Kirchweih in Artelshofen
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E 49/II Nr. 958
E 49/II Holzschuher/Akten und Rechnungen
Holzschuher/Akten und Rechnungen
1693 - 1726
Enthält:
Mehrere Themenkomplexe in Zusammenhang mit der Kirchweih in Artelshofen aus der Zeit des Johann Christof Tetzel.
1693 wird der Pfleger von Hartenstein durch Tetzel zur Kirchweih eingeladen. Er will auch einen Amtsknecht zum Kirchweihschutz absenden.
1697 soll der Pfleger von Hartenstein, Jacob de Noblet, den Kirchweihschutz nicht ausüben. Er unterlässt dies nur für dieses Mal, weil Tetzel ein Töchterlein kurz nach der Geburt verloren hat.
1700 beschwert sich Tetzel gegen den Pfleger von Velden, Christof Jakob Holzschuher, der den Kirchweihschutz ausüben will. Inzwischen wurde der Schutz von Tetzels eigenen Leuten besorgt. Das Friedgebot verlas der Dorfhauptmann. Protest Holzschuhers an die Landpfleger. Protokoll der Landpfleger: Das Friedgebot hatte ein hiesiger Amtsknecht, der Schütze Nikolaus Vogel im Auftrag des Kriegsamts verkündet.
1707 wird die Kirchweih, die auf den Ostersonntag fallen würde, auf den Ostermontag verlegt. Georg Heinrich Pömer, Pfleger von Velden, wird den Schutz ausüben lassen.
1718 ein ähnlicher Fall. Kenntnisnahme durch F.W.de Lützelbourg, Pfleger in Hartenstein.
1720 fällt die Kirchweih wegen des Todes der Kaiserin-Mutter aus. Schreiben Hartenstein, wie vor.
1722 protestiert der Pfleger von Hartenstein, wie vor, weil Tetzel seinen Untertanen den Besuch der Kurbayerischen Wirtschaft in Artelshofen zur Kirchweih bei Strafe untersagt hat. Antwort Tetzels: Das Verbot bezog sich generell auf alle Wirtshäuser, da die Kirchweih auf einen Freitag gefallen war.
1723 stellt sich heraus, dass der Müller in Enzendorf die Artelshofener Walburgis-Kirchweih im Stadel seiner Mühle mit Tanz und Musik begeht. Beteiligt: Johann Friedrich Pömer, Pfleger zu Hersbruck. Protokoll der Aussage des Artelshofener Amtsknechts Christian Dennelein. Er hat von Herrschafts wegen in Enzendorf protestiert, und erst nachdem er wieder weggegangen war, tanzte man beim Müller weiter. Dabei:
Protokoll von 1719: Verwalter (Johann) Konrad Heberlein lässt den Tanz zu Enzendorf durch den Pfleger von Hersbruck verbieten.
1725 fällt die Kirchweih wegen des Todes zweier Schwestern Tetzels aus. Kenntnisnahme und Kondolenz des Pflegers von Hartenstein, Lützelbourg.
1726: Bitte Hartensteins, wie vor, die Kirchweih wegen des Todes des Kurfürsten von Bayern ausfallen zu lassen.
Mehrere Themenkomplexe in Zusammenhang mit der Kirchweih in Artelshofen aus der Zeit des Johann Christof Tetzel.
1693 wird der Pfleger von Hartenstein durch Tetzel zur Kirchweih eingeladen. Er will auch einen Amtsknecht zum Kirchweihschutz absenden.
1697 soll der Pfleger von Hartenstein, Jacob de Noblet, den Kirchweihschutz nicht ausüben. Er unterlässt dies nur für dieses Mal, weil Tetzel ein Töchterlein kurz nach der Geburt verloren hat.
1700 beschwert sich Tetzel gegen den Pfleger von Velden, Christof Jakob Holzschuher, der den Kirchweihschutz ausüben will. Inzwischen wurde der Schutz von Tetzels eigenen Leuten besorgt. Das Friedgebot verlas der Dorfhauptmann. Protest Holzschuhers an die Landpfleger. Protokoll der Landpfleger: Das Friedgebot hatte ein hiesiger Amtsknecht, der Schütze Nikolaus Vogel im Auftrag des Kriegsamts verkündet.
1707 wird die Kirchweih, die auf den Ostersonntag fallen würde, auf den Ostermontag verlegt. Georg Heinrich Pömer, Pfleger von Velden, wird den Schutz ausüben lassen.
1718 ein ähnlicher Fall. Kenntnisnahme durch F.W.de Lützelbourg, Pfleger in Hartenstein.
1720 fällt die Kirchweih wegen des Todes der Kaiserin-Mutter aus. Schreiben Hartenstein, wie vor.
1722 protestiert der Pfleger von Hartenstein, wie vor, weil Tetzel seinen Untertanen den Besuch der Kurbayerischen Wirtschaft in Artelshofen zur Kirchweih bei Strafe untersagt hat. Antwort Tetzels: Das Verbot bezog sich generell auf alle Wirtshäuser, da die Kirchweih auf einen Freitag gefallen war.
1723 stellt sich heraus, dass der Müller in Enzendorf die Artelshofener Walburgis-Kirchweih im Stadel seiner Mühle mit Tanz und Musik begeht. Beteiligt: Johann Friedrich Pömer, Pfleger zu Hersbruck. Protokoll der Aussage des Artelshofener Amtsknechts Christian Dennelein. Er hat von Herrschafts wegen in Enzendorf protestiert, und erst nachdem er wieder weggegangen war, tanzte man beim Müller weiter. Dabei:
Protokoll von 1719: Verwalter (Johann) Konrad Heberlein lässt den Tanz zu Enzendorf durch den Pfleger von Hersbruck verbieten.
1725 fällt die Kirchweih wegen des Todes zweier Schwestern Tetzels aus. Kenntnisnahme und Kondolenz des Pflegers von Hartenstein, Lützelbourg.
1726: Bitte Hartensteins, wie vor, die Kirchweih wegen des Todes des Kurfürsten von Bayern ausfallen zu lassen.
Archivale
Indexbegriff Person: Dennelein, Christian
Indexbegriff Person: Heberlein, Johann Konrad
Indexbegriff Person: Holzschuher, Christof Jakob
Indexbegriff Person: Lützelburg, Ferdinand Wilhelm Freiherr von
Indexbegriff Person: Noblet, Jacob de
Indexbegriff Person: Pömer, Georg Heinrich
Indexbegriff Person: Pömer, Johann Friedrich
Indexbegriff Person: Tetzel, Johann Christof
Indexbegriff Person: Vogel, Nicolaus
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Kirchengerechtigkeit
Indexbegriff Person: Heberlein, Johann Konrad
Indexbegriff Person: Holzschuher, Christof Jakob
Indexbegriff Person: Lützelburg, Ferdinand Wilhelm Freiherr von
Indexbegriff Person: Noblet, Jacob de
Indexbegriff Person: Pömer, Georg Heinrich
Indexbegriff Person: Pömer, Johann Friedrich
Indexbegriff Person: Tetzel, Johann Christof
Indexbegriff Person: Vogel, Nicolaus
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Kirchengerechtigkeit
Artelshofen
Artelshofen - Oberes Dorf, Wirtschaft
Artelshofen - Unteres Dorf, Brandenburger (Wirtshaus)
Enzendorf, Mühle
Hartenstein
Hersbruck
Velden
Kirchweih
Kirchweihschutz
Pfleger, Hartenstein
Pfleger, Hersbruck
Pfleger, Velden
Amtsknecht
Kirchweih Verlegung
Kirchweih ausgefallen
Landpfleger
Friedgebot
Todesfall
Dorfhauptmann
Protest
Protokoll
Kriegsamt
Schütze
Kenntnisnahme
Verbot
Strafe
Müller
Mühle
Stadel
Tanz
Verwalter
Kondolenz
Kurfürst von Bayern
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.06.2025, 13:02 MESZ