Urkunde Nr. 93 - Rentverschreibung
Vollständigen Titel anzeigen
A-AUS, 93
A-AUS Allgemeine Urkundensammlung
Allgemeine Urkundensammlung >> 1401-1500
11. Dezember 1483 (feria quinta post Concepcionis marie virg.)
Vor Johan Bischopinck, Richter des Bischofs Heinrich XXVII. von Schwarzburg (Hinrichs van Swartzeborch) in der Stadt Münster, verkaufen Heinrich Nettemann (Hinrich netteman) und seine Ehefrau Grete an Albert von Eckwege (ton eeckweghe) eine halbe Mark jährlich an St. Michael (29.9.) zu erbringende Rente für neun Mark in Münsterschen Pfennigen (Neghen marck penninge to Munster genge), die aus ihrem Haus, Hof und Gadamen (ghedemen) im Kirchspiel Überwasser, gelegen in der Frauenstraße (unsser leuen vrouwen strate) zwischen den Häusern von Johan Ramerde und Johan Stricker, zu leisten ist. Das Haus ist bereits mit fünf Mark und drei Schilling jährlichen Rentzahlungen belastet. Die Verkäufer und die Bürgen schwören Währschaft und der Richter kündigt sein Siegel an.
Original Pergament Niederdeutsch, Siegel ab.
Archivale
Bürgen/Zeugen: Bürgen: Bernt Lensing (lentynck); Heinrich Zumkley (ton Kleye), Schneider (schroder)
Zeugen: Johan Bischopinck; Borchert Tylebecke
Rückvermerke: vp vnser leuen vrowen strate; Mertyn sparmecker VI ß vp Michalis vp vnser leuen vrouwen strate; Lyse Rotgers; Herman Keytteler eyz..scher? (16. Jh.); nu de widtwe zelighen michaelis (17. Jh.?); ex parte duodecima ... S. Ludger... (18. Jh.?)
Zeugen: Johan Bischopinck; Borchert Tylebecke
Rückvermerke: vp vnser leuen vrowen strate; Mertyn sparmecker VI ß vp Michalis vp vnser leuen vrouwen strate; Lyse Rotgers; Herman Keytteler eyz..scher? (16. Jh.); nu de widtwe zelighen michaelis (17. Jh.?); ex parte duodecima ... S. Ludger... (18. Jh.?)
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:13 MEZ