Eve U Everswinkel Urkunden, 5
Eve U Everswinkel Urkunden Everswinkel Urkunden
Everswinkel Urkunden
1655 Dez. 7
Regest: Vor den unterzeichnenden Notar sind persönlich erschienen die Ehrsamen Henrich Große Erdman, Henrich Stelthove, Henrich Lütke Sehufuit und Everd Kohaus, zeitliche Provisoren nebst dem Vroge [Vogt, Gerichtsherrn] Schulte Brüning, Johann Sohn des verstorbenen Schulte Muisens [Mussen], Henrich Schulte zum Westhove und Conrad Schulte Wartenhorst, Bauerrichter und erste Vorsteher des Kirchspiels Everswinkel. Die Genannten bekennen für sich und ihre Nachkommen und sämptliche Kirchspielseingesessenen öffentlich, dass sie die von der fürstlichen Pfennigkammer vorgeschossenen Kontributions- und Schatzungsgelder in monatlichen Raten an den General Rezeptor des Amtes Wolbeck B ... Uphaus zu Münster und an die Frau Anna Voß zu Telgte und Neuenhaus [?] geb. Rasfelt zu Hamern zurückzahlen. Die vorgestreckte Summe von 120 Reichstaler, in verschieden Münzsorten, darunter 60 in einzelnen Ducaten und 60 in Kreuztalern werden vorerst für ein Jahr geliehen für eine jährliche Summe von 7 Rtlr. 7 Sch. mit dem Fälligkeitstermin am Fest Beate Maria virginis [Maria Empfängnis, 9. Dezember] bei halbjähriger Kündigung. Das dann geforderte Kapital und die Zinsen [Interessen] ist in goldenen oder silberne Münzen untadelich zurückzuzahlen. Bei Rückzahlung wird diese Verschreibung dem Kirchspiel Everswinkel vom Rezeptor B.... Uphaus auch im Namen der Frau Voß geb. Rasfelt zurückgegeben. Die Verschreibung wurde von den bei der Legung der Kirchspielrechnung von den Gutsherren oder deren Bevollmächtigten im Haus der Witwe des Hermann Winkelsett in pago Everswinkel ratifizirt. Zeugen: Henrico Marquarding, Henrico Boemer und Jacobo Schloetman Unterschriften: Everhard Mallinckrodt, Tumbkellner [Domkellner], Goswin Droste; Maria Droste Äbtissin im Namen der Senjorin und sämptlicher Capitular Juffern des hochadlichen Stifts Freckenhorst Joan Hamicholt Diethrich Crater, Scholaster zu St. Martini Geschrieben und unterschrieben vom Notar Bernardus Marquarding Nachschrift: Das gegenwertige Dokument wurde am 14. Dezember 1655 in Anwesenheit der Gutsherrn bei der Generalkirchspiels- Abrechnung im Minderbruder Kloster [Minnoritenkloster, Münster, Neubrückenstraße] deutlich vorgelesen und dann von den Gutsherren auf instendiges Anhalten und Bitten der Provisoren und Eingesessenen eingewilligt und unterschrieben. Damit konnten die beschlagnahmten Pferde zurückgeben werden. Solches bezeugt mit eigener Hand unterschrieben Arnoldt Huge, Pastor zu Everswinkel [Eberschwinkell] Notiz: Consentschreiben der Gutsherren Kirchspiel Everswinkel wegen der aufgenommene 120 Rtr. zu 7 Rtr. 7 Sch. zum Termin B. Maria virg. [ 9. Dez] Zu dem selben Termin erhält auch Anna de Rasfeldt viuae Vos Zahlungen.
Urkunden
Siegelbeschreibung: Papier, gut
Verzeichnungsprotokoll: Ausfertigung Vorl.Nr.: 5
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:20 MEZ
Namensnennung 3.0 Deutschland