Barbel Lutzin von Staig bekennt mit Zustimmung ihrer Vögte Hans Buray[g]er und Konrad Lang von Liebenreute ("Liebenrüti"), daß Abt Kaspar [Schiegg] von Weingarten ihr auf Lebenszeit das Gütlein genannt des Hönen Gütlein zu Meßhausen ("Mähyshus") verliehen hat. Die Beliehene muß es persönlich in Hubers Weise bewirtschaften und in gutem Zustand halten, darf es auch nicht schlaizen, verleihen, versetzen oder verkaufen. Jährlich entrichtet sie zu Martini an Zins und Hubgeld, was Urbare und Rödel des Klosters ausweisen. Bei Verletzung der Leihebedingungen, Eingehen einer Ungenossamenehe oder wenn die Beliehene flüchtig bzw. ungehorsam ist, fällt das Gütlein dem Kloster heim. Es muß dann nach Landessitte mit Dritteil und Heurichte zurückgelassen werden. Anspruch auf Aufwendungsersatz besteht nicht.
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Barbel Lutzin von Staig bekennt mit Zustimmung ihrer Vögte Hans Buray[g]er und Konrad Lang von Liebenreute ("Liebenrüti"), daß Abt Kaspar [Schiegg] von Weingarten ihr auf Lebenszeit das Gütlein genannt des Hönen Gütlein zu Meßhausen ("Mähyshus") verliehen hat. Die Beliehene muß es persönlich in Hubers Weise bewirtschaften und in gutem Zustand halten, darf es auch nicht schlaizen, verleihen, versetzen oder verkaufen. Jährlich entrichtet sie zu Martini an Zins und Hubgeld, was Urbare und Rödel des Klosters ausweisen. Bei Verletzung der Leihebedingungen, Eingehen einer Ungenossamenehe oder wenn die Beliehene flüchtig bzw. ungehorsam ist, fällt das Gütlein dem Kloster heim. Es muß dann nach Landessitte mit Dritteil und Heurichte zurückgelassen werden. Anspruch auf Aufwendungsersatz besteht nicht.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 III U 805
fasc. 034 n. 04
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 III Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden III
Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden III >> Urkunden >> 15. Jahrhundert
1486 März 1 (am mitwoch vor dem sonntag Letare zu mittervasten)
24 x 34,5 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Barbel Lutzin von Staig
Empfänger: Abt Kaspar [Schiegg] von Weingarten
Siegler: Heinrich von Schellenberg von Wasserburg
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S.
Empfänger: Abt Kaspar [Schiegg] von Weingarten
Siegler: Heinrich von Schellenberg von Wasserburg
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S.
Burayger, Hans
Hön
Lang, Konrad
Lutz, Barbara
Schellenberg, Heinrich von
Schiegg, Kaspar; Abt von Weingarten
Hönen Gütlein, Gut in Meßhausen : Blitzenreute, Fronreute RV
Liebenreute : Zogenweiler, Horgenzell RV; Einwohner
Meßhausen : Blitzenreute, Fronreute RV
Staig : Blitzenreute, Fronreute RV
Staig : Blitzenreute, Fronreute RV; Einwohner
Wasserburg (Bodensee) LI; Einwohner
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:27 MEZ
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