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Akademischer Senat (I), Protokolle >> Acta Senatus, Bd. X
Enthält: Anwesend: Rektor Hafenreffer, Osiander, Sigward, Harpprecht, Halbritter, Magirus, Bocer, Bajer, Besold, Haug, Bloß, Faber, Welling. Maestlin, Colb; 1.) Klage des Junkers v. Closen über die Magd des Konrad Melper, Maler zu Tübingen, wegen übler Nachrede bezüglich seiner Töchter. (Bäcker Hans Klein) [UAT 2/10, Bl. 137f.]; 2.) Dr. Bajer und Synd. [Johann Konrad Essich] nach Stuttgart gesandt wegen eines Ausstands bei Johann Konrad Ungellter mit dem Auftrag, auf keine Verschreibung oder Transaktion einzugehen. Gleichzeitig Verhandlung mit den Majerischen. [UAT 2/10, Bl. 137']; 3.) Vorladung des Jakob Hiller und Johann Philip Baur wegen Vereidigung für die Fabersche Kuratel. Verlesenes officium tutorum. [UAT 2/10, Bl. 137'f]; 4.) Anfrage in Sachen kostenloser Druck von acta doctoralia letztjähriger Promoventen. [UAT 2/10, Bl. 138]; 5.) Der Anna Maria Leyrer, Tochter des Pergamenters [Erasmus] Leyrer, gewährtes Almosen für Wohnungsmiete. [UAT 2/10, Bl. 138]; 6.) Dem Johann Alexander Cellius bewilligte Interzession beim Fürsten wegen erlittenen Schadens durch begonnenen Druck der "Descript. Nuptiarum Württemb." von Dr. [Johann Philip] Hornmoldt (Anm. 1). [UAT 2/10, Bl. 138f.]; 7.) In Sachen festzulegende Buchbindersteuer auf die Beschlüsse von Straßburg, Ulm und Augsburg zu warten. [UAT 2/10, Bl. 138']; Anm. 1: MUT 18496.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.