Kläger: Wulf Rantzau zu Siggen, Beklagter: Detlef Rantzau zu Helmstorf und Hans von Ahlefeldt zu Stendorf als Vormünder der Kinder aus der ersten Ehe des Joachim Rantzau zu Löhrstorf, Prozessvertreter: Lizentiat der Rechte Martin Khun, Dr. Johann Philipp Bohn, Dr. Christoph Stauber, Streitgegenstand: Streit um das Patronatsrecht über die Kirche zu Neukirchen
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Kläger: Wulf Rantzau zu Siggen, Beklagter: Detlef Rantzau zu Helmstorf und Hans von Ahlefeldt zu Stendorf als Vormünder der Kinder aus der ersten Ehe des Joachim Rantzau zu Löhrstorf, Prozessvertreter: Lizentiat der Rechte Martin Khun, Dr. Johann Philipp Bohn, Dr. Christoph Stauber, Streitgegenstand: Streit um das Patronatsrecht über die Kirche zu Neukirchen
LASH, Abt. 390 Nr. 388
Abt. 390 Reichskammergericht zu Speyer bzw. Wetzlar
Abt. 390 Reichskammergericht zu Speyer bzw. Wetzlar >> 1 Prozessakten
1606-1623
Enthält: Landgericht 1606-1615, RKG 1616 (1616-1623); Zeugenaussagen 1608 über ein vor ca. 60 Jahren von Joachim Rantzau zu Putlos und Heinrich Rantzau zu Satjewitz gehaltenes Halsgericht zu Neukirchen, in dem eine Magd wegen Ermordung ihres mit dem Pastor gezeugten unehelichen Kindes verurteilt wurde und ein Bauer und Gutsuntertan eine Geldstrafe erhielt, weil er bei der Verhandlung sagte: "Ja, so geht es zu: den Reichen in die Taschen, die Armen in die Aschen" (Acta priora, Nr. 11, Beilage 1); Berufung eines Pastors für die Kirche zu Neukirchen 1579 durch Apollonia Brockdorff, Witwe des Joachim Brockdorff zu Gaarz, Margarethe Rantzau, Witwe des Paul Rantzau zu Siggen, Hans Rantzau zu Saxtorf und Satjewitz und Sievert Rantzau zu Löhrstorf (Acta priora, Nr. 11 Beilage 2); Zeugenaussagen von Kirchengeschworenen zu Neukirchen, Bericht der eingesetzten "commissarii" Otto von Qualen, Claus von Buchwaldt und Rudolf Faust 1613 (Acta priora, Nr. 31, Beilage; Nr. 34-35); Urteil von 1608 in einem ähnlichen Prozess zwischen Claus von der Wisch zu Dänisch-Nienhof und Heinrich Rantzau zu Bülk um ein Begräbnis in der Kirche zu "Schlabbenhagen"(Dänisch-Nienhof)(Acta priora, Nr. 15, Beilage)
Verzeichnung
siehe auch Abt. 390 Nr. 387, 393
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
26.01.2026, 13:01 MEZ