Abschrift eines Pfandbriefs (Notar Wylhelm Marscyls), in dem Heinrich XXVII. von Schwarzburg, Bischof von Münster und Administrator der Kirche zu Bremen, bezeugt, dass er für geleistete treue Dienste der Gebrüder Johann van Asbecke, Amtmann zu Lüdinghausen, und des Jurgen van Asbecke, und weil genannter Jurgen dem Bischof eine redliche Summe Geldes geschenkt habe, nunmehr dem Jurgen van Asbecke das Richtamt zu Haltern auf Lebenszeit verpfändet habe. Zum genannten Richtamt gehören der fürstliche Hof mit allem Zubehör binnen Haltern, welchen zur Zeit der Richter bewohnt, sowie das Gut zu Ophave und der Krizenhove mit zugehörigen Äckern, Holz und Weide, die der weiland Richter Hinrick van Neyem besessen hatte und deren Pachteinnahmen nunmehr Jurgen van Asbecke genießen dürfe. Darüber hinaus erhalte genannter Jurgen aus dem Haus Dülmen über den dortigen Amtmann jährlich 4 Molt 6 Scheffel Roggen, 4 Molt 6 Scheffel Hafer und vier Schweine, aus der Kirche auf dem Haus Dülmen 9 Scheffel Roggen und aus dem Hof zu Nyenhem 6 Scheffel Roggen, ferner aus dem Hof zu Münster in der Almisse 8 Ellen Grawes, 60 Heringe, 50 Eier, ferner aus dem Ophove, den Hermann van Velen als Burglehen innehat, 5 Marl 6 Schillinge, vorbehaltlich der Leibzucht der alten Richterschen, nämlich 6 Mark jährlich vom fürstlichen Statthalter, den Zehnten über den Tryppelvotz Hove in dem Essche und über 1 Molt Heidelandes in Nyenhem usw. Es folgen Ausführungen zur Schadloshaltung. Siegelankündigung des Ausstellers. dess dynxdages nae unser Leyven Frowen Nativitatis dage