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2/1b [fol. 156]: 1554 Januar 11 (Senatsprotokoll)
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Akademischer Senat (I), Protokolle >> Acta Senatus, Bd. 1b
Enthält: 1.) Schreiben des Hans Adam Gremplin, Ehemann der Witwe des verst. Dr. Lienhart [Wachtler], betr. Pflegschaft von dessen Kindern durch die Universität: bewilligende Antwort und Verordnung von Personen zur Teilung. [UAT 2/1b, Bl. 156]; 2.) Klage des Molinaeus und Ehemius über den teuren Hauszins auf das Haus des Dr. Lienhart [Wachtler] durch die Frau zu Rottenburg: Aufforderung an diese zu billigerer Vermietung, andernfalls Schätzung durch die Universität. [UAT 2/1b, Bl. 156]; 3.) Vorladung des Dr. Lorentius Schlehenriet: seine Annahme zum Prof. extraord. iuris, aber Unklarheit betr. Besetzung der vakanten "lectio Canonici" oder "civilis"; Anheimstellung durch diesen, ebenso der Besoldung. (Dr. Lienhart [Wachtler], Dekan der Juristischen Fakultät) [UAT 2/1b, Bl. 156']; 4.) Supplik des Molinaeus um Erlaubnis zur Vorlesung über den Codex in der Neuen Aula: Anzeige durch den Rektor betr. Aufschub. [UAT 2/1b, Bl. 156']; 5.) Bericht der Dres. Jacob Kapp[elbeck] und Lienhardt über ihre Verhandlung mit Dr. Laurentius [Schlehenriet] betr. seine Anstellung, seine Annahme einer Besoldung von 20 fl, seine Promotion in Bologna, aber seinen Protest gegen einen Vorlesungsbeginn schon ab Cinerum. [UAT 2/1b, Bl. 156']; 6.) Begehren des Dr. Jacob Scheckh um Verordnung eines [Mitglieds] des Senats oder der Universität zur übrigen Teilung der Rheninger Pflegschaft: Bewilligung. (Stadt und Hofgericht Tübingen) [UAT 2/1b, Bl. 156']; 7.) Bericht der Pfleger der Kinder des Dr. Vollandius über einen bei der Teilung gefundenen Heiratsbrief zwischen Johan Heilman und dessen Frau und dessen Weigerung, daraus erhaltene 200 fl vergleichen zu lassen: ihre Bitte um Herausgabe nur der notdürftigsten Kleider (?) an die ältesten Töchter sowie um Bescheid der Universität. [UAT 2/1b, Bl. 157]
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.