Prozeß des Rats Johann Kilian Förster gegen den Fürsten v. Solms-Braunfels
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L 41 a, 1641
L 41 a Niederrheinisch-Westfälisches Grafenkollegium
Niederrheinisch-Westfälisches Grafenkollegium >> 2. Auswärtige Beziehungen des Grafenkollegiums >> 2.6. Reichsstände >> 2.6.107. Solms
1760-1772
Enthaeltvermerke: 1760: "Wahrhafte.. Facti Species... abseiten Ihro Hochfürstl. Durchl. zu Solms-Braunfels entgegen und wider die... in der... wittgensteinischen Erbschaffts-Angelegenheit, ...Gewaltthätig- und Zudringlichkeiten, des diese Sache dirigirenden Reichs-Cammer-gerichtlichen Senats und besonders des... Cammer-Gerichts-Assessors von Papius... Regenspurg, Heinrich Georg Neubauer" (Beilagen 1759-1760). "Nachtrag zu der in dem Recursus des... Hauses Solms-Braunfels... zur Reichs-Dictatur gekommenen Facti Species... 1760." "Rechtfertigung der in der Reichs-Cammer-Gerichtlichen Urtheil... unverdienter weise verurtheilten... Solmsischen Regierungs-Räthen... aus gnädigstem Special-Befehl entworffen von J. K. Förster... 1760." "Cameral-Acten-mäßiger Beweiß, daß in Sachen verwittibter Frau Gräfin von Wittgenstein zu Luxenburg [Luxemburg] wider die... Grafen und... Gräfinnen von Wittgenstein, die... Solms-Braunfelsische Justiz-Cantzley, und... Grafen zu Neuwied... vom... Reichs-Cammer-Gericht zu Wetzlar... nach der Cammer-Gerichts-Ordnung, und den Reichsgesetzen verfahren, verordnet und gesprochen worden; ...1760." 1761: Beleidigung der Kammeralkommission zur Nachlaßregulierung des verstorbenen Generals Graf v. Sayn-Wittgenstein durch den solms-braunfelsischen Kanzleirat Johann Kilian Förster. Prozeß vorm Reichskammergericht. Durch Reichskammergerichtsurteil öffentliche Verbrennung der von Förster verfaßten Druckschriften und zweijährige Zuchthausstrafe. Vorwurf im Reichskammergerichtsurteil auch gegen die Verteiler der inkrimierten Schriften - Verteilung dieser Schriften auch durch den Gesandten v. Pistorius. Nach Ansicht des Grafen Christian August zu Solms kaum Gefahr einer gerichtlichen Vorladung des Gesandten 1764: Arrest des Regierungsrats Förster. Angebotene Freilassung durch den Fürsten v. Solms gegen Revers. Freilassung Försters, aber bevorstehender Prozeß 1767: Hilfsgesuch Försters bei Graf Friedrich Alexander v. Wied-Neuwied in seinem Prozeß bei der Reichskammergerichtsvisitation. Weitere Bittgesuche Försters und Vorschreiben für ihn beim Subdelegierten Grün in Wetzlar 1768: Klageschriften Försters bei der Kammergerichtsvisitation. "Wahres und erläutertes Factum, entgegen gesezt denen... Verleumdungen welche bey einer... Reichs-Visitations-Deputation gegen ein subdelegirtes Mitglied derselben der... Herr Johann Kilian Förster zu divulgiren keinen... Anstand genommen hat. 1767" (Beilagen 1758-1765). Keine Beteiligung des wetterauischen Grafenkollegiums. Rat des westfälischen Direktoriums für Regierungsrat Förster: Unterstützung durch das wetterauische Grafenkollegium oder besser gütlicher Vergleich mit den Fürsten v. Solms-Braunfels 1770: Günstiges Teilurteil für Regierungsrat Förster in seinem Prozeß gegen den Fürsten v. Solms-Braunfels 1771: Ablehnung von Vergleichsverhandlungen mit dem Fürsten v. Solms-Braunfels durch Regierungsrat Förster 1772: Einsetzung einer kaiserlichen Kommission für einen Ausgleich zwischen den Prozeßparteien
Niederrheinisch-Westfälisches Grafenkollegium
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:30 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Ostwestfalen-Lippe
- Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe (Archivtektonik)
- 1. Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe (Tektonik)
- 1.1. Land Lippe (bis 1947) (Tektonik)
- 1.1.4. Außerlippische Bestände (Tektonik)
- Niederrheinisch-Westfälisches Grafenkollegium (Bestand)
- 2. Auswärtige Beziehungen des Grafenkollegiums (Gliederung)
- 2.6. Reichsstände (Gliederung)
- 2.6.107. Solms (Gliederung)