Herold, Karl (Bestand)
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BArch N 1176
call number: N 1176
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Nachlässe und Sammlungen >> Nachlässe >> H
1890-1930
Geschichte des Bestandsbildners: Mitglied des preußischen Abgeordnetenhauses bzw. Landtages (1889-1931), MdR (Zentrum, 1898-1931)
Lebensdaten
20 07.1848 geboren in Haus Loevelinkloe b. Amelsbüren
Gymnasium Münster
1867-1868 Universität Halle
1870 Übernahme des väterlichen Guts
seit 1889 Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses
seit 1898 Mitglied des Reichstages
stellvertretender Vorsitzender der Zentrumsfraktion des Abgeordnetenhauses
Ehrenvorsitzender der Reichstagsfraktion und der Deutschen
Zentrumspartei sowie Vorsitzender der Westfälischen Zentrumspartei
Mitglied des Zentralkomitees der Katholiken Deutschlands
Vorstandmitglied des Volksvereins für das Katholische Deutschland
seit 1903 Mitglied des Provinziallandtages
seit 1920 Ehrendirektor des Meiereiverbandes Westfalen, Lippe und Waldeck
Ehrendirektor des landwirtschaftlichen Hauptvereins für den Kreis Münster i.W.
seit 1919 Direktor des landwirtschaftlichen Hauptvereins für den Regierungsbezirk Münster
Mitglied der Landwirtschaftskammer für Westfalen
Ehrenbürger der Gemeinde Amelsbüren
13.01.1931 gestorben
Bestandsbeschreibung: Materialsammlungen und Sachakten aus der parlamentarischen Tätigkeit, vor allem Angelegenheiten der Landwirtschaft und Wirtschaft, der Polenpolitik sowie katholischer Verbände und Organisationen (Generalversammlung der Katholiken Deutschlands 1894-1921); Korrespondenzen zur Politik des Zentrums, insbesondere in Westfalen. (Stand: 1977)
Inhaltliche Charakterisierung: Die in diesem vorläufigen Verzeichnis aufgeführten Papiere aus dem Nachlass des Zentrumspolitikers Karl Herold gelangten in zwei Abgaben 1971 und 1975 in das Bundesarchiv und wurden von Herrn Karl Herold, einem Enkel des Nachlassers, der Bundesrepublik übereignet.
Obwohl es sich bei dieser Überlieferung im Sinne Mommsens („Die Nachlässe in den deutschen Archiven", Boppard 1971, Einleitung) um einen „echten" Nachlass handelt, tradiert sie nur in geringem Maße direkt Handeln, Wollen und Vorstellungswelt des führenden landwirtschaftlichen Vertreters in der Deutschen Zentrumspartei. Der wissenschaftliche Wert dieses Bestandes liegt aber nicht nur in den (in relativ bescheidendem Umfange) enthaltenden Korrespondenzen bedeutender Zentrumspolitiker, sondern auch, da das Schriftgut der Zentrumspartei selbst als vernichtet angesehen werden muss, in den anderen Papieren, die Informationen über das Zentrum Enthalten und darüber hinaus in den Materialsammlungen zur parlamentarischen Tätigkeit, die vielfach die Einflussnahme und deren Versuch von Interessentengruppen auf parlamentarische Entscheidungen verdeutlichen.
Kassiert wurde ein vielfaches des verwahrten Bestandes, insbesondere amtliche Drucksachen des Reichstages, des Preußischen Abgeordnetenhauses sowie des Preußischen Landtages; Drucksachen, die mehrfach in Bibliotheken, auch in der Amtsdrucksachensammlung des Bundesarchivs vorhanden sind. Bei einer entgültigen Ordnung und Erschließung des Bestandes sollte mit Blick auf die Zeitgeschichtlichen Sammlungen des Bundesarchivs noch einmal ein Augenmerk darauf gerichtet werden, ob der Anteil an Drucksachen weiter verringert werden kann. Daneben erscheint vor allem eine Harmonisierung des Ordnungszustandes angebracht.
Koblenz, 1975
Dr. Reiser
Zitierweise: BArch N 1176/...
Lebensdaten
20 07.1848 geboren in Haus Loevelinkloe b. Amelsbüren
Gymnasium Münster
1867-1868 Universität Halle
1870 Übernahme des väterlichen Guts
seit 1889 Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses
seit 1898 Mitglied des Reichstages
stellvertretender Vorsitzender der Zentrumsfraktion des Abgeordnetenhauses
Ehrenvorsitzender der Reichstagsfraktion und der Deutschen
Zentrumspartei sowie Vorsitzender der Westfälischen Zentrumspartei
Mitglied des Zentralkomitees der Katholiken Deutschlands
Vorstandmitglied des Volksvereins für das Katholische Deutschland
seit 1903 Mitglied des Provinziallandtages
seit 1920 Ehrendirektor des Meiereiverbandes Westfalen, Lippe und Waldeck
Ehrendirektor des landwirtschaftlichen Hauptvereins für den Kreis Münster i.W.
seit 1919 Direktor des landwirtschaftlichen Hauptvereins für den Regierungsbezirk Münster
Mitglied der Landwirtschaftskammer für Westfalen
Ehrenbürger der Gemeinde Amelsbüren
13.01.1931 gestorben
Bestandsbeschreibung: Materialsammlungen und Sachakten aus der parlamentarischen Tätigkeit, vor allem Angelegenheiten der Landwirtschaft und Wirtschaft, der Polenpolitik sowie katholischer Verbände und Organisationen (Generalversammlung der Katholiken Deutschlands 1894-1921); Korrespondenzen zur Politik des Zentrums, insbesondere in Westfalen. (Stand: 1977)
Inhaltliche Charakterisierung: Die in diesem vorläufigen Verzeichnis aufgeführten Papiere aus dem Nachlass des Zentrumspolitikers Karl Herold gelangten in zwei Abgaben 1971 und 1975 in das Bundesarchiv und wurden von Herrn Karl Herold, einem Enkel des Nachlassers, der Bundesrepublik übereignet.
Obwohl es sich bei dieser Überlieferung im Sinne Mommsens („Die Nachlässe in den deutschen Archiven", Boppard 1971, Einleitung) um einen „echten" Nachlass handelt, tradiert sie nur in geringem Maße direkt Handeln, Wollen und Vorstellungswelt des führenden landwirtschaftlichen Vertreters in der Deutschen Zentrumspartei. Der wissenschaftliche Wert dieses Bestandes liegt aber nicht nur in den (in relativ bescheidendem Umfange) enthaltenden Korrespondenzen bedeutender Zentrumspolitiker, sondern auch, da das Schriftgut der Zentrumspartei selbst als vernichtet angesehen werden muss, in den anderen Papieren, die Informationen über das Zentrum Enthalten und darüber hinaus in den Materialsammlungen zur parlamentarischen Tätigkeit, die vielfach die Einflussnahme und deren Versuch von Interessentengruppen auf parlamentarische Entscheidungen verdeutlichen.
Kassiert wurde ein vielfaches des verwahrten Bestandes, insbesondere amtliche Drucksachen des Reichstages, des Preußischen Abgeordnetenhauses sowie des Preußischen Landtages; Drucksachen, die mehrfach in Bibliotheken, auch in der Amtsdrucksachensammlung des Bundesarchivs vorhanden sind. Bei einer entgültigen Ordnung und Erschließung des Bestandes sollte mit Blick auf die Zeitgeschichtlichen Sammlungen des Bundesarchivs noch einmal ein Augenmerk darauf gerichtet werden, ob der Anteil an Drucksachen weiter verringert werden kann. Daneben erscheint vor allem eine Harmonisierung des Ordnungszustandes angebracht.
Koblenz, 1975
Dr. Reiser
Zitierweise: BArch N 1176/...
Herold, Karl, 1848-1931
148 Aufbewahrungseinheiten; 2,5 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Besondere Benutzungsbedingungen: Die Benutzung unterliegt keinen anderen Beschränkungen als der Beachtung von Persönlichkeitsschutzrechten Betroffener und Schutzwürdiger Belange Dritter.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
24.04.2026, 10:58 AM CEST