Nachlass Dr. Wilhelm Schall, Finanzminister, DDP-Politiker (* 1882, + 1928) (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Q 1/9
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Nachlässe, Verbands- und Familienarchive >> Politische Nachlässe
1909-1928 (1988, 1993)
Überlieferungsgeschichte
Der im folgenden verzeichnete Teilnachlaß von Wilhelm Schall wurde 1967 von Schalls Schwiegersohn, Regierungsvizepräsident Dr. Otto Neuffer, dem Hauptstaatsarchiv ohne Auflagen zur dauernden Verwahrung überlassen; er wurde zunächst von Oberstaatsarchivrat Dr. Uhland geordnet und vorläufig verzeichnet und in den Sammlungsbestand J 50 eingereiht und später beim Aufbau der neuen Bestands-Serie Q als Bestand Q 1/9 verselbständigt. Der Bestand enthält Schriftwechsel von Schall aus der Zeit von 1918-1928 (Nr. 1-36) und eine größere Anzahl von Manuskripten und Drucken von Vorträgen und Publikationen Schalls zu verschiedenen politischen und wirtschaftlichen Themen (Nr. 37-116). Folgende Broschüren wurden 1967 dem Nachlaß entnommen und in die Bibliothek des Hauptstaatsarchivs eingereiht:
1. Wilhelm Schall, Frankreichs Volks- und Staatswirtschaft seit dem Krieg, Sonderheft zur "Deutschen Wirtschafts-Zeitung", Berlin 1926
2. Niederschrift über die IX. Verbandsversammlung des Württembergischen Sparkassen- und Giroverbandes vom 20. März 1928 im Festsaal des Hindenburgbaus zu Stuttgart, Stuttgart [1928]
3. Wilhelm Schall, Das Privatrecht der Arbeitstarifverträge, Jena 1907
4. Wilhelm Schall, Probleme der deutschen Staatsreform, Schriftenreihe des deutschen Volkswirt, 4, Berlin 1928 (2 Exemplare)
Inhalt und Bewertung
Schall, Wilhelm (11.04.1882 - 17.12.1928), DDP-Politiker; 1919/1920 Direktor der Daimler-Motorengesellschaft in Bad Cannstatt/Württemberg, 1920-1921 württembergischer Minister für Arbeit und Ernährung, 1922-1924 württembergischer Finanzminister, 1924-1928 Mitglied des württembergischen Landtags (DDP), ab 1926 Vorstand des württembergischen Sparkassen- und Giroverbandes.
Dr. Wilhelm Schall (*Reutlingen 11.4.1882, + Heilbronn 17.12.1928), im 1. Weltkrieg bis 1918 als Regierungsrat Vorstand der Fleischversorgungsstelle für Württemberg und Hohenzollern, stellte sich, wie die meisten Beamten der Innenverwaltung, am 9. November 1918 der neuen vorläufigen Regierung zur Verfügung und kam zunächst in das neu errichtete Arbeitsministerium, das von dem Sozialdemokraten Dr. Lindemann geleitet wurde. Als Mitglied der DDP übernahm er dieses Ministerium in der bürgerlichen Regierung Hieber für die Zeit vom 23.6.1920 bis 7.11.1921 als Arbeits- und Ernährungsminister und war danach von Februar 1922 bis 8.4.1924 Finanzminister. Von 1924 bis zu seinem Tod gehörte er dem Württembergischen Landtag an; seit 1925 war er zugleich Leiter des Württembergischen Sparkassen- und Giroverbands.
1987 wurden die Titelaufnahmen von Dr. Uhland vom Unterzeichneten durchnumeriert und überarbeitet und der Bestand in 3 Archivboxen verpackt.
Der Bestand enthält 116 Büschel = 0,24 lfd. m.
Stuttgart, August 1987 Dr. Schmierer
Der im folgenden verzeichnete Teilnachlaß von Wilhelm Schall wurde 1967 von Schalls Schwiegersohn, Regierungsvizepräsident Dr. Otto Neuffer, dem Hauptstaatsarchiv ohne Auflagen zur dauernden Verwahrung überlassen; er wurde zunächst von Oberstaatsarchivrat Dr. Uhland geordnet und vorläufig verzeichnet und in den Sammlungsbestand J 50 eingereiht und später beim Aufbau der neuen Bestands-Serie Q als Bestand Q 1/9 verselbständigt. Der Bestand enthält Schriftwechsel von Schall aus der Zeit von 1918-1928 (Nr. 1-36) und eine größere Anzahl von Manuskripten und Drucken von Vorträgen und Publikationen Schalls zu verschiedenen politischen und wirtschaftlichen Themen (Nr. 37-116). Folgende Broschüren wurden 1967 dem Nachlaß entnommen und in die Bibliothek des Hauptstaatsarchivs eingereiht:
1. Wilhelm Schall, Frankreichs Volks- und Staatswirtschaft seit dem Krieg, Sonderheft zur "Deutschen Wirtschafts-Zeitung", Berlin 1926
2. Niederschrift über die IX. Verbandsversammlung des Württembergischen Sparkassen- und Giroverbandes vom 20. März 1928 im Festsaal des Hindenburgbaus zu Stuttgart, Stuttgart [1928]
3. Wilhelm Schall, Das Privatrecht der Arbeitstarifverträge, Jena 1907
4. Wilhelm Schall, Probleme der deutschen Staatsreform, Schriftenreihe des deutschen Volkswirt, 4, Berlin 1928 (2 Exemplare)
Inhalt und Bewertung
Schall, Wilhelm (11.04.1882 - 17.12.1928), DDP-Politiker; 1919/1920 Direktor der Daimler-Motorengesellschaft in Bad Cannstatt/Württemberg, 1920-1921 württembergischer Minister für Arbeit und Ernährung, 1922-1924 württembergischer Finanzminister, 1924-1928 Mitglied des württembergischen Landtags (DDP), ab 1926 Vorstand des württembergischen Sparkassen- und Giroverbandes.
Dr. Wilhelm Schall (*Reutlingen 11.4.1882, + Heilbronn 17.12.1928), im 1. Weltkrieg bis 1918 als Regierungsrat Vorstand der Fleischversorgungsstelle für Württemberg und Hohenzollern, stellte sich, wie die meisten Beamten der Innenverwaltung, am 9. November 1918 der neuen vorläufigen Regierung zur Verfügung und kam zunächst in das neu errichtete Arbeitsministerium, das von dem Sozialdemokraten Dr. Lindemann geleitet wurde. Als Mitglied der DDP übernahm er dieses Ministerium in der bürgerlichen Regierung Hieber für die Zeit vom 23.6.1920 bis 7.11.1921 als Arbeits- und Ernährungsminister und war danach von Februar 1922 bis 8.4.1924 Finanzminister. Von 1924 bis zu seinem Tod gehörte er dem Württembergischen Landtag an; seit 1925 war er zugleich Leiter des Württembergischen Sparkassen- und Giroverbands.
1987 wurden die Titelaufnahmen von Dr. Uhland vom Unterzeichneten durchnumeriert und überarbeitet und der Bestand in 3 Archivboxen verpackt.
Der Bestand enthält 116 Büschel = 0,24 lfd. m.
Stuttgart, August 1987 Dr. Schmierer
119 Nummern
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ