Ortsarchiv Lindelbach (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Wertheim, S-O 10
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Wertheim (Archivtektonik) >> Stadtarchiv Wertheim >> Ortsarchive (O-Bestände)
1719-1991
Inhalt und Bewertung
Das Ortsarchiv Lindelbach enthält die Akten, Bände und Rechnungen der ehemaligen Gemeindeverwaltung Lindelbach. Mit einer Ausnahme beginnt die Aktenüberlieferung im 19. Jahrhundert. Nur die Archivalien über den Bau und die Unterhaltung der Pfarrkirche datieren bereits aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Das Ortsarchiv enthält auch Schriftgut des bis 1945 bestehenden Militärvereins Lindelbach.
Einleitung: In der Literatur wird als Jahr der Ersterwähnung Lindelbachs 1230 genannt, ohne dass nähere Angaben zu Datum oder Quelle angeführt werden. Die älteste im Archivverbund Main-Tauber urkundlich belegte Erwähnung Lindelbachs stammt aus dem Jahr 1245 (StAWt-R US 1245b). In der Urkunde bestätigt Albert, Probst zu Triefenstein, dass sein Getreuer Gerhard eine Hufe (mansus) in Lindelbach an das Kloster Bronnbach veräußert hat. Lindelbach gehörte bis 1379 zur Herrschaft Prozelten, danach zum Deutschordensamt Neubrunn. Zehntmäßig gehörte Lindelbach in dieser Zeit zu Wertheim. Dies führte zu Streitigkeiten zwischen dem Deutschordensamt Neubrunn und den Grafen von Wertheim über Besitz- und Gewohnheits-rechte in Lindelbach. Seit 1456 lag die Ortsherrschaft dann eindeutig bei Wertheim. Eine diesbezügliche Veränderung ergab sich erst wieder, als Teile der Grafschaft Wertheim 1806 an Baden fielen und mit ihnen auch Lindelbach. Zuständig für die Verwaltung Lindelbachs war zunächst das Landamt Wertheim, dann das Bezirksamt Wertheim. Im Jahr 1972 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Lindelbach nach Wertheim eingemeindet. Erste Zahlen zu den Einwohnern Lindelbachs finden sich in einem "Zinsbuch Unser Lieben Frau, der Pfarrkirche zu Wertheim" von 1457 (StAWt-G Rep. 102 Nr. 3512) in dem für Lindelbach sechs Abgabepflichtige genannt werden. Die "Verzeichnisse männlicher Einwohner aus Grafschaftsorten" (StAWt-G Rep. 102 Nr. 1696) aus dem Jahre 1525 nennen für Lindelbach 16 Männer. Diese Zahlen ermöglichen jedoch, im Gegensatz zum Visitationsbericht der Kirchen und Schulen auf dem Land von 1621 (StAWt-G Rep. 45 Nr. 4) keine Rückschlüsse auf die Gesamtzahl der Einwohner Lindelbachs. Im Visitationsbericht werden für Lindelbach ca. 180 Einwohner genannt. Im 19. /20. Jahrhundert verlief die Bevölkerungsentwicklung dann folgendermaßen: 1855: 340 Einwohner (StAWt-S O 10 R 9) 1865: 347 Einwohner (StAWt-S O 10 R 23) 1875: 326 Einwohner (StAWt-S O 10 R 43) 1885 303 Einwohner (StAWt-S O 10 R 63) 1895: 321 Einwohner (StAWt-S O 10 R 83) 1905: 311 Einwohner (StAWt-S O 10 A 89) 1910: 270 Einwohner (StAWt-S O 10 A 89) 1919: 268 Einwohner (StAWt-S O 10 R 143) 1933: 275 Einwohner (StAWt-S O 10 R 183) 1950: 351 Einwohner (StAWt-S O 10 R 203) 1961: 371 Einwohner (StAWt-S O 10 R 223) 1970: 345 Einwohner (StAWt-S O 10 R 235) Die Bürgermeister in Lindelbach von 1845 - 1971 waren (StAWt-S O 10 R 1 - R 235): 1845 - 1876: Georg Andreas Adler 1876 - 1882: Georg Rückert 1882 - 1903: Lorenz Endreß 1903 - 1921: Kaspar Dries 1921 - 1933: Georg Hörner 1933 - 1936: Jakob Dries 1936 - 1945: Valentin Diehm 1946 - 1948: Leonhard Friedlein 1948 - 1949: Georg Hörner 1949 - 1958: Friedrich Spielmann 1958 - 1971: Burkhard Diehm
Literatur: Lindelbach, Hrsg. Albrecht Herrenknecht, Kreuzwertheim, 1982 Gesangverein Lindelbach, 90jähriges Gründungsfest vom 11. bis 13. Juni 1988, Lindelbach, 1988 Das Land Baden-Württemberg: amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden, Hrsg. von der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg, Bd. 4: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg, Stuttgart, 1980, S. 369 Gustav Rommel: Die Kirchenvisitation auf den Landorten der Grafschaft Wertheim im Jahr 1621, in: Wertheimer Jahrbuch 1926, S. 48/49
Bearbeiterbericht: Die erste fachliche Sichtung des Archivs am 26. August 1910 durch den damaligen Pfleger der Badischen Historischen Kommission, Prof. Dr. Karl Hofmann, mündete in der Feststellung, dass "die Gemeinde keine Archivalien besitzt". Dies verwundert nicht weiter, da der Großteil der Unterlagen des heutigen Gemeindearchivs erst im 19. Jahrhundert entstanden ist, damals also noch zur Gemeinderegistratur zählte. Im Jahre 1956 schließlich wurden von Julius Fr. Kastner 136 Aktenhefte in 21 Aktenbündeln, 77 Amtsbücher, 192 Rechnungsbände sowie 3 Pläne und Karten erfasst. In dem der Erfassung vorangegangenen Schriftwechsel wird auch die geplante Einrichtung eines Archivraumes erwähnt. In wie weit ein solcher tatsächlich eingerichtet wurde, geht aus den Unterlagen (StAWt-S O 10 A 206) nicht hervor. Einige Jahre nach der Eingemeindung Lindelbachs nach Wertheim, 1979, wurde das Gemeindearchiv Lindelbach an das Stadtarchiv Wertheim übergeben. In zwei späteren Abgaben, 1993 und 1994 wurde es um weitere Akten, Bände und Rechnungen ergänzt. Diese späteren Abgaben wurden durch summarische Ablieferungsverzeichnisse erfasst. Die Überarbeitung der vorhandenen Titelaufnahmen und teilweise Neuverzeichnung der Archivalien erfolgte im Februar und März 2010 durch die Archivangestellte Bettina Winkler mit Hilfe der Archivdatenbank scopeArchiv. Die bisher schon vorhandene Trennung in Akten, Bände und Rechnungen wurde beibehalten. Innerhalb der Archivaliengattungen wurde nach Bär´schem Prinzip verzeichnet. Die Klassifikation des Bestandes, erstellt von Archivarin Ulrike Kühnle, lehnt sich im Wesentlichen an die Hauptgruppen des Külby-Aktenplanes an, der 1906 für die badischen Gemeinden eingeführt worden war. Im Sommer 2014 wurde die Klassifikation um die Rubrik der Karten ergänzt und die Titelaufnahmen eingebunden, die in den Jahren 2008-2009 im Rahmen einer Erschließungsmaßnahme von Erika Ratzka erstellt worden waren. Hierbei wurden einschlägige Akten des Ortsarchivs Lindelbach auf darin enthaltene Karten und Pläne durchgesehen und diese mit eigenen Titelaufnahmen erschlossen. In der Signatur kommt das über den Hinweis "S-O 10_in StAWt-S O 10 A ... Karte ..." zum Ausdruck. Aus konservatorischen Gründen den Akten entnommene Karten erhielten eine fortlaufende Nummerierung innerhalb der Kartensignatur "StAWt-S O 10 K ...". Die Endredaktion und Erstellung des Findbuches erfolgte von November 2014 bis Januar 2015 durch Archivarin Anna Spiesberger. Der vor allem für die Heimat- und Familienforschung wichtige Bestand umfasst derzeit 949 Verzeichnungseinheiten in 20,4 lfd. m. Bronnbach, im Januar 2015 Anna Spiesberger
Das Ortsarchiv Lindelbach enthält die Akten, Bände und Rechnungen der ehemaligen Gemeindeverwaltung Lindelbach. Mit einer Ausnahme beginnt die Aktenüberlieferung im 19. Jahrhundert. Nur die Archivalien über den Bau und die Unterhaltung der Pfarrkirche datieren bereits aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Das Ortsarchiv enthält auch Schriftgut des bis 1945 bestehenden Militärvereins Lindelbach.
Einleitung: In der Literatur wird als Jahr der Ersterwähnung Lindelbachs 1230 genannt, ohne dass nähere Angaben zu Datum oder Quelle angeführt werden. Die älteste im Archivverbund Main-Tauber urkundlich belegte Erwähnung Lindelbachs stammt aus dem Jahr 1245 (StAWt-R US 1245b). In der Urkunde bestätigt Albert, Probst zu Triefenstein, dass sein Getreuer Gerhard eine Hufe (mansus) in Lindelbach an das Kloster Bronnbach veräußert hat. Lindelbach gehörte bis 1379 zur Herrschaft Prozelten, danach zum Deutschordensamt Neubrunn. Zehntmäßig gehörte Lindelbach in dieser Zeit zu Wertheim. Dies führte zu Streitigkeiten zwischen dem Deutschordensamt Neubrunn und den Grafen von Wertheim über Besitz- und Gewohnheits-rechte in Lindelbach. Seit 1456 lag die Ortsherrschaft dann eindeutig bei Wertheim. Eine diesbezügliche Veränderung ergab sich erst wieder, als Teile der Grafschaft Wertheim 1806 an Baden fielen und mit ihnen auch Lindelbach. Zuständig für die Verwaltung Lindelbachs war zunächst das Landamt Wertheim, dann das Bezirksamt Wertheim. Im Jahr 1972 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Lindelbach nach Wertheim eingemeindet. Erste Zahlen zu den Einwohnern Lindelbachs finden sich in einem "Zinsbuch Unser Lieben Frau, der Pfarrkirche zu Wertheim" von 1457 (StAWt-G Rep. 102 Nr. 3512) in dem für Lindelbach sechs Abgabepflichtige genannt werden. Die "Verzeichnisse männlicher Einwohner aus Grafschaftsorten" (StAWt-G Rep. 102 Nr. 1696) aus dem Jahre 1525 nennen für Lindelbach 16 Männer. Diese Zahlen ermöglichen jedoch, im Gegensatz zum Visitationsbericht der Kirchen und Schulen auf dem Land von 1621 (StAWt-G Rep. 45 Nr. 4) keine Rückschlüsse auf die Gesamtzahl der Einwohner Lindelbachs. Im Visitationsbericht werden für Lindelbach ca. 180 Einwohner genannt. Im 19. /20. Jahrhundert verlief die Bevölkerungsentwicklung dann folgendermaßen: 1855: 340 Einwohner (StAWt-S O 10 R 9) 1865: 347 Einwohner (StAWt-S O 10 R 23) 1875: 326 Einwohner (StAWt-S O 10 R 43) 1885 303 Einwohner (StAWt-S O 10 R 63) 1895: 321 Einwohner (StAWt-S O 10 R 83) 1905: 311 Einwohner (StAWt-S O 10 A 89) 1910: 270 Einwohner (StAWt-S O 10 A 89) 1919: 268 Einwohner (StAWt-S O 10 R 143) 1933: 275 Einwohner (StAWt-S O 10 R 183) 1950: 351 Einwohner (StAWt-S O 10 R 203) 1961: 371 Einwohner (StAWt-S O 10 R 223) 1970: 345 Einwohner (StAWt-S O 10 R 235) Die Bürgermeister in Lindelbach von 1845 - 1971 waren (StAWt-S O 10 R 1 - R 235): 1845 - 1876: Georg Andreas Adler 1876 - 1882: Georg Rückert 1882 - 1903: Lorenz Endreß 1903 - 1921: Kaspar Dries 1921 - 1933: Georg Hörner 1933 - 1936: Jakob Dries 1936 - 1945: Valentin Diehm 1946 - 1948: Leonhard Friedlein 1948 - 1949: Georg Hörner 1949 - 1958: Friedrich Spielmann 1958 - 1971: Burkhard Diehm
Literatur: Lindelbach, Hrsg. Albrecht Herrenknecht, Kreuzwertheim, 1982 Gesangverein Lindelbach, 90jähriges Gründungsfest vom 11. bis 13. Juni 1988, Lindelbach, 1988 Das Land Baden-Württemberg: amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden, Hrsg. von der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg, Bd. 4: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg, Stuttgart, 1980, S. 369 Gustav Rommel: Die Kirchenvisitation auf den Landorten der Grafschaft Wertheim im Jahr 1621, in: Wertheimer Jahrbuch 1926, S. 48/49
Bearbeiterbericht: Die erste fachliche Sichtung des Archivs am 26. August 1910 durch den damaligen Pfleger der Badischen Historischen Kommission, Prof. Dr. Karl Hofmann, mündete in der Feststellung, dass "die Gemeinde keine Archivalien besitzt". Dies verwundert nicht weiter, da der Großteil der Unterlagen des heutigen Gemeindearchivs erst im 19. Jahrhundert entstanden ist, damals also noch zur Gemeinderegistratur zählte. Im Jahre 1956 schließlich wurden von Julius Fr. Kastner 136 Aktenhefte in 21 Aktenbündeln, 77 Amtsbücher, 192 Rechnungsbände sowie 3 Pläne und Karten erfasst. In dem der Erfassung vorangegangenen Schriftwechsel wird auch die geplante Einrichtung eines Archivraumes erwähnt. In wie weit ein solcher tatsächlich eingerichtet wurde, geht aus den Unterlagen (StAWt-S O 10 A 206) nicht hervor. Einige Jahre nach der Eingemeindung Lindelbachs nach Wertheim, 1979, wurde das Gemeindearchiv Lindelbach an das Stadtarchiv Wertheim übergeben. In zwei späteren Abgaben, 1993 und 1994 wurde es um weitere Akten, Bände und Rechnungen ergänzt. Diese späteren Abgaben wurden durch summarische Ablieferungsverzeichnisse erfasst. Die Überarbeitung der vorhandenen Titelaufnahmen und teilweise Neuverzeichnung der Archivalien erfolgte im Februar und März 2010 durch die Archivangestellte Bettina Winkler mit Hilfe der Archivdatenbank scopeArchiv. Die bisher schon vorhandene Trennung in Akten, Bände und Rechnungen wurde beibehalten. Innerhalb der Archivaliengattungen wurde nach Bär´schem Prinzip verzeichnet. Die Klassifikation des Bestandes, erstellt von Archivarin Ulrike Kühnle, lehnt sich im Wesentlichen an die Hauptgruppen des Külby-Aktenplanes an, der 1906 für die badischen Gemeinden eingeführt worden war. Im Sommer 2014 wurde die Klassifikation um die Rubrik der Karten ergänzt und die Titelaufnahmen eingebunden, die in den Jahren 2008-2009 im Rahmen einer Erschließungsmaßnahme von Erika Ratzka erstellt worden waren. Hierbei wurden einschlägige Akten des Ortsarchivs Lindelbach auf darin enthaltene Karten und Pläne durchgesehen und diese mit eigenen Titelaufnahmen erschlossen. In der Signatur kommt das über den Hinweis "S-O 10_in StAWt-S O 10 A ... Karte ..." zum Ausdruck. Aus konservatorischen Gründen den Akten entnommene Karten erhielten eine fortlaufende Nummerierung innerhalb der Kartensignatur "StAWt-S O 10 K ...". Die Endredaktion und Erstellung des Findbuches erfolgte von November 2014 bis Januar 2015 durch Archivarin Anna Spiesberger. Der vor allem für die Heimat- und Familienforschung wichtige Bestand umfasst derzeit 949 Verzeichnungseinheiten in 20,4 lfd. m. Bronnbach, im Januar 2015 Anna Spiesberger
Bestand
Lindelbach, Hrsg. Albrecht Herrenknecht, Kreuzwertheim, 1982
Gesangverein Lindelbach, 90jähriges Gründungsfest vom 11. bis 13. Juni 1988, Lindelbach, 1988
Das Land Baden-Württemberg: amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden, Hrsg. von der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg, Bd. 4: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg, Stuttgart, 1980, S. 369
Gustav Rommel: Die Kirchenvisitation auf den Landorten der Grafschaft Wertheim im Jahr 1621, in: Wertheimer Jahrbuch 1926, S. 48/49
Gesangverein Lindelbach, 90jähriges Gründungsfest vom 11. bis 13. Juni 1988, Lindelbach, 1988
Das Land Baden-Württemberg: amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden, Hrsg. von der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg, Bd. 4: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg, Stuttgart, 1980, S. 369
Gustav Rommel: Die Kirchenvisitation auf den Landorten der Grafschaft Wertheim im Jahr 1621, in: Wertheimer Jahrbuch 1926, S. 48/49
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:40 MEZ