Guts- u. Familienarchiv v. Münchhausen, Apelern: Familienarchiv (Bestand)
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NLA BU, Dep. 3 F
Nds. Landesarchiv, Abt. Bückeburg (Archivtektonik) >> Gliederung >> 2 Nichtstaatliche Bestände >> 2.1 Adels- und Gutsarchive
1469-1995
Bestandsgeschichte: Das Familienarchiv enthält Familienschriftgut betr. den Familienverband, die Familiengeschichte und Familienberechtigungen sowie Nachlässe einzelner Familienmitglieder.
Als das Staatsarchiv Bückeburg im Frühjahr 1961 das Frhrl. von Münchhausensche Gutsarchiv in Apelern als Depositum übernahm, waren die Bestände Apelern, Remeringhausen, Moringen und Parensen als leidlich intakte Archivkörper zu erkennen. Die übrigen Archivalien, die auf Gut Apelern in den beiden Magazinräumen gelagert hatten, bildeten eine mehr oder minder formlose Masse ohne feste Umrisse. Nach Aussonderung der Urkunden, der neueren Gutsregistratur Apelern und der Teilregistratur Windischleuba (GA 100 ff.) sowie der Wasserzeichen- und Buchdeckelsammlungen, verblieb ein Rest von ca. 50 Fach Privatakten und Korrespondenzen, vornehmlich der Linie Moringen aus dem 18., 19. und 20. Jh. Diese und jene Akte trug an Papierfahnen die Aufschrift "Familienarchiv", "Privatacta" oder dergleichen, ohne daß es jemals zur Bildung eines Familienarchivs gekommen war. Der Betreffende, der diese Aufschriften verfaßte, war sich offensichtlich über die Inkongruenz von Guts- und Familienkorrespondenz im Klaren. Der private, z.T. intime Charakter dieser Archivalien und die bereits vorhandene Organisation des Gutsschriftgutes, (einschließlich der älteren Familiensachen) schlossen auch für das Staatsarchiv die Möglilchkeit aus, die neueren Privatsachen den Gutsarchiven aufzupfropfen. So kam es zur Entstehung des Familienarchivs, das sich seiner Provenienz nach aus folgenden Hauptgruppen zusammensetzt:
1.) unverzeichnete Privatakten und Korrespondenzen des Oberhauptmanns Börries von Münchhausen - Moringen und seiner Nachkommen (Linie Moringen, 1952 mit Hans Georg von Münchhausen ausgestorben). Den Hauptanteil an dieser Gruppe bildet die umfangreiche Korrespondenz von Clementine von Münchhausen, geb. von der Gabelentz,
Bestandsgeschichte: und Börries von Münchhausen d.Ä. (Kammerherr). Zu dieser Provenienz gehören schließlich die durch Erbvermächtnis oder Sammlung erworbenen Nachlässe von Verwandten und Freunden. Der wichtigste von ihnen ist der des Schriftstellers Dr. phil. Philipp Otto von Münchhausen (1812 - 1892), der als vorehelicher Sohn des Ordenskomturs Philipp Otto von Münchhausen geboren, von der Erfolge ausgeschlossen war und ohne Nachkommen in Homburg vor der Höhe verstarb. (aus seinem Nachlaß wurde Abt. V gebildet, die Akten betreffend Gut Moringen wurden dagegen in das Gutsarchiv Moringen gelegt.)
2.) Privatakten und Korrespondenzen der Moringer Linie aus dem Gutsarchiv Moringen (18. u. 19. Jh.) (schlecht verzeichnet).
3.) Privatakten und Korrespondenzen des Geheim-Rats Carl Edmund von Münchhausen und seiner Nachkommen aus dem Gutsarchiv Apelern (Apelerner Linie bis 1886) (grob verzeichnet)
4.) Privatakten und Korrespondenzen des Oberhauptmanns Adolph von Münchhausen in Catlenburg und seiner Nachkommen aus dem Gutsarchiv Remeringhausen (Linie Remeringhausen bis 1892) (grob verzeichnet)
5.) Privatakten und Korrespondenzen von Rembert von Münchhausen (Schwarze Linie) und seinem Sohn Heyno (Depositar) (ungeordnet)
6.) Autographensammlung von A.F. von Münchhausen und seinem Sohn Börries d.Ä.
Das Familienarchiv baut sich aus 3 Teilen auf:
1.) Familienschriftgut im engeren Sinne, namentlich Akten betreffend Familienverband und -stand, Familiengeschichte und Familienberechtigungen (Stiftssachen) (I)
2.) Schriftliche Nachlässe einzelner Familienglieder (II -IX)
3.) Trümmer von Münchhausenschen Gutsarchiven und Bruchstücke von Nachlässen (X)
Die schriftlichen Nachlässe sind genealogisch - chronologisch geordnet. Jeder Linie der Familie entspricht eine Sachgruppe, das Gleiche gilt für Nachlässe von angeheirateten Familien (vgl. Abt. VI u. VII) und den Teilnachlaß
Bestandsgeschichte: "Langé", welcher der Provenienz nach zum Nachlaß des Landrats a.D. Dr. Hans Georg von Münchhausen gehört, wegen seines Umfangs aber gesondert aufgestellt wurde (VIII).
Die Nachlässe beginnen in den einzelnen Sachgruppen in der Regel in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und enden in der Mitte des 20. Jahrhunderts. Meist gliedern sie sich in 4 Abteilungen:
1.) Personalia und Biographisches
2.) Dienstliches
3.) Private Korrespondenz
4.) Verschiedenes ("Varia") (Hier oder auch unter "Liebhabereien" befinden sich meist die Sammlungen von Kuriositäten und Erinnerungsstücken der jeweiligen Personen.)
Von diesem Schema wurde je nach Umfang der Nachlässe nach unten und oben abgewichen.
Erinnerungen, Beographien und Korrespondenzen betreffend eine Person wurden entgegen dem Provenienzprinzip unter dieser Person in Abt. 1 abgelegt, um alles biographische Material zusammenzuhaben. Handelt es sich bei den Darstellungen um vervielfältigte Abschriften, wurde zugleich ein Exemplar in die Münchhausenbücherei gestellt. Gedruckte Gelenheitsschriften (Gratulationsgedichte, Leichenpredigten etc.) liegen ebenso beim Nachlaß des Betreffenden. Das Gleiche gilt für die älteren Familienanzeigen.
Dagegen liegen die Korrespondenzen der Eltern betreffend Erziehung, Ausbildung und Eheschließung ihrer Kinder unter dem Namen der Eltern, wo sie ihrer Provenienz nach auch hingehören. Akten betreffend die politische Tätigkeit in Ritterschaft und Landtag liegen in den Gutsarchiven, sofern der Abgeordnetensitz mit dem jeweiligen Gut verbunden ist (Ritterschaftsfähiges Gut). Im anderen Fall ist das Familienarchiv zuständig.
Um zu einer klaren Trennung zwischen Gutsarchiven und Familienarchiv zu gelangen, wurden alle Akten betreffend Finanz- und Vermögensangelegenheiten der Familie insgesamt und ihrer einzelnen Glieder in die jeweiligen Gutsarchive gelegt. Dazu gehören
Bestandsgeschichte: Ehestiftungen, Testamente, Erbschaftsverhandlungen, Kassenbücher, Quittungen und dergleichen. Eine Ausnahme davon bilden lediglich folgende Aktentypern:
1.) Akten betreffend Vermögensverhältnisse von angeheirateten Familienmitgliedern.
2.) Akten betreffend Dienstbezüge und Versorgungsansprüche der dem Staat dienenden Familienmitglieder.
Diese sind im Familienarchiv zu suchen. Im übrigen empfiehlt es sich bei jeder Benutzung dieses Bestandes - sofern es sich um Mitglieder der Familie von Münchhausen handelt - zur Ergänzung das jeweilige Gutsarchiv heranzuziehen.
Die Ordnungsarbeiten dauerten - mit Unterbrechungen - vom November 1961 bis Januar 1963. Im Oktober 1962 beteiligte sich Fräulein Brigitte Mields (verehelichte Fischer) daran.
Bückeburg, den 20.2.1963
gez. Schaer
Nach dem Depositalvertrag vom 22. Juni 1961 unterliegt die Benutzung des Familienarchivs der Genehmigung des Eigentümers. Dies gilt bei wissenschaftlichen und heimatkundlichen Benutzungen nicht mehr, hier entscheidet das Staatsarchiv über die Benutzungsgenehmigung nach bestem Wissen und Gewissen im Sinne des Depositars. In Zweifelsfällen bleibt die Entscheidung weiterhin dem Eigentümer vorbehalten.
Der Bestand wurde 2013 durch Praktikanten in Aida
Bestandsgeschichte: übertragen.
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Ja
Zusatzinformationen: abgeschlossen
Als das Staatsarchiv Bückeburg im Frühjahr 1961 das Frhrl. von Münchhausensche Gutsarchiv in Apelern als Depositum übernahm, waren die Bestände Apelern, Remeringhausen, Moringen und Parensen als leidlich intakte Archivkörper zu erkennen. Die übrigen Archivalien, die auf Gut Apelern in den beiden Magazinräumen gelagert hatten, bildeten eine mehr oder minder formlose Masse ohne feste Umrisse. Nach Aussonderung der Urkunden, der neueren Gutsregistratur Apelern und der Teilregistratur Windischleuba (GA 100 ff.) sowie der Wasserzeichen- und Buchdeckelsammlungen, verblieb ein Rest von ca. 50 Fach Privatakten und Korrespondenzen, vornehmlich der Linie Moringen aus dem 18., 19. und 20. Jh. Diese und jene Akte trug an Papierfahnen die Aufschrift "Familienarchiv", "Privatacta" oder dergleichen, ohne daß es jemals zur Bildung eines Familienarchivs gekommen war. Der Betreffende, der diese Aufschriften verfaßte, war sich offensichtlich über die Inkongruenz von Guts- und Familienkorrespondenz im Klaren. Der private, z.T. intime Charakter dieser Archivalien und die bereits vorhandene Organisation des Gutsschriftgutes, (einschließlich der älteren Familiensachen) schlossen auch für das Staatsarchiv die Möglilchkeit aus, die neueren Privatsachen den Gutsarchiven aufzupfropfen. So kam es zur Entstehung des Familienarchivs, das sich seiner Provenienz nach aus folgenden Hauptgruppen zusammensetzt:
1.) unverzeichnete Privatakten und Korrespondenzen des Oberhauptmanns Börries von Münchhausen - Moringen und seiner Nachkommen (Linie Moringen, 1952 mit Hans Georg von Münchhausen ausgestorben). Den Hauptanteil an dieser Gruppe bildet die umfangreiche Korrespondenz von Clementine von Münchhausen, geb. von der Gabelentz,
Bestandsgeschichte: und Börries von Münchhausen d.Ä. (Kammerherr). Zu dieser Provenienz gehören schließlich die durch Erbvermächtnis oder Sammlung erworbenen Nachlässe von Verwandten und Freunden. Der wichtigste von ihnen ist der des Schriftstellers Dr. phil. Philipp Otto von Münchhausen (1812 - 1892), der als vorehelicher Sohn des Ordenskomturs Philipp Otto von Münchhausen geboren, von der Erfolge ausgeschlossen war und ohne Nachkommen in Homburg vor der Höhe verstarb. (aus seinem Nachlaß wurde Abt. V gebildet, die Akten betreffend Gut Moringen wurden dagegen in das Gutsarchiv Moringen gelegt.)
2.) Privatakten und Korrespondenzen der Moringer Linie aus dem Gutsarchiv Moringen (18. u. 19. Jh.) (schlecht verzeichnet).
3.) Privatakten und Korrespondenzen des Geheim-Rats Carl Edmund von Münchhausen und seiner Nachkommen aus dem Gutsarchiv Apelern (Apelerner Linie bis 1886) (grob verzeichnet)
4.) Privatakten und Korrespondenzen des Oberhauptmanns Adolph von Münchhausen in Catlenburg und seiner Nachkommen aus dem Gutsarchiv Remeringhausen (Linie Remeringhausen bis 1892) (grob verzeichnet)
5.) Privatakten und Korrespondenzen von Rembert von Münchhausen (Schwarze Linie) und seinem Sohn Heyno (Depositar) (ungeordnet)
6.) Autographensammlung von A.F. von Münchhausen und seinem Sohn Börries d.Ä.
Das Familienarchiv baut sich aus 3 Teilen auf:
1.) Familienschriftgut im engeren Sinne, namentlich Akten betreffend Familienverband und -stand, Familiengeschichte und Familienberechtigungen (Stiftssachen) (I)
2.) Schriftliche Nachlässe einzelner Familienglieder (II -IX)
3.) Trümmer von Münchhausenschen Gutsarchiven und Bruchstücke von Nachlässen (X)
Die schriftlichen Nachlässe sind genealogisch - chronologisch geordnet. Jeder Linie der Familie entspricht eine Sachgruppe, das Gleiche gilt für Nachlässe von angeheirateten Familien (vgl. Abt. VI u. VII) und den Teilnachlaß
Bestandsgeschichte: "Langé", welcher der Provenienz nach zum Nachlaß des Landrats a.D. Dr. Hans Georg von Münchhausen gehört, wegen seines Umfangs aber gesondert aufgestellt wurde (VIII).
Die Nachlässe beginnen in den einzelnen Sachgruppen in der Regel in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und enden in der Mitte des 20. Jahrhunderts. Meist gliedern sie sich in 4 Abteilungen:
1.) Personalia und Biographisches
2.) Dienstliches
3.) Private Korrespondenz
4.) Verschiedenes ("Varia") (Hier oder auch unter "Liebhabereien" befinden sich meist die Sammlungen von Kuriositäten und Erinnerungsstücken der jeweiligen Personen.)
Von diesem Schema wurde je nach Umfang der Nachlässe nach unten und oben abgewichen.
Erinnerungen, Beographien und Korrespondenzen betreffend eine Person wurden entgegen dem Provenienzprinzip unter dieser Person in Abt. 1 abgelegt, um alles biographische Material zusammenzuhaben. Handelt es sich bei den Darstellungen um vervielfältigte Abschriften, wurde zugleich ein Exemplar in die Münchhausenbücherei gestellt. Gedruckte Gelenheitsschriften (Gratulationsgedichte, Leichenpredigten etc.) liegen ebenso beim Nachlaß des Betreffenden. Das Gleiche gilt für die älteren Familienanzeigen.
Dagegen liegen die Korrespondenzen der Eltern betreffend Erziehung, Ausbildung und Eheschließung ihrer Kinder unter dem Namen der Eltern, wo sie ihrer Provenienz nach auch hingehören. Akten betreffend die politische Tätigkeit in Ritterschaft und Landtag liegen in den Gutsarchiven, sofern der Abgeordnetensitz mit dem jeweiligen Gut verbunden ist (Ritterschaftsfähiges Gut). Im anderen Fall ist das Familienarchiv zuständig.
Um zu einer klaren Trennung zwischen Gutsarchiven und Familienarchiv zu gelangen, wurden alle Akten betreffend Finanz- und Vermögensangelegenheiten der Familie insgesamt und ihrer einzelnen Glieder in die jeweiligen Gutsarchive gelegt. Dazu gehören
Bestandsgeschichte: Ehestiftungen, Testamente, Erbschaftsverhandlungen, Kassenbücher, Quittungen und dergleichen. Eine Ausnahme davon bilden lediglich folgende Aktentypern:
1.) Akten betreffend Vermögensverhältnisse von angeheirateten Familienmitgliedern.
2.) Akten betreffend Dienstbezüge und Versorgungsansprüche der dem Staat dienenden Familienmitglieder.
Diese sind im Familienarchiv zu suchen. Im übrigen empfiehlt es sich bei jeder Benutzung dieses Bestandes - sofern es sich um Mitglieder der Familie von Münchhausen handelt - zur Ergänzung das jeweilige Gutsarchiv heranzuziehen.
Die Ordnungsarbeiten dauerten - mit Unterbrechungen - vom November 1961 bis Januar 1963. Im Oktober 1962 beteiligte sich Fräulein Brigitte Mields (verehelichte Fischer) daran.
Bückeburg, den 20.2.1963
gez. Schaer
Nach dem Depositalvertrag vom 22. Juni 1961 unterliegt die Benutzung des Familienarchivs der Genehmigung des Eigentümers. Dies gilt bei wissenschaftlichen und heimatkundlichen Benutzungen nicht mehr, hier entscheidet das Staatsarchiv über die Benutzungsgenehmigung nach bestem Wissen und Gewissen im Sinne des Depositars. In Zweifelsfällen bleibt die Entscheidung weiterhin dem Eigentümer vorbehalten.
Der Bestand wurde 2013 durch Praktikanten in Aida
Bestandsgeschichte: übertragen.
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Ja
Zusatzinformationen: abgeschlossen
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
16.06.2025, 11:33 AM CEST