Diakonisches Werk - Rheinischer Verband ev. Tageseinrichtungen für Kinder (Bestand)
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5WV 067M
Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland (Archivtektonik) >> 5WV Selbständige Werke und Einrichtungen >> 5WV 067M Diak. Werk - Rheinischer Verband ev. Tageseinrichtungen für Kinder
Bestandsbeschreibung: Ordnungsbericht Auf Einladung des Rheinischen Provinzial-Ausschusses für Innere Mission kamen die „Vorstände evangelischer Kleinkinderschulen, Kindergärten, Krippen u.ä.“ am 24. Juni 1927 im Kölner Hospiz Viktoriahof erstmals zusammen. Otto Ohl und Friedrich Gelderblom informierten auf dieser Sitzung über den Stand ihrer Verhandlungen mit den Kommunalbehörden. Dabei ging es u.a. um einen Richtlinienentwurf des Landesjugendamtes für Einrichtungen der halboffenen Kinderpflege sowie um die „Befreiung evangelischer Kleinkinderschulen von der Meldepflicht“. Unter Tagesordnungspunkt 3 warb Otto Ohl für die „Notwendigkeit des Zusammenschlusses zu einem Rheinischen Provinzialverband für evangelische Kleinkinderpflege“. Im Anschluß an seine Ausführungen wurde der Evangelische Verband für Kinderpflege in der Rheinprovinz e.V. gegründet, ein vorläufiger Arbeitsausschuß gewählt und die Satzung des Verbandes beschlossen. Unterzeichnet wurde das Dokument von den Pfarrern Otto Ohl als Vorsitzender, Adolf Nell als stellvertretender Vorsitzender, Walter Wolff, Heinrich Appel, C. Goebel, Friedrich Gelderblom, von Konsistorialrat Karl Euler sowie von den Frauen Auguste Mohrmann, L. Encke und Angelika Marx. Zum Geschäftssitz des Verbandes wurde Langenberg/Rhld. bestimmt, da hier bis zur Gründung des Diakonischen Werks Rheinland im Jahr 1963 die Geschäfte des Rheinischen Provinzial-Ausschusses für Innere Mission geführt wurden. Am 8. Dezember 1969 verabschiedete die Mitgliederversammlung des Evangelischen Verbandes für Kinderpflege im Rheinland e. V. eine neue Satzung und änderte ihren Namen in Rheinischer Verband Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder e. V. Im Zusammenhang der Vorbereitungen zur 75-Jahrfeier des Verbandes im Juni 2002 wurde die Aktenüberlieferung der zurückliegenden Jahrzehnte einer erneuten Prüfung unterzogen. Das Ergebnis ist in diesem Findbuch zum Archiv des Rheinischen Verbandes Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder e.V. niedergelegt. Die zwischen ca. 1920 bis ca. 1960 archivalisch greifbaren Spuren des Rechtsvorgängers (Vor- und Gründungsgeschichte, Mitgliederversammlungen, Jahrestagungen, Sitzungen des Vorstands, Fort- und Weiterbildung, Berichtsbögen, Geschäftskorrespondenz mit Kindergärten u.a.) wurden 1984 von Walter Schmidt geordnet. (vgl. Findbuch „Bestand Ohl“, 61.1. bis 61.17) Die archivalische Überlieferung von den 60er Jahren bis 1997 (Zeitschnitt aufgrund der Wahl eines neuen Vorstands) sind Gegenstand dieser Verzeichnung und dieses Findbuchs. Gleichwohl findet sich auch in diesem Zusammenhang noch zusätzliches Schriftgut des Evangelischen Verbandes für Kinderpflege, das aus naheliegenden Gründen an den Anfang gestellt wurde. Eine sinnvolle Erschließung der Geschichte des Verbandes muß also immer diese beiden Verzeichnisse zu Rate ziehen. Aufgrund personeller Verflechtungen wurde auch Schriftgut der „Arbeitsgemeinchaft für Evangelische Kinderpflege“ und des „Verbandes Evangelischer Kindergärtnerinnen/ Hortnerinnen und Jugendleiterinnen Deutschlands e.V. - Landesgruppe Nordrhein“ zu diesem Archiv genommen. Kassationen wurden nur in geringem Umfang vorgenommen (Dubletten, Prospekte, vorbereitender Schriftwechsel u.a.) Trotz intensiver Recherchen konnten die auffälligen Lücken in einigen Serienakten nicht geschlossen werden. Verluste sind möglicherweise im Zusammenhang mit dem neubaubedingten Umzug des Verbandes eingetreten. Über offenkundig fehlendes bzw. verlorenes Schriftgut wurden Vermerke angelegt. Das Schriftgut des Referats „Tageseinrichtungen für Kinder“ im Diakonischen Werk, das de facto nicht Bestandteil des Verbandes ist, wurde aufgrund inhaltlicher und personeller Bezüge gleichwohl mit zum Archiv genommen. (vgl. Nr. 110 - 162) Das Archiv umfaßt 43 gutgefüllte Archivkartons, verwahrt im Archiv des Diakonischen Werks der Evangelischen Kirche im Rheinland, Düsseldorf, Lenaustr. 41. (Tel. 0211/6893-272) Düsseldorf, im Juli 2001 Georg Beck Folgende Verzeichnungseinheiten(Altsignatur) im Findbuch fehlend: 12-14; 52-54; 70-74; 94; 98-99; 105-109
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ