Kuratiearchiv Medlitz (Lkr. Bamberg) (Bestand)
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Rep. 60 Medlitz
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1728 - 2015
Vorwort: Findmittel: Das Kuratiearchiv ist durch ein Findbuch aus dem Jahr 2011 erschlossen.
Das Kuratiearchiv Medlitz
Der Ort Medlitz ist bereits im Jahre 1057 als Metilici erwähnt und ist mainwendischer Herkunft. Der Ort wurde demnach im Laufe des 8. Jhs. von einer westslawischen (wohl sorbischen oder böhmisch-slawischen) Bevölkerung unter der Regie der Franken gegründet. Medlitz war dem Domprobsteiamt in Bamberg unterstellt, ferner gab es einen Würzburgischen Lehenhof (Medlitz gehörte ursprünglich zum Bistum Würzburg). Da Medlitz darüber hinaus noch Sitz einer würzburgischen Zent (= Gerichtssprengel) war, dürfte dies die Entstehung des Ortes ebenso in das frühe 8. Jh. rücken. Der Ort gehörte zunächst zur würzburgischen Urpfarrei Altenbanz und wurde im Jahre 1728 als Filiale von Mürsbach bezeichnet. Nach dem Grenzvertrag zwischen dem Königreich Bayern und dem Großherzogtum Würzburg kam Medlitz 1810 zur bambergischen Pfarrei Rattelsdorf. Im Jahre 1859 wurde hier eine Lokalkaplanei gestiftet, die seit 1907 als Kuratie bezeichnet wird. Das Patrozinium der Kirche ist Maria Himmelfahrt in Anlehnung an das aus dem Mürsbacher Pfarrhaus stammende Muttergottesbild. Die seit 1744 verzeichneten Mirakelwunder, die der Muttergottes zu Medlitz zugeschrieben wurden, hatten den Versuch einer Etablierung der Kirche als Wallfahrtsort zur Folge, der jedoch von kirchlicher Seite aus abgelehnt wurde. Allerdings gab es von Seiten des Kirchenvolkes stets einen regen Zulauf, so dass selbst in neuerer Zeit dieser wegen Wundertätigkeit nicht abgebrochen ist.
Das Kuratiearchiv Medlitz umfasst 197 Verzeichniseinheiten. Die Überlieferung ist lückenhaft.
Liste der Kuraten
Johann Först 1860 - 1866
Lorenz Korzendorfer 1868 - 1872
Franz Schmitt 1874 - 1878
Joseph Haberberger 1880 - 1881
Joseph Bümmerlein 1881 - 1885
Joseph Haberberger 1885
Ferdinand Förster 1891 - 1892
Franz Pierre 1892 - 1895
Andreas Kraus 1895 - 1903
Jakob Stenglein 1903 - 1906
Georg Lieb 1906 - 1910
Armin Otto Pfyffer 1910 - 1928
Andreas Bayer 1928 - 1934
Konrad Weihrather 1934 - 1938
Paul Popp 1938 - 1948
Franz Bünger 1948 - 1962
Johann Kormann 1962 - 2007
Reinhold Braun seit 2007
Das Kuratiearchiv Medlitz wird folgendermaßen zitiert: AEB, Rep. 60, KuratieA Medlitz, Nr.
Das Kuratiearchiv Medlitz
Der Ort Medlitz ist bereits im Jahre 1057 als Metilici erwähnt und ist mainwendischer Herkunft. Der Ort wurde demnach im Laufe des 8. Jhs. von einer westslawischen (wohl sorbischen oder böhmisch-slawischen) Bevölkerung unter der Regie der Franken gegründet. Medlitz war dem Domprobsteiamt in Bamberg unterstellt, ferner gab es einen Würzburgischen Lehenhof (Medlitz gehörte ursprünglich zum Bistum Würzburg). Da Medlitz darüber hinaus noch Sitz einer würzburgischen Zent (= Gerichtssprengel) war, dürfte dies die Entstehung des Ortes ebenso in das frühe 8. Jh. rücken. Der Ort gehörte zunächst zur würzburgischen Urpfarrei Altenbanz und wurde im Jahre 1728 als Filiale von Mürsbach bezeichnet. Nach dem Grenzvertrag zwischen dem Königreich Bayern und dem Großherzogtum Würzburg kam Medlitz 1810 zur bambergischen Pfarrei Rattelsdorf. Im Jahre 1859 wurde hier eine Lokalkaplanei gestiftet, die seit 1907 als Kuratie bezeichnet wird. Das Patrozinium der Kirche ist Maria Himmelfahrt in Anlehnung an das aus dem Mürsbacher Pfarrhaus stammende Muttergottesbild. Die seit 1744 verzeichneten Mirakelwunder, die der Muttergottes zu Medlitz zugeschrieben wurden, hatten den Versuch einer Etablierung der Kirche als Wallfahrtsort zur Folge, der jedoch von kirchlicher Seite aus abgelehnt wurde. Allerdings gab es von Seiten des Kirchenvolkes stets einen regen Zulauf, so dass selbst in neuerer Zeit dieser wegen Wundertätigkeit nicht abgebrochen ist.
Das Kuratiearchiv Medlitz umfasst 197 Verzeichniseinheiten. Die Überlieferung ist lückenhaft.
Liste der Kuraten
Johann Först 1860 - 1866
Lorenz Korzendorfer 1868 - 1872
Franz Schmitt 1874 - 1878
Joseph Haberberger 1880 - 1881
Joseph Bümmerlein 1881 - 1885
Joseph Haberberger 1885
Ferdinand Förster 1891 - 1892
Franz Pierre 1892 - 1895
Andreas Kraus 1895 - 1903
Jakob Stenglein 1903 - 1906
Georg Lieb 1906 - 1910
Armin Otto Pfyffer 1910 - 1928
Andreas Bayer 1928 - 1934
Konrad Weihrather 1934 - 1938
Paul Popp 1938 - 1948
Franz Bünger 1948 - 1962
Johann Kormann 1962 - 2007
Reinhold Braun seit 2007
Das Kuratiearchiv Medlitz wird folgendermaßen zitiert: AEB, Rep. 60, KuratieA Medlitz, Nr.
10 lfm
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.08.2025, 12:22 MESZ