1334 März 7. Priorin Amelgardis vom Kloster bei St. Marien auf der Neustadt Lemgo unter der Regel und Aufsicht der Predigerbrüder erteilt mit Zustimmung von Prior und Konvent der Mindener Dominikaner, ihres eigenen Konvents und ihres Plebans der Frau Gozta, Witwe des Ritters Frederick Went, und ihren Söhnen Lutbert und Frederik die Erlaubnis, einen Altar zu errichten. Dieser soll zum Seelenheil des gen. Ritters und seiner und der Gozta Söhne Gotscalk und Herman in der Kirche Johannis Baptiste vor den Mauern der Altstadt Lemgo rechts im Süden (ad dexteram in parte australi) gebaut, mit einem Meßbuch, Kelch und Paramenten versehen und auf Kosten der Stifter konsekriert werden. Kollation und Patronatsrecht verbleiben der Küsterin (sacriste )des Klosters. Der Altarist oder Kaplan hat täglich die Messe zu lesen, soll sich aber keine Pfarrechte, Opfer oder Gaben anmaßen sondern diese dem Pastor oder dessen Stellvertreter überlassen. Am Tage Marie Magdalene soll er zum Gedächtnis der Stifterin und ihrer Söhne aus den Einkünften des Altares 6 Schill. an das Kloster abliefern; die Memorie für die verst. Angehörigen der Gozta ist am Tage nach Jacobi apostoli (26. Juli) mit Vigilien und am folgenden Tage Marthe virginis (27. Juli) mit einem Totenamt zu begehen. Zeugen: Die Plebane Lutbertus aus Schötmar (in Scotemere), Jordanus aus Talle (in Tallis), Arnoldus aus Hohenhausen (Hodenhusen), die Priester Gotfridus dictus de Sterenberge, Johannes de Sunnenborn, die Knappen Johannes de Aschen, Gotscalcus dictus Went, Johannes Huckenhusen. Das Transfix enthält die bischöfliche Bestätigung vom 8. März an dessen Siegel.