Kreuznach, Augustinerinnenkloster (Bestand)
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Landeshauptarchiv Koblenz (Archivtektonik)
26 Urkunden: (1196-1270) 1289-1575; 4 Akten: (1202ff) 1553-1644 (0,16 Rgm)
Form und Inhalt: Das regulierte Augustinerinnen-Kloster St. Peter wurde in der Mitte des 12. Jh. von Wolfram vom Stein, Stammvater der Rheingrafen vom Stein, vor der Stadtmauer von Kreuznach am Naheufer gegründet. 1179 wurde das Kloster unter kaiserlichen Schutz gestellt und ihm 1196 seitens des Mainzer Erzbischofs die freie Propstwahl gestattet. Die Rheingrafen vom Stein blieben bis 1324 Vögte des Klosters und traten ihr Vogteirecht dann an die Grafen von Sponheim ab. 1437 wurde das Kloster aufgrund von Missständen von Papst Eugen IV. dem Augustiner-Chorherrenstift Pfaffen-Schwabenheim inkorporiert. 1468 schlossen sich beide Klöster der Windesheimer Kongregation an. Infolge des Pfälzischen Bauernkriegs flüchteten 1525 die Beginen der Klause Vallbrückerhof (Fallenbrücken) bei Winterborn in das Kloster St. Peter. Nach Einführung der Reformation wurde das Kloster St. Peter 1566 aufgehoben; die meisten Nonnen verließen das Kloster in Richtung Kloster Eibingen bei Rüdesheim und besiedelten später (1582) das verwaiste Mainzer Augustinerinnenkloster St. Agnes. Der Klosterhof wurde 1684 an die Pfalzgräfin von Simmern geborene Prinzessin von Oranien abgetreten und hieß nach seiner Neuanlage (mit Park) Oranienhof.
Die Unterlagen gelangten infolge der französischen Besetzung der linksrheinischen Gebiete 1794 zunächst an die französische Departementalverwaltung in Koblenz und deren dortiges Zentralarchiv. Nach dem Ende der französischen Herrschaft am Rhein 1814 verblieben diese Archivalien in Koblenz (seit 1832 im Provinzialarchiv, Vorgänger des heutigen Landeshauptarchivs Koblenz).
Der im LHA Ko archivierte Bestand umfasst inhaltlich vor allem Urkunden und Akten zu Einnahmen und Ausgaben sowie Urkundenabschriften.
Die Unterlagen gelangten infolge der französischen Besetzung der linksrheinischen Gebiete 1794 zunächst an die französische Departementalverwaltung in Koblenz und deren dortiges Zentralarchiv. Nach dem Ende der französischen Herrschaft am Rhein 1814 verblieben diese Archivalien in Koblenz (seit 1832 im Provinzialarchiv, Vorgänger des heutigen Landeshauptarchivs Koblenz).
Der im LHA Ko archivierte Bestand umfasst inhaltlich vor allem Urkunden und Akten zu Einnahmen und Ausgaben sowie Urkundenabschriften.
Bestand
Albert Rosenkranz: Nachrichten über die beiden ehemaligen Klöster Offenbach am Glan und St. Peter bei Kreuznach. In: Bad Kreuznacher Heimatblätter, Bd. 10, 1959, S. 1-2
Walther Zimmermann: Die Kunstdenkmäler des Kreises Kreuznach. (= Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz, 18/1). Düsseldorf 1935, S. 90-92
Ergänzende Überlieferung findet sich im LHA Ko Best. 33 (Reichsgrafschaft Sponheim), Best. 36 (Wild- und Rheingrafschaft), Best. 164 (Benediktinerinnenkloster Rupertsberg), Best. 700,30 (Nachlass Eltester); ferner im Stadtarchiv/Stadtbibliothek Trier, Stadtarchiv Mainz.
Walther Zimmermann: Die Kunstdenkmäler des Kreises Kreuznach. (= Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz, 18/1). Düsseldorf 1935, S. 90-92
Ergänzende Überlieferung findet sich im LHA Ko Best. 33 (Reichsgrafschaft Sponheim), Best. 36 (Wild- und Rheingrafschaft), Best. 164 (Benediktinerinnenkloster Rupertsberg), Best. 700,30 (Nachlass Eltester); ferner im Stadtarchiv/Stadtbibliothek Trier, Stadtarchiv Mainz.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
01.04.2025, 13:23 MESZ