Intendantur des Generalkommandos und des Stellvertretenden Generalkommandos sowie die Abwicklungsintendantur des XIV. Armeekorps (Bestand)
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Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 456 F 150
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik) >> Neuere Bestände (vornehmlich ab ca. 1800) >> Krieg >> XIV. (Badisches) Armeekorps >> Sonstige Formationen
1806-1926
Überlieferungsgeschichte
Es handelt sich um die Akten der Intendantur des Generalkommandos (Frieden) und des Stellvertretenden Generalkommandos (Krieg) sowie der Abwicklungsintendantur des XIV. Armeekorps.
Die Intendantur war eine militärische Verwaltungsbehörde, deren Aufgabe in der materiellen Versorgung der Truppe bestand.
Inhalt und Bewertung
Inhaltlich besteht der Bestand vor allem aus der Überlieferung der allgemeinen internen Verwaltung der Korpsintendantur des Generalkommandos des XIV. Armeekorps, ihren Aufgaben sowie der permanenten Versorgung und Organisation der Truppe. Besonders nennenswert sind die Aktengruppen über die Organisation der Versorgungs- und Wirtschaftsformationen, den Geschäftsbetrieb, die Personalangelegenheiten, die militärischen Stiftungen, die Zahlmeisterangelegenheiten, die Stellenbesetzungen, die Bauangelegenheiten im Korpsbezirks, die Baupläne, die Kasernenwärter, den Reichsgrundbesitz, den Grundbesitz in den Garnisonen, die Garnisonseinrichtungen sowie die Prozesse in wirtschaftlichen und vertraglichen Streitigkeiten.
Formationsgeschichte: Es handelt sich um die Akten der Intendantur des Generalkommandos (Frieden) und des Stellvertretenden Generalkommandos (Krieg) sowie der Abwicklungsintendantur des XIV. Armeekorps. Die Intendantur war eine militärische Verwaltungsbehörde, deren Aufgabe in der materiellen Versorgung der Truppe - außer Waffen- und Munitionsversorgung - bestand. Bei jedem Armeekorps existierte ursprünglich eine in 4 Sektionen eingeteilte Korpsintendantur, bei den Divisionen eine Divisionsintendantur. An der Spitze der Korpsintendantur stand ein Korpsintendant, der direkt dem Militär-Ökonomiedepartement des Kriegsministeriums unterstellt war. Ihm unterstanden wiederum die Divisionsintendanturen. Bezüglich der militärischen Befehlsgewalt waren die Korpsintendanturen den kommandierenden Generalen der Armeekorps unterstellt. Bei der Mobilmachung rückte die Intendantur des Generalkommandos des XIV. Armeekorps mit diesem zusammen ins Feld; an deren Stelle trat die Stellvertretende Intendantur des Stellvertretenden Generalkommandos des XIV. Armeekorps. Der Geschäftsbereich der Intendantur gliederte sich in 5 Abteilungen. Hinzu kam noch die Direktion sowie eine Bau- und Rechtsabteilung. Die Zuständigkeiten der einzelnen Abteilungen waren sehr heterogen. Die folgende Gliederung zeigt deshalb nur die wichtigsten Aufgabenbereiche auf. Abteilung I Etat-, Kosten- und Kassenwesen, Prüfung der Jahresrechnungen Gehaltsangelegenheiten Abteilung II Naturalverpflegungsabteilung, Festungsbauangelegenheiten, Beschaffung und Überweisung des Bedarfs an Naturalien, Leitung und Beaufsichtigung der Magazinverwaltungen, Personalangelegenheiten der Magazinbeamten, Etappen-Verpflegungsangelegenheiten, bauliche Unterhaltung der Magazingebäude, Kontrolle des Rechnungswesens der Festungsbaukassen Abteilung III Bekleidungsangelegenheiten, Angelegenheiten des Trains, Angelegenheiten aus dem Militärbildungs-, Erziehungs- und Unterrichtswesen, Remonteangelegenheiten, Invalidenwesen Abteilung IV Garnisonverwaltungsangelegenheiten, bauliche Unterhaltung der Lazarettgebäude, Feststellung der Flurentschädigungsgelder Abteilung V Lazarettabteilung, Krankenfürsorgeangelegenheiten (vor 1890 war hierfür die Abteilung IV zuständig), Sicherstellung des Arzneimittelbedarfs, Invalidenpensionsangelegenheiten, Rechnungswesen in Lazarettangelegenheiten Ein wichtiger Bestandteil bilden auch die zahlreichen Baupläne für Militärbauten.
Bestandsgeschichte: Nach Kriegsende verblieben die Akten der Intendantur beim Generalkommando des XIV. Armeekorps. Ab Januar 1920 wurde mit der Einrichtung eines Korpsarchivs begonnen. Im Herbst 1920 zog das Korpsarchiv in die Infanteriekaserne Heilbronn um. Ab Januar 1921 trat das Korpsarchiv unter der Bezeichnung Aktenverwaltung XIV in den Geschäftsbereich des Reichsministeriums des Innern, bevor es am 1. April 1921 als Archivzweigstelle Heilbronn dem Reichsarchiv in Potsdam eingegliedert wurde. Infolge der Vereinigung der Reichsarchivzweigstellen Heilbronn und Stuttgart gelangten die Bestände im Jahr 1924 nach Stuttgart. Die Württembergische Archivdirektion, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs die Verwaltung der Bestände des Heeresarchivs Stuttgart übernahm, gab in den Jahren 1947 bis 1949 die Überlieferung des XIV. Armeekorps an das Generallandesarchiv Karlsruhe ab. Eine sehr ausführliche Bestandsgeschichte ist im Vorwort des Stellvertretenden Generalkommandos des XIV. Armeekorps (Bestand 456 F 8) enthalten. Der Bestand umfasst 1583 Archivalieneinheiten mit einem Umfang von 28 laufenden Metern.
Literaturhinweise: Die Badener im Weltkrieg 1914/1918, bearbeitet von Wilhelm Müller-Loebnitz, Karlsruhe 1935. Deutsche Militärgeschichte in sechs Bänden 1648-1939, hrsg. vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt Freiburg, München 1983. Fenske, Hans: Die Verwaltung im Ersten Weltkrieg, in: Deutsche Verwaltungsgeschichte, Bd. 3, Stuttgart 1984, S. 866-908. Fischer, Joachim: Zehn Jahre Militärarchiv des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, in: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte 37 (1978), S. 362-368. Jäger, Harald: Das militärische Archivgut in der Bundesrepublik für die Zeit von 1871 bis 1919, in: Militärgeschichtliche Mitteilungen 1968/2, S. 135-138. Übersicht über die Bestände des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, bearbeitet von Joachim Fischer (Veröffentlichung der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg, Bd. 31), Stuttgart 1983.
Es handelt sich um die Akten der Intendantur des Generalkommandos (Frieden) und des Stellvertretenden Generalkommandos (Krieg) sowie der Abwicklungsintendantur des XIV. Armeekorps.
Die Intendantur war eine militärische Verwaltungsbehörde, deren Aufgabe in der materiellen Versorgung der Truppe bestand.
Inhalt und Bewertung
Inhaltlich besteht der Bestand vor allem aus der Überlieferung der allgemeinen internen Verwaltung der Korpsintendantur des Generalkommandos des XIV. Armeekorps, ihren Aufgaben sowie der permanenten Versorgung und Organisation der Truppe. Besonders nennenswert sind die Aktengruppen über die Organisation der Versorgungs- und Wirtschaftsformationen, den Geschäftsbetrieb, die Personalangelegenheiten, die militärischen Stiftungen, die Zahlmeisterangelegenheiten, die Stellenbesetzungen, die Bauangelegenheiten im Korpsbezirks, die Baupläne, die Kasernenwärter, den Reichsgrundbesitz, den Grundbesitz in den Garnisonen, die Garnisonseinrichtungen sowie die Prozesse in wirtschaftlichen und vertraglichen Streitigkeiten.
Formationsgeschichte: Es handelt sich um die Akten der Intendantur des Generalkommandos (Frieden) und des Stellvertretenden Generalkommandos (Krieg) sowie der Abwicklungsintendantur des XIV. Armeekorps. Die Intendantur war eine militärische Verwaltungsbehörde, deren Aufgabe in der materiellen Versorgung der Truppe - außer Waffen- und Munitionsversorgung - bestand. Bei jedem Armeekorps existierte ursprünglich eine in 4 Sektionen eingeteilte Korpsintendantur, bei den Divisionen eine Divisionsintendantur. An der Spitze der Korpsintendantur stand ein Korpsintendant, der direkt dem Militär-Ökonomiedepartement des Kriegsministeriums unterstellt war. Ihm unterstanden wiederum die Divisionsintendanturen. Bezüglich der militärischen Befehlsgewalt waren die Korpsintendanturen den kommandierenden Generalen der Armeekorps unterstellt. Bei der Mobilmachung rückte die Intendantur des Generalkommandos des XIV. Armeekorps mit diesem zusammen ins Feld; an deren Stelle trat die Stellvertretende Intendantur des Stellvertretenden Generalkommandos des XIV. Armeekorps. Der Geschäftsbereich der Intendantur gliederte sich in 5 Abteilungen. Hinzu kam noch die Direktion sowie eine Bau- und Rechtsabteilung. Die Zuständigkeiten der einzelnen Abteilungen waren sehr heterogen. Die folgende Gliederung zeigt deshalb nur die wichtigsten Aufgabenbereiche auf. Abteilung I Etat-, Kosten- und Kassenwesen, Prüfung der Jahresrechnungen Gehaltsangelegenheiten Abteilung II Naturalverpflegungsabteilung, Festungsbauangelegenheiten, Beschaffung und Überweisung des Bedarfs an Naturalien, Leitung und Beaufsichtigung der Magazinverwaltungen, Personalangelegenheiten der Magazinbeamten, Etappen-Verpflegungsangelegenheiten, bauliche Unterhaltung der Magazingebäude, Kontrolle des Rechnungswesens der Festungsbaukassen Abteilung III Bekleidungsangelegenheiten, Angelegenheiten des Trains, Angelegenheiten aus dem Militärbildungs-, Erziehungs- und Unterrichtswesen, Remonteangelegenheiten, Invalidenwesen Abteilung IV Garnisonverwaltungsangelegenheiten, bauliche Unterhaltung der Lazarettgebäude, Feststellung der Flurentschädigungsgelder Abteilung V Lazarettabteilung, Krankenfürsorgeangelegenheiten (vor 1890 war hierfür die Abteilung IV zuständig), Sicherstellung des Arzneimittelbedarfs, Invalidenpensionsangelegenheiten, Rechnungswesen in Lazarettangelegenheiten Ein wichtiger Bestandteil bilden auch die zahlreichen Baupläne für Militärbauten.
Bestandsgeschichte: Nach Kriegsende verblieben die Akten der Intendantur beim Generalkommando des XIV. Armeekorps. Ab Januar 1920 wurde mit der Einrichtung eines Korpsarchivs begonnen. Im Herbst 1920 zog das Korpsarchiv in die Infanteriekaserne Heilbronn um. Ab Januar 1921 trat das Korpsarchiv unter der Bezeichnung Aktenverwaltung XIV in den Geschäftsbereich des Reichsministeriums des Innern, bevor es am 1. April 1921 als Archivzweigstelle Heilbronn dem Reichsarchiv in Potsdam eingegliedert wurde. Infolge der Vereinigung der Reichsarchivzweigstellen Heilbronn und Stuttgart gelangten die Bestände im Jahr 1924 nach Stuttgart. Die Württembergische Archivdirektion, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs die Verwaltung der Bestände des Heeresarchivs Stuttgart übernahm, gab in den Jahren 1947 bis 1949 die Überlieferung des XIV. Armeekorps an das Generallandesarchiv Karlsruhe ab. Eine sehr ausführliche Bestandsgeschichte ist im Vorwort des Stellvertretenden Generalkommandos des XIV. Armeekorps (Bestand 456 F 8) enthalten. Der Bestand umfasst 1583 Archivalieneinheiten mit einem Umfang von 28 laufenden Metern.
Literaturhinweise: Die Badener im Weltkrieg 1914/1918, bearbeitet von Wilhelm Müller-Loebnitz, Karlsruhe 1935. Deutsche Militärgeschichte in sechs Bänden 1648-1939, hrsg. vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt Freiburg, München 1983. Fenske, Hans: Die Verwaltung im Ersten Weltkrieg, in: Deutsche Verwaltungsgeschichte, Bd. 3, Stuttgart 1984, S. 866-908. Fischer, Joachim: Zehn Jahre Militärarchiv des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, in: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte 37 (1978), S. 362-368. Jäger, Harald: Das militärische Archivgut in der Bundesrepublik für die Zeit von 1871 bis 1919, in: Militärgeschichtliche Mitteilungen 1968/2, S. 135-138. Übersicht über die Bestände des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, bearbeitet von Joachim Fischer (Veröffentlichung der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg, Bd. 31), Stuttgart 1983.
1582 Archivalieneinheiten
Bestand
Die Badener im Weltkrieg 1914/18, bearbeitet von Wilhelm Müller-Loebnitz, Karlsruhe 1935.
Deutsche Militärgeschichte in sechs Bänden 1648-1939, hrsg. vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt Freiburg, München 1983.
Fenske, Hans: Die Verwaltung im Ersten Weltkrieg, in: Deutsche Verwaltungsgeschichte, Bd. 3, Stuttgart 1984, S. 866-908.
Fischer, Joachim: Zehn Jahre Militärarchiv des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, in: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte 37 (1978), S. 362-368.
Jäger, Harald: Das militärische Archivgut in der Bundesrepublik für die Zeit von 1871 bis 1919, in: Militärgeschichtliche Mitteilungen 1968/2, S. 135-138.
Übersicht über die Bestände des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, bearbeitet von Joachim Fischer (Veröffentlichung der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg, Bd. 31), Stuttgart 1983.
Deutsche Militärgeschichte in sechs Bänden 1648-1939, hrsg. vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt Freiburg, München 1983.
Fenske, Hans: Die Verwaltung im Ersten Weltkrieg, in: Deutsche Verwaltungsgeschichte, Bd. 3, Stuttgart 1984, S. 866-908.
Fischer, Joachim: Zehn Jahre Militärarchiv des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, in: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte 37 (1978), S. 362-368.
Jäger, Harald: Das militärische Archivgut in der Bundesrepublik für die Zeit von 1871 bis 1919, in: Militärgeschichtliche Mitteilungen 1968/2, S. 135-138.
Übersicht über die Bestände des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, bearbeitet von Joachim Fischer (Veröffentlichung der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg, Bd. 31), Stuttgart 1983.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 11:03 MESZ
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- XIV. (Badisches) Armeekorps (Tektonik)
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