B Rep. 232-05 Verein Viktoria Studienhaus (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
B Rep. 232-05
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> B Bestände (West-) Berliner Behörden bis 1990 >> B 7 Organisationen und Vereine >> B 7.3 Vereine und Verbände
Vorwort: B Rep. 232-05 Verein Viktoria Studienhaus
1. Vereinsgeschichte
Der 1869 gegründete Verein stand unter der Schirmherrschaft der damaligen Kronprinzessin Victoria. Anfänglich führte er den Namen "Victoria-Lyzeum", der später in "Victoria-Studienhaus" umbenannt wurde. Seine Umbenennung wurde am 01.06.1915 durch die Generalversammlung beschlossen. 1884 erhielt der Verein die Rechte einer juristischen Person. Er diente dem Zweck, durch geeignete Veranstaltungen die höhere Bildung des weiblichen Geschlechts zu fördern. Durch ein Studentinnenheim sollten die Bedingungen und Voraussetzungen für Studentinnen geschaffen werden, um eine möglichst vollkommene Erreichung des Studienzweckes zu gewährleisten. Das Studentinnenheim "Haus Ottilie von Hansemann" befand sich auf dem Grundstück in der Berliner Straße 37-38 (ab 1957 Otto-Suhr-Allee 18/20) in Berlin-Charlottenburg. Die Grundsteinlegung dieses Hauses fand am 28.04.1914 und die Inbetriebnahme im Oktober 1915 statt. Zuerst fanden nur Studierende der wissenschaftlichen Hochschulen Aufnahme, dies änderte sich mit dem Wintersemester 1919/20. Danach konnten sich auch Studierende, die die künstlerische Studienrichtung wählten oder sich auf andere gehobene Berufe vorbereiteten, bewerben. Am 28.09.1949 wurde die Wiederzulassung des Vereins "Victoria Studienhaus" als nichtpolitische Organisation für den Bereich von Groß-Berlin beantragt und am 18.01.1950 genehmigt. Die Zielsetzungen des wiederzugelassenen Vereins blieben unverändert. Im Jahre 1977 wurde der Verein aufgelöst.
Die Akten wurden 1983 vom Senator für Finanzen übergeben. Ein weiterer Überlieferungsteil gelangte 1992 vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen an das Landesarchiv Berlin.
2. Bestandsbeschreibung
Enthält:
Vereinsgremien.- Grundstücks-, Gebäude- und Mietunterlagen.- Personalangelegenheiten.- Finanz- und Steuerunterlagen.- Studentinnenbetreuung.- Stipendien.
Erschlossen: 77 [AE] 1.35 [lfm] Nicht erschlossen: 1.20 [lfm] Laufzeit: (1914 -) 1950 - 1971
Datenbank Findbuch
Benutzungsbeschränkung
Zitierformel
3. Korrespondierende Bestände
A Pr.Br.Rep. 030-04 - Polizeipräsidium Berlin - Vereine Nr. 3056, betr. Victorias Studienhaus zur Förderung des weiblichen Geschlechts Berlin-Charlottenburg (1884 - 1929)
B Rep. 009 - Senatsverwaltung für Bau- und Wohnungswesen Nr. 465, betr. Enteignungsverfahren des Landes Berlin gegen Grundstückseigentümer, Enthält: Berliner Str. 37 / 38 in Charlottenburg; Victoria Studienhaus. (1956 - 1960)
B Rep. 020 - Der Polizeipräsident in Berlin Nr. 4249, betr. Vereinsakte Victoria-Studienhaus (Förderung von Studentinnen), gegr. 1869 (1949 - 1957)
B Rep. 235-DS - Helene-Lange-Archiv - Drucksachensammlung MF-Nr. 3617, betr.
Haus Ottilie von Hansemann. Victoria-Studienhaus. Nachrichtenblatt. Nr 6. Als Ms. gedr. Berlin 1930: Linde. 20 S.
F Rep. 251-01 - Postkartensammlung Stadtarchiv bis 1990 Nr. 4189 Postkarte "Berlin, Viktoria - Studienhaus - Internationales Studentinnenheim" ohne Datum
4. Literatur
?
Berlin, Januar 2017 Kerstin Bötticher
1. Vereinsgeschichte
Der 1869 gegründete Verein stand unter der Schirmherrschaft der damaligen Kronprinzessin Victoria. Anfänglich führte er den Namen "Victoria-Lyzeum", der später in "Victoria-Studienhaus" umbenannt wurde. Seine Umbenennung wurde am 01.06.1915 durch die Generalversammlung beschlossen. 1884 erhielt der Verein die Rechte einer juristischen Person. Er diente dem Zweck, durch geeignete Veranstaltungen die höhere Bildung des weiblichen Geschlechts zu fördern. Durch ein Studentinnenheim sollten die Bedingungen und Voraussetzungen für Studentinnen geschaffen werden, um eine möglichst vollkommene Erreichung des Studienzweckes zu gewährleisten. Das Studentinnenheim "Haus Ottilie von Hansemann" befand sich auf dem Grundstück in der Berliner Straße 37-38 (ab 1957 Otto-Suhr-Allee 18/20) in Berlin-Charlottenburg. Die Grundsteinlegung dieses Hauses fand am 28.04.1914 und die Inbetriebnahme im Oktober 1915 statt. Zuerst fanden nur Studierende der wissenschaftlichen Hochschulen Aufnahme, dies änderte sich mit dem Wintersemester 1919/20. Danach konnten sich auch Studierende, die die künstlerische Studienrichtung wählten oder sich auf andere gehobene Berufe vorbereiteten, bewerben. Am 28.09.1949 wurde die Wiederzulassung des Vereins "Victoria Studienhaus" als nichtpolitische Organisation für den Bereich von Groß-Berlin beantragt und am 18.01.1950 genehmigt. Die Zielsetzungen des wiederzugelassenen Vereins blieben unverändert. Im Jahre 1977 wurde der Verein aufgelöst.
Die Akten wurden 1983 vom Senator für Finanzen übergeben. Ein weiterer Überlieferungsteil gelangte 1992 vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen an das Landesarchiv Berlin.
2. Bestandsbeschreibung
Enthält:
Vereinsgremien.- Grundstücks-, Gebäude- und Mietunterlagen.- Personalangelegenheiten.- Finanz- und Steuerunterlagen.- Studentinnenbetreuung.- Stipendien.
Erschlossen: 77 [AE] 1.35 [lfm] Nicht erschlossen: 1.20 [lfm] Laufzeit: (1914 -) 1950 - 1971
Datenbank Findbuch
Benutzungsbeschränkung
Zitierformel
3. Korrespondierende Bestände
A Pr.Br.Rep. 030-04 - Polizeipräsidium Berlin - Vereine Nr. 3056, betr. Victorias Studienhaus zur Förderung des weiblichen Geschlechts Berlin-Charlottenburg (1884 - 1929)
B Rep. 009 - Senatsverwaltung für Bau- und Wohnungswesen Nr. 465, betr. Enteignungsverfahren des Landes Berlin gegen Grundstückseigentümer, Enthält: Berliner Str. 37 / 38 in Charlottenburg; Victoria Studienhaus. (1956 - 1960)
B Rep. 020 - Der Polizeipräsident in Berlin Nr. 4249, betr. Vereinsakte Victoria-Studienhaus (Förderung von Studentinnen), gegr. 1869 (1949 - 1957)
B Rep. 235-DS - Helene-Lange-Archiv - Drucksachensammlung MF-Nr. 3617, betr.
Haus Ottilie von Hansemann. Victoria-Studienhaus. Nachrichtenblatt. Nr 6. Als Ms. gedr. Berlin 1930: Linde. 20 S.
F Rep. 251-01 - Postkartensammlung Stadtarchiv bis 1990 Nr. 4189 Postkarte "Berlin, Viktoria - Studienhaus - Internationales Studentinnenheim" ohne Datum
4. Literatur
?
Berlin, Januar 2017 Kerstin Bötticher
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Für nähere Informationen zu Nutzungs- und Verwertungsrechten kontaktieren Sie bitte info@landesarchiv.berlin.de.
22.08.2025, 11:21 MESZ