Der kaiserl. öffentl. Notar Johannes Polreüß, Kleriker aus dem Bistum Bamberg, beurkundet die im Vorhof des Clarissenklosters Nürnberg erfolgte Beilegung von Irrungen zwischen Äbtissin Margaretha und Gabriel Nutzel, Bürger und des Rats zu Nurmberg, als Pfleger des Klosters Sant Klara in Nurmberg einerseits, und Gerhusa Wirtin, Bürgerin zu Nurmberg (Vormünder: [Heymeran] (Text durch Bindeleim zerstört) Zingel und Niclas Graland, beide des Rats, sowie Mertein Baumgartner, alle Bürger zu Nurmberg), die wegen einer Klage entstanden waren, welche Conntz Lintner im Namen seiner Hausfrau Cristina gegen das Kloster angestrengt hatte, weshalb bereits der inserierte Spruchbrief über eine Taidigung Bischof Philipps von Bamberg von 1477 Juni 25 (vgl. Nr. 201 (a)) ergangen war. Das Kloster ledigt Gerhaus Wirtin mit Leib und Gut aus dem Kloster, in das sie sich ergeben hatte, und rechnet ab über in einem Ledlein eingebrachte 181 fl. rhein., 130 fl. Erlös aus dem Verkauf von deren Häuslein in Bamberg (dem Kloster abzüglich 1 fl. für den Kaufbrief durch seinen dortigen Schaffer zugestellt), 111 fl. vom Rathaus, 11 fl. Ewiggeld, zwei Leibgedinge über je 11 1/2 fl., [...] (Text durch Bindeleim zerstört). Die Parteien verzichten gegenseitig auf alle ferneren Ansprüche. - Zeugen: Fritz Dinttner, Anthon Schlusselfelder, Herman Widerstain, Bürger, und Vtz Bräun, Inwohner zu Nurmberg.

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Staatsarchiv Nürnberg