E 10/N 50 Nachlass Peter Goessler (Schuhmacher) (Bestand)
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E 10/N 50
Stadtarchiv Tübingen (Archivtektonik) >> E: Fremdprovenienzen >> E 10: Kleinere Nachlässe
1856, 1862
Form und Inhalt: Im Bestand befinden sich zwei Schreiben an den Tübinger Schuhmacher Peter Goessler (geb. 12.9.1803 in Ehningen bei Böblingen, gest. 6.5.1862 in Tübingen). Inhaltlich geht es in beiden Schreiben um eine finanzielle Auseinandersetzung mit einem Herrn Auerbacher. Verfasser des ersten Schreibens ist M. Maier aus Dunningen (bei Rottweil). Er schreibt an Goessler am 10. Februar 1856 und berät ihn hinsichtlich einer vertraglichen Vereinbarung zwischen Auerbacher und Goessler die Abtretung von Zielern (Ratenzahlungen) an Herrn Auerbacher betreffend. Das andere, nicht vollständig erhaltene Schreiben vom 11. September 1862 stammt von Schultheiß Scheiderhan aus Nordstetten. Es geht darin um die Höhe der Restschulden von Emmanuel Auerbacher bei Schuhmacher Goessler. Frau Engler vermutet eine verwandtschaftliche Verbindung zwischen dem genannten Auerbacher und dem Schriftsteller Berthold Auerbach (1812-1882).
0,05 lfd. m; 2 Schr.
Bestand
Maier, M.
Auerbacher, N.N.
Goessler, Peter, Schuhmacher
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
29.04.2025, 08:21 MESZ