Urkunden der Familie von Hugo (Bestand)
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NLA HA, Cal. Or. 93
Nds. Landesarchiv, Abt. Hannover (Archivtektonik) >> Gliederung >> 2 Nichtstaatliche Bestände >> 2.2 Familien- und Gutsarchive
1404-1801
Bestandsgeschichte: I. Familiengeschichte
Der Bestand Cal. Or. 93 umfasst 47 Urkunden (seit 1950 wird die Urkunde Nr. 30 vermisst) und dokumentiert vor allem den Lehnsbesitz des Friedländer Zweigs der bedeutenden hannoverschen Beamtenfamilie von Hugo, allerdings keineswegs vollständig im Umfang und lückenlos in der Besitzfolge.
Die ursprünglich bürgerliche, erst 1732 geadelte Familie von Hugo eiferte dem alten Adel beim Erwerb landesherrlicher Lehen nach. (Über die Familie und ihren Besitz vgl. Geschichte der Familie von Hugo, Seelzer und Friedläner Linie, Hannover 1919. Zweiter Teil: Ferdinand von Hugo, Geschichte der Familie von Hugo, Friedländer Linie).
Über das von Hugosche Rittergut Friedland II und den damit zusammenhängenden Besitz gibt das zitierte Werk von Ferdinand von Hugo (vgl. S. 153-170) hinreichende Auskunft. Viele der bei von Hugo erwähnten Besitzungen tauchen in den Lehnsurkunden des Bestandes Cal. Or. 93 wieder auf. Der Wert des Bestandes ergibt sich vor allem aus den Informationen über die verschiedenen Vorbesitzer der von Hugoschen Güter.
Die Urkunden liegen nicht chronologisch, sonder gruppieren sich nach den verschiedenen Vorbesitzerfamilien bzw. den einzelnen Besitzkomplexen. Folgende Zusammenhänge lassen sich erkennen:
1) von Grone: Urkunden Nr. 1-9: 1405 - 1555 Burglehen in Friedland, Besitz in Reinhausen und Ossenfeld. (Aus dem Rahmen fällt die Urkunde Nr. 1 (1404), die sich auf Lehnsbesitz Hans von Grones im Amt Greene (Burglehen in Greene, Besitz in Wiershagen, Brunsen und Ammensen) bezieht, der in späteren Urkunden nicht mehr auftaucht, wohl aber in de Lehnsregistern der Herren von Homburg (vgl. Hermann Kleinau, Geschichtliches Ortsverzeichnis des Landes Braunschweig, Bd. 2: L - Z (1968), Artikel Wiershagen).
2) von Stockhausen: Urkunden Nr. 10 und 15: 1414, 1666 Burglehen in Friedland, Besitz in Friedland, Deiderode, Mollenfelde,
Bestandsgeschichte: +Markshausen.
3) von Weihe: Urkunde Nr. 11: 1586 Burglehen in Friedland, Besitz in Groß Lengden und Groß Schneen, +Markshausen.
4) von Bülow, Essenrode: Urkunden Nr. 17 - 19: 1694 - 1729 von Weihesche Güter, Burglehen in Friedland und Niedeck.
5) Türk, Hannover: Urkunden Nr. 21 - 29: 1591 - 1711 Güter in Döhren bei Hannover
6) von Benthe (von Soden), Hannover: Urkunden Nr. 31, 32: 1596 Hof Dörling in der Vogtei Langenhagen
7) Herbst, Hannover: Urkunden Nr. 33 - 38: 1596 - 1681 Meierhof Dörling in der Vogtei Langenhagen
8) von Hugo: Urkunden Nr. 41 - 46: 1746 - 1801 Lehen der von Hardenberg: Gut in Stockhausen
9) von Hugo: Urkunden Nr. 41 - 46: 1746 - 1801 Lehen der von Hardenberg: Gut in Stockhausen
10) von Hugo: Urkunde Nr. 47: 1748 Meierhof zu Algesdorf
II. Literaturhinweise
Geschichte der Familie von Hugo, Seelzer und Friedläner Linie, Hannover 1919
(Signatur der Dienstbibliothek des HStAH: Ub Hugo 1)
III. Bestandsgeschichte
Wann die Urkunden vor dem Zweiten Weltkrieg in das Staatsarchiv Hannover gelangten, ließ sich weder dem Bestand selbst noch der Dienstregistratur des Staatsarchivs (vgl. Hann. 1/3) entnehmen. Man wird sie vor 1933 erworben haben, da das Staatsarchiv 1933 in der Folge des Bestandes "Kleine Erwerbungen" später aufgeführte Archiv von Bremer übernahm (vgl. Kleine Erwerbungen A 12), und gliederte sie in den erwähnten Sammelbestand "Kleine Erwerbungen" ein (vgl. Kleine Erwerbungen A 8 a). Anlässlich seiner Neuverzeichnung 1981 wurde der von Hugosche Urkundenfonds aus dem Bestand "Kleine Erwerbungen" herausgelöst und zu einem selbstständigen Bestand in der Abteilung Cal. Or. gemacht, da er einen klaren Provenienzzusammenhang erkennen lässt.
Der Bestand weist zum Teil schwere Hochwasserschäden auf, sie wurden bei den einzelnen Urkunden vermerkt. Die dadurch entstandenen Textverluste werden durch die
Bestandsgeschichte: weitgehenden Übereinstimmungen in zahlreichen Urkunden gemildert.
Hannover, 4. September 1981
gez. Dr. Jürgen
Bestandsgeschichte: Asch
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Der Bestand Cal. Or. 93 umfasst 47 Urkunden (seit 1950 wird die Urkunde Nr. 30 vermisst) und dokumentiert vor allem den Lehnsbesitz des Friedländer Zweigs der bedeutenden hannoverschen Beamtenfamilie von Hugo, allerdings keineswegs vollständig im Umfang und lückenlos in der Besitzfolge.
Die ursprünglich bürgerliche, erst 1732 geadelte Familie von Hugo eiferte dem alten Adel beim Erwerb landesherrlicher Lehen nach. (Über die Familie und ihren Besitz vgl. Geschichte der Familie von Hugo, Seelzer und Friedläner Linie, Hannover 1919. Zweiter Teil: Ferdinand von Hugo, Geschichte der Familie von Hugo, Friedländer Linie).
Über das von Hugosche Rittergut Friedland II und den damit zusammenhängenden Besitz gibt das zitierte Werk von Ferdinand von Hugo (vgl. S. 153-170) hinreichende Auskunft. Viele der bei von Hugo erwähnten Besitzungen tauchen in den Lehnsurkunden des Bestandes Cal. Or. 93 wieder auf. Der Wert des Bestandes ergibt sich vor allem aus den Informationen über die verschiedenen Vorbesitzer der von Hugoschen Güter.
Die Urkunden liegen nicht chronologisch, sonder gruppieren sich nach den verschiedenen Vorbesitzerfamilien bzw. den einzelnen Besitzkomplexen. Folgende Zusammenhänge lassen sich erkennen:
1) von Grone: Urkunden Nr. 1-9: 1405 - 1555 Burglehen in Friedland, Besitz in Reinhausen und Ossenfeld. (Aus dem Rahmen fällt die Urkunde Nr. 1 (1404), die sich auf Lehnsbesitz Hans von Grones im Amt Greene (Burglehen in Greene, Besitz in Wiershagen, Brunsen und Ammensen) bezieht, der in späteren Urkunden nicht mehr auftaucht, wohl aber in de Lehnsregistern der Herren von Homburg (vgl. Hermann Kleinau, Geschichtliches Ortsverzeichnis des Landes Braunschweig, Bd. 2: L - Z (1968), Artikel Wiershagen).
2) von Stockhausen: Urkunden Nr. 10 und 15: 1414, 1666 Burglehen in Friedland, Besitz in Friedland, Deiderode, Mollenfelde,
Bestandsgeschichte: +Markshausen.
3) von Weihe: Urkunde Nr. 11: 1586 Burglehen in Friedland, Besitz in Groß Lengden und Groß Schneen, +Markshausen.
4) von Bülow, Essenrode: Urkunden Nr. 17 - 19: 1694 - 1729 von Weihesche Güter, Burglehen in Friedland und Niedeck.
5) Türk, Hannover: Urkunden Nr. 21 - 29: 1591 - 1711 Güter in Döhren bei Hannover
6) von Benthe (von Soden), Hannover: Urkunden Nr. 31, 32: 1596 Hof Dörling in der Vogtei Langenhagen
7) Herbst, Hannover: Urkunden Nr. 33 - 38: 1596 - 1681 Meierhof Dörling in der Vogtei Langenhagen
8) von Hugo: Urkunden Nr. 41 - 46: 1746 - 1801 Lehen der von Hardenberg: Gut in Stockhausen
9) von Hugo: Urkunden Nr. 41 - 46: 1746 - 1801 Lehen der von Hardenberg: Gut in Stockhausen
10) von Hugo: Urkunde Nr. 47: 1748 Meierhof zu Algesdorf
II. Literaturhinweise
Geschichte der Familie von Hugo, Seelzer und Friedläner Linie, Hannover 1919
(Signatur der Dienstbibliothek des HStAH: Ub Hugo 1)
III. Bestandsgeschichte
Wann die Urkunden vor dem Zweiten Weltkrieg in das Staatsarchiv Hannover gelangten, ließ sich weder dem Bestand selbst noch der Dienstregistratur des Staatsarchivs (vgl. Hann. 1/3) entnehmen. Man wird sie vor 1933 erworben haben, da das Staatsarchiv 1933 in der Folge des Bestandes "Kleine Erwerbungen" später aufgeführte Archiv von Bremer übernahm (vgl. Kleine Erwerbungen A 12), und gliederte sie in den erwähnten Sammelbestand "Kleine Erwerbungen" ein (vgl. Kleine Erwerbungen A 8 a). Anlässlich seiner Neuverzeichnung 1981 wurde der von Hugosche Urkundenfonds aus dem Bestand "Kleine Erwerbungen" herausgelöst und zu einem selbstständigen Bestand in der Abteilung Cal. Or. gemacht, da er einen klaren Provenienzzusammenhang erkennen lässt.
Der Bestand weist zum Teil schwere Hochwasserschäden auf, sie wurden bei den einzelnen Urkunden vermerkt. Die dadurch entstandenen Textverluste werden durch die
Bestandsgeschichte: weitgehenden Übereinstimmungen in zahlreichen Urkunden gemildert.
Hannover, 4. September 1981
gez. Dr. Jürgen
Bestandsgeschichte: Asch
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
16.06.2025, 12:45 PM CEST