Anspruch auf Gut Lichtenrod bei Baldeney. 1456 waren Krafft (Cracht) Stecke und seine Frau Luckarda für eine jährliche Pacht von sechs Maltern Roggen mit Lichtenrod sowie mit Baldeney und dem Erbmarschallamt von Werden von dem damaligen Abt von Werden, Konrad von Gleichen, behandet und belehnt worden. Der Besitz blieb bei der Familie Stecke, bis Kraffts Enkel Goswin der Jüngere 1536 wegen hoher Schulden alle Güter an Bernhard von Vittinghoff gen. Schell, verkaufen mußte, wobei ein „ewig Quitkauf“ (Wiederkaufsrecht) für seinen Sohn Georg und dessen Erben vorbehalten blieb. Nach Georgs und Goswins Tod zog der Abt Lichtenrod als heimgefallen ein. Bernhard Schell gab Baldeney und das Erbmarschallamt mit Zustimmung des Abtes an Henrich Knipping zum Grimberg. Der Kläger, der (wohl 1561) Gertrud, die Tochter Georg Steckes und der Sophia, geheiratet hatte, kaufte von Knipping die Güter aufgrund des Erblosbriefs zurück. Während er mit dem Edelmannssitz Baldeney vom Abt belehnt wurde (1563), verweigerte der Abt die Herausgabe von Lichtenrod.
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Anspruch auf Gut Lichtenrod bei Baldeney. 1456 waren Krafft (Cracht) Stecke und seine Frau Luckarda für eine jährliche Pacht von sechs Maltern Roggen mit Lichtenrod sowie mit Baldeney und dem Erbmarschallamt von Werden von dem damaligen Abt von Werden, Konrad von Gleichen, behandet und belehnt worden. Der Besitz blieb bei der Familie Stecke, bis Kraffts Enkel Goswin der Jüngere 1536 wegen hoher Schulden alle Güter an Bernhard von Vittinghoff gen. Schell, verkaufen mußte, wobei ein „ewig Quitkauf“ (Wiederkaufsrecht) für seinen Sohn Georg und dessen Erben vorbehalten blieb. Nach Georgs und Goswins Tod zog der Abt Lichtenrod als heimgefallen ein. Bernhard Schell gab Baldeney und das Erbmarschallamt mit Zustimmung des Abtes an Henrich Knipping zum Grimberg. Der Kläger, der (wohl 1561) Gertrud, die Tochter Georg Steckes und der Sophia, geheiratet hatte, kaufte von Knipping die Güter aufgrund des Erblosbriefs zurück. Während er mit dem Edelmannssitz Baldeney vom Abt belehnt wurde (1563), verweigerte der Abt die Herausgabe von Lichtenrod.
AA 0627, 1499 - E 202/853
AA 0627 Reichskammergericht, Teil III: E-G
Reichskammergericht, Teil III: E-G >> 1. Buchstabe E
1566 - 1578 (1546 - 1578)
Enthaeltvermerke: Kläger: Wilhelm von Eyll zu Baldeney, Erbvogt zu Rellinghausen und Erbmarschall des Stifts Werden Beklagter: Abt zu Werden (Hermann von Holten) Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Gronberger 1566 Prokuratoren (Bekl.): Dr. Jakob Friedrich Meurer [1560] 1566 - Dr. Johann Gödelmann 1575 Prozeßart: Nicht ersichtlich (simplicis querelae ?) Instanzen: RKG 1566 - 1578 (1546 - 1578) Beweismittel: Behandungs- und Belehnungsbrief des Abts Johann von Gleichen für Krafft Stecke 1456 (Q 9). Ebenso Abt Adam für Goswin Stecke 1475 (Q 10 und 21). Leibzuchtbrief des Krafft Stecke für seine Frau Luckarda von Limburg über Gut Lichtenrod 1461 (Q 11). Erbteilungsbrief 1472 (Q 12). Placat - Brief (Vertrag) zwischen Goswin Stecke und seiner Frau Christina und ihrem Sohn Georg 1535 (Q 13). Erbkaufbrief: Goswin Stecke, seine Frau Christina und sein Sohn Georg verkaufen Baldeney und das damit verbundene Marschallamt von Werden an Bernhard von Vittinghoff gen. Schell (Schele) 1536 (Q 14). Lehensrevers Goswin Steckes 1475 (Q 22). 2 Gerichtsscheine über Lichtenrod 1504 und 1551 (Q 23/24). Beschreibung: 3,5 cm, 131 Bl., gebunden; Q 1 - 32, Q 6*, Q 28 fehlt, 2 Beilagen 1578. Lit.: P. Jacobs: Werdener Reichskammergerichts- Klagen, in: Beiträge zur Geschichte des Stifts Werden, H. 8 (1901) S. 32-36.
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:24 MESZ