Nürnberger Prozeß: Zweiter Tag der Urteilsverkündung (3)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/001 D451020/001
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/001 Tondokumente der SDR-Wortdokumentation aus den Jahren 1945 bis 1949
Tondokumente der SDR-Wortdokumentation aus den Jahren 1945 bis 1949 >> Tondokumente des Jahres 1946 >> Oktober 1946
Dienstag, 1. Oktober 1946
ab 00'00: (O-Ton, engl, darüber dt Übersetzung) Francis Biddle, Richter für die USA: Zu Hans Frank, Generalgouverneur von Polen 1939 - 1945: Politischer Werdegang/Beschließt als Generalgouverneur der besetzten polnischen Gebiete 1939, Polen wie eine "Kolonie" zu behandeln/Grausamkeiten seiner Besetzungspolitik/Errichtung von Konzentrationslagern/Seine Deportations- und Vernichtungspolitik/Wird schuldig gesprochen der Verbrechen gegen die Menschlichkeit und der Kriegsverbrechen/(8'55)/ab 08'55: (O-Ton, frz, darüber dt Übersetzung) Henri Donnedieu de Vabres, Richter für Frankreich: Zu Wilhelm Frick, Reichsprotektor für Böhmen und Mähren 1943 - 1945:Politischer Werdegang / Brachte als Innenminister ab 1933 die Deutschen "unter die vollständige Kontrolle der NSDAP"/Organisierte die Verwaltung der besetzten Gebiete/Seine Gesetze "ebneten den Weg zur 'Endlösung'"/Seine Maßnahmen als Reichsprotektor von Böhmen und Mähren/Seine Aktionen zur Germanisierung/Förderung der Euthanasie/Wird schuldig gesprochen der Ausführung von Angriffskriegen, der Verbrechen gegen die Menschlichkeit und der Kriegsverbrechen/(10'20)/ab 19'15: (O-Ton, engl, darüber dt Übersetzung) Geoffrey Lawrence, Richter für Großbritannien, Vorsitzender: Zu Julius Streicher, Herausgeber des "Stürmer" 1923 -1945: Politischer Werdegang/Galt als Herausgeber des "Stürmer" als "Judenhetzer Nummer Eins"/Seine antisemitischen Zeitungsartikel/Befürworter von Judenpogromen/Wird schuldig gesprochen der Verbrechen gegen die Menschlichkeit/(9'05)/ab 28'20: (O-Ton, russ, darüber dt Übersetzung) Iola T. Nikitschenko, Richter für die Sowjetunion: Zu Walter Funk, ehemaliger Reichsbankpräsident und Reichswirtschaftsminister: Politischer Werdegang/Seine wirtschaftliche Vorbereitung des Krieges als Wirtschaftsminister und Reichsbankpräsident/Teilnahme an den Planungen zur wirtschaftlichen Ausbeutung der besetzten Gebiete/Sein Beitrag zur "Ausschaltung der Juden aus dem wirtschaftlichen Leben"/Wird schuldig gesprochen der Ausführung von Angriffskriegen, der Kriegsverbrechen und der Verbrechen gegen die Menschlichkeit/(10'00)/ab 38'50: Reportage: Rückblick auf die Urteilsverkündung/Aufnahme der Urteile durch Heß, Ribbentrop, Göring, Keitel und Frank/(6'00)
0:44:20
Audio-Visuelle Medien
Böhmen und Mähren; Protektorat
Nürnberg N
Polen [PL]
Euthanasie
Nationalsozialismus: Folgen: Nürnberger Prozeß
Nationalsozialismus; Judenverfolgung
Zweiter Weltkrieg
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:28 MEZ
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