Johannes, Abt des Klosters Minderaue bei Ravensburg, beurkundet eine Eidesleistung Abt Heinrichs von Rot und seiner Konventualen, die von Ammann, Bürgermeister und Räten der Stadt Waldsee in dem Rechtshandel des Abts gegen Peter Stapf von Molbertshausen gefordert wurde. Sie sollen schwören, daß sie das von Stapf eingeklagte Gut nicht in den ersten 20 Wochen, sondern erst nach 6 Jahren, da er von dem Gut weggewesen, weiterverliehen hätten, womit der Streit zu ihren Gunsten entschieden sein soll. Der Eid sollte von Abt Heinrich von Schussenried als Visitator des Schwäbischen Kreises abgenommen werden; da dieser aber durch seine Pflichten dem Schwäbischen Bund gegenüber zu dem anberaumten Termin abgehalten ist, beauftragt er Abt Johannes von Minderau, ihn zu vertreten, der auch richtig zu Waldsee erscheint und die Eidesleistung von Abt Heinrich und seinen Konventualen Hans Beham, Prior Georg Hoptmann, Hans Schlegel, Hans Hainrich, Konrad Schönmann, Jakob Schludi, Simon Rieger, Hans Sick, Hans Loginger, Konrad Erman, Hans Myrgel, Joachim Thoman, Sebastian Hölzlin, Jost Berkman und Augustin Schreiber entgegenimmt. Geschehen am Samstag vor St. Margaretentag (11. Juli) Siegler: Der Aussteller. 1500, Donnerstag nach St. Margaretentag. Orig. Perg.,1 S. fehlt.
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Johannes, Abt des Klosters Minderaue bei Ravensburg, beurkundet eine Eidesleistung Abt Heinrichs von Rot und seiner Konventualen, die von Ammann, Bürgermeister und Räten der Stadt Waldsee in dem Rechtshandel des Abts gegen Peter Stapf von Molbertshausen gefordert wurde. Sie sollen schwören, daß sie das von Stapf eingeklagte Gut nicht in den ersten 20 Wochen, sondern erst nach 6 Jahren, da er von dem Gut weggewesen, weiterverliehen hätten, womit der Streit zu ihren Gunsten entschieden sein soll. Der Eid sollte von Abt Heinrich von Schussenried als Visitator des Schwäbischen Kreises abgenommen werden; da dieser aber durch seine Pflichten dem Schwäbischen Bund gegenüber zu dem anberaumten Termin abgehalten ist, beauftragt er Abt Johannes von Minderau, ihn zu vertreten, der auch richtig zu Waldsee erscheint und die Eidesleistung von Abt Heinrich und seinen Konventualen Hans Beham, Prior Georg Hoptmann, Hans Schlegel, Hans Hainrich, Konrad Schönmann, Jakob Schludi, Simon Rieger, Hans Sick, Hans Loginger, Konrad Erman, Hans Myrgel, Joachim Thoman, Sebastian Hölzlin, Jost Berkman und Augustin Schreiber entgegenimmt. Geschehen am Samstag vor St. Margaretentag (11. Juli) Siegler: Der Aussteller. 1500, Donnerstag nach St. Margaretentag. Orig. Perg.,1 S. fehlt.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 486 U 257
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 486 Rot an der Rot, Prämonstratenserkloster
Rot an der Rot, Prämonstratenserkloster >> Urkunden >> VIII. Beziehungen zu den Untertanen >> 2. Lehenssachen (nach Orten) >> Molbertshausen
1500 Juli 16
Urkunden
Beham, Hans, Konventuale, Rot
Berkman, Jost, Konventuale, Rot
Erman, Konrad; Magister Artium, Konventherr zu Rot, Pfarrer zu Haisterkirch
Hainrich, Hans, Konventuale, Rot
Hölzlin, Sebastian, Konventuale, Rot
Loginger (Louginger), Hans; Konventuale, Rot, Pfarrer, Steinbach
Myrgel, Hans, Konventuale, Rot
Rieger, Simon, Konventuale, Rot
Rot an der Rot, Georg Hoptmann; Prior
Schlegel, Hans, Konventuale, Rot
Schludi, Jakob, Konventuale, Rot
Schönmann, Konrad, Konventuale, Rot
Schreiber, Augustin, Konventuale, Rot
Schussenried, Heinrich II. Österreicher; Abt, -1505
Sick, Hans, Konventuale, Rot
Stapf, Peter, Molpertshaus
Thoman, Joachim, Konventuale, Rot
Bad Waldsee RV
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:19 MEZ
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- Augustinerkloster Kreuzlingen - Restituierte Klöster (Tektonik)
- Rot an der Rot, Prämonstratenserkloster (Bestand)
- Urkunden (Gliederung)
- VIII. Beziehungen zu den Untertanen (Gliederung)
- 2. Lehenssachen (nach Orten) (Gliederung)
- Molbertshausen (Gliederung)