiedler an Ruth aus dem Lazarett in Werl vom 28.1.1944: Bericht von Fahrt, zerstörtes Wuppertal, Unterkunft, dem Wallfahrtsort Werl, in dem von Papen geboren wurde, Paket mit Pullover. Armin drückt seine Freunde über den Besuch der Mutter aus
27. Postkarte Edith und Armin Fiedler an Ruth aus Werl, 1.2.44: Kampf gegen die Grätze; Alarm, ständig
28. Brief an Ruth vom 18.2.44 aus Werl in Englisch und Französisch: Besserung in Sicht, Schneefall
29. Kurzbrief an Schwester vom 4.4.44 mit einer Sendung Pumpernickel
30. Postkarte vom 23.3.44, Holzschnitt eines Soldaten mit Text: Und setzet ihr nicht das Leben ein, nie wird euch das Leben gewonnen sein (Fr. von Schiller). Paket Pumpernickel wird vor Entlassung abgeschickt, Aussicht auf 14 Tage Genesungsurlaub in der Heimat
31. Brief aus Nürnberg an Schwester vom 18.4.44: Rat und Warnung in einer privaten Angelegenheit, ein auf Englisch geschriebener Brief, den sie dem Vater zum Übersetzen gegeben hat, spielt dabei eine Rolle. Warnung an den "Verkehrten" zu geraten.
32. Feldpost-Brief mit Absender Wien an Schwester vom 15.5.1944: Bericht der Reise zur Kompanie: Oppeln, Berlin, zurück nach Nürnberg, Wien, dort vom 29.4. bis 5.5., verliebt sich, Budapest, Szolnok, Arad, Kronstadt (Brasov), Poeschti, bis 12 km vor Bukarest. Dort Ende der Bahn. Mit LKW nach Focsani. Frühlingswetter. Kein Wehrsold, weil keine Lei da
33. Gruß-Postkarte aus Wien mit Abbildung des Burgtheaters und der Stadt vom 29.4.1944
34. Brief vom 18.5.1944 an Schwester: Dank für die Glückwünsche zur Beförderung zum Obergefreiten, kann dem Wunsch seiner Schwester nach Schuhen nicht entsprechen, denn er hat nicht genug Lei, hat für Mutter Seife besorgt, schildert Boxkampf von zwei Kommilitonen
35. Brief vom 1.6.1944 an Schwester: Dank für Geburtstagsglückwunsch, Bericht vom "Festtag", Zigarettenzuteilung und Wein, sommerliche Temperaturen, Kino "Feuerzangenbowle", Abzug morgen wahrscheinlich.
36. Brief vom 15.6.44 an Schwester: Ist jetzt in Galizien. Reiseroute: Plvesti, Predeal-Pass, Kronstadt, Weidenbach, dort 3 schöne Tage, Hermannstadt, Übernachtung in Grosau, Karlsburg, Turda, Grenze nach Ungarn, Klausenburg, Großwardein, Debrecen, Übernachtung bei einem Müller, Szatmar, Bereyszasz, Munkacs, Ungvar, ungar. - slowakische Grenze, Michalovec, Pukla-Pass nach Dukla (Polen), Sanok ... Ende des Briefes fehlt.
37. Brief vom 25.6.44 an Schwester: Auf einer Zugfahrt, Zeit seinen Frauen zu schreiben, besonders seiner Liebe aus Wien. Bericht von einem Kesseltreiben gegen Partisanen mit 200 Gefangenen. Heer erbeutet Panzer, Geschütze und Gefangene. Kino: "Zum weißen Rössl am Wolfgangsee". Sonntagessen
38. Brief vom 27.6.44 an Schwester: Dank für Paket mit Buch von Breslauer, Klage über traurige Gegend und Wetter.
39. Brief vom 27.8.44 an Schwester: Viel Belangloses zum Wetter, Kino, Schwärmerei über seine Liebe Sosia, deutsch Sofie, Auflösung der Abteilung in den nächsten Tagen
Umfang/Beschreibung: 39 Briefe und Postkarten
Archivale
Indexbegriff Person: Breslauer, N
Indexbegriff Person: Fiedler, Armin
Indexbegriff Person: Fiedler, Edith
Indexbegriff Person: Fiedler, Louis
Indexbegriff Person: Fiedler, Ruth
Indexbegriff Person: Himmelseher, Erika
Indexbegriff Person: Kley, Ingeborg
Indexbegriff Person: Papen, Franz von
Indexbegriff Sache: Klassifikation E 10-Bestände: NL Kinder Ruth und Armin Fiedler
Briefe Zweiter Weltkrieg
Bombenabwurf
Pakete
Entgraterin
Feldpostbrief
Grätze
Zweiter Weltkrieg
Lazarett
Funker
Kino
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.