SPD-Organisationseinheiten im Parteibezirk Halle (Bestand)
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P 511 (Benutzungsort: Merseburg)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 08. Parteien, Organisationen, Vereine und Verbände >> 08.01. Parteien >> 08.01.03. Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
1945 - 1946
Hinweis: Der Bestand enthält Archivgut, das personenbezogenen Schutzfristen gemäß § 10 Abs. 3 Satz 2 ArchG LSA unterliegt und bis zu deren Ablauf nur im Wege einer Schutzfristenverkürzung gemäß § 10 Abs. 4 Satz 2 ArchG LSA oder eines Informationszuganges gemäß § 10 Abs. 4a ArchG LSA zugänglich ist.
Findhilfsmittel: Findbuch
Registraturbildner: Die Organisationsstruktur der SPD wurde den staatlichen Verwaltungsbezirken angepasst. Analog zur KPD erfolgte die Auflösung des Parteibezirkes Magdeburg-Anhalt und die Bildung der Bezirksverbände Halle-Merseburg, Magdeburg und Dessau, welche damit den KPD-Unterbezirken entsprachen. Den SPD-Bezirksvorständen waren wiederum Unterbezirke unterstellt, das Pendant zu den KPD-Kreisleitungen. Auch unterhalb dieser Ebene erfolgte der Aufbau der Parteiorganisation nach dem traditionellen Organisationsmuster in Ortsvereinen und Wohngebietsgruppen. Die Bildung von Betriebsgruppen wurde erst allmählich ab Herbst 1945 in Angriff genommen. Ein Großteil der Kreisverbände konstituierte sich bis Anfang September. Mit der Durchführung des Bezirksparteitages am 6./7. Oktober in Halle kam der Aufbau des Bezirksverbandes Halle-Merseburg zu einem gewissen Abschluss. Folgende Unterbezirksvorstände gab es im SPD-Bezirksverband Halle: Saalkreis und Stadt Halle, Merseburg, Weißenfels, Zeitz, Mansfelder Seekreis (Eisleben), Mansfelder Gebirgskreis (Hettstedt), Sangerhausen, Querfurt, Eckartsberga (Kölleda), Bitterfeld, Delitzsch, Torgau, Wittenberg (Febr. 1946 vom Bezirk Dessau), Liebenwerda, Herzberg/Schweinitz.
Bestandsinformationen: Wegen der Geringfügigkeit der Überlieferung wurden nach der Übernahme der BPA in die Landesarchive für die Ebene unterhalb der Provinz zusammengefasste Bestände gebildet. Dabei bilden jeweils die Organisationseinheiten eines Unterbezirkes/Parteibezirkes einen Bestand. Die SPD-Überlieferung in der Abteilung Merseburg gliedert sich in die Bestände SPD-Provinzialverband Sachsen, SPD-Organisationseinheiten im Parteibezirk Dessau und SPD-Organisationseinheiten im Parteibezirk Halle. Vom schriftlichen Niederschlag der Tätigkeit der SPD-Organisation in der Provinz Sachsen ist nur wenig in das BPA Halle gelangt. Vom Bezirksvorstand Halle-Merseburg ist keine Überlieferung vorhanden. Von den Unterbezirken Bitterfeld und Wittenberg liegt jeweils eine Akte, vom Kreisverband Zeitz drei, vom Ortsverein Bad Schmiedeberg zwei und von den Ortsvereinen Passendorf, Pretzsch und Wittenberg sowie von der Betriebsgruppe Baustelle Leuna der Philipp Holzmann AG jeweils eine Akte vor.
Da in den BPA keine konsequente Bestandstrennung erfolgt ist, enthalten darüber hinaus die Bestände zahlreicher SED-Organisationseinheiten in unterschiedlichem Umfang Schriftgut aus der Zeit bis zur Gründung der Einheitspartei.
Auf der Grundlage des am 28. Dezember 1992 zwischen dem Land Sachsen-Anhalt und dem Landesvorstand der PDS Sachsen-Anhalt geschlossenen Einbringungsvertrages wurden die Bestände des ehemaligen SED-Bezirksparteiarchivs Halle im Jahr 1993 in das Landesarchiv Merseburg übernommen.
Siehe auch Bestandseinleitung zu P 509.
Zusatzinformationen: Insbesondere auch hinsichtlich der organisations- und bestandsgeschichtlichen Angaben wird auf die folgende Publikation verwiesen:
Die Überlieferung von KPD und SPD 1945/46 sowie der Antifa-Ausschüsse der KPTsch im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt. Bearb. von Andrea Buse, Jana Lehmann, Dirk Schleinert, Angelika Sell, Uta Thunemann. Hrsg. vom Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt im Auftrag des Ministeriums des Innern des Landes Sachsen-Anhalt. Magdeburg, 2006
(Veröffentlichungen der staatlichen Archivverwaltung des Landes Sachsen-Anhalt, Reihe A: Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts; Bd. 19).
Findhilfsmittel: Findbuch
Registraturbildner: Die Organisationsstruktur der SPD wurde den staatlichen Verwaltungsbezirken angepasst. Analog zur KPD erfolgte die Auflösung des Parteibezirkes Magdeburg-Anhalt und die Bildung der Bezirksverbände Halle-Merseburg, Magdeburg und Dessau, welche damit den KPD-Unterbezirken entsprachen. Den SPD-Bezirksvorständen waren wiederum Unterbezirke unterstellt, das Pendant zu den KPD-Kreisleitungen. Auch unterhalb dieser Ebene erfolgte der Aufbau der Parteiorganisation nach dem traditionellen Organisationsmuster in Ortsvereinen und Wohngebietsgruppen. Die Bildung von Betriebsgruppen wurde erst allmählich ab Herbst 1945 in Angriff genommen. Ein Großteil der Kreisverbände konstituierte sich bis Anfang September. Mit der Durchführung des Bezirksparteitages am 6./7. Oktober in Halle kam der Aufbau des Bezirksverbandes Halle-Merseburg zu einem gewissen Abschluss. Folgende Unterbezirksvorstände gab es im SPD-Bezirksverband Halle: Saalkreis und Stadt Halle, Merseburg, Weißenfels, Zeitz, Mansfelder Seekreis (Eisleben), Mansfelder Gebirgskreis (Hettstedt), Sangerhausen, Querfurt, Eckartsberga (Kölleda), Bitterfeld, Delitzsch, Torgau, Wittenberg (Febr. 1946 vom Bezirk Dessau), Liebenwerda, Herzberg/Schweinitz.
Bestandsinformationen: Wegen der Geringfügigkeit der Überlieferung wurden nach der Übernahme der BPA in die Landesarchive für die Ebene unterhalb der Provinz zusammengefasste Bestände gebildet. Dabei bilden jeweils die Organisationseinheiten eines Unterbezirkes/Parteibezirkes einen Bestand. Die SPD-Überlieferung in der Abteilung Merseburg gliedert sich in die Bestände SPD-Provinzialverband Sachsen, SPD-Organisationseinheiten im Parteibezirk Dessau und SPD-Organisationseinheiten im Parteibezirk Halle. Vom schriftlichen Niederschlag der Tätigkeit der SPD-Organisation in der Provinz Sachsen ist nur wenig in das BPA Halle gelangt. Vom Bezirksvorstand Halle-Merseburg ist keine Überlieferung vorhanden. Von den Unterbezirken Bitterfeld und Wittenberg liegt jeweils eine Akte, vom Kreisverband Zeitz drei, vom Ortsverein Bad Schmiedeberg zwei und von den Ortsvereinen Passendorf, Pretzsch und Wittenberg sowie von der Betriebsgruppe Baustelle Leuna der Philipp Holzmann AG jeweils eine Akte vor.
Da in den BPA keine konsequente Bestandstrennung erfolgt ist, enthalten darüber hinaus die Bestände zahlreicher SED-Organisationseinheiten in unterschiedlichem Umfang Schriftgut aus der Zeit bis zur Gründung der Einheitspartei.
Auf der Grundlage des am 28. Dezember 1992 zwischen dem Land Sachsen-Anhalt und dem Landesvorstand der PDS Sachsen-Anhalt geschlossenen Einbringungsvertrages wurden die Bestände des ehemaligen SED-Bezirksparteiarchivs Halle im Jahr 1993 in das Landesarchiv Merseburg übernommen.
Siehe auch Bestandseinleitung zu P 509.
Zusatzinformationen: Insbesondere auch hinsichtlich der organisations- und bestandsgeschichtlichen Angaben wird auf die folgende Publikation verwiesen:
Die Überlieferung von KPD und SPD 1945/46 sowie der Antifa-Ausschüsse der KPTsch im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt. Bearb. von Andrea Buse, Jana Lehmann, Dirk Schleinert, Angelika Sell, Uta Thunemann. Hrsg. vom Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt im Auftrag des Ministeriums des Innern des Landes Sachsen-Anhalt. Magdeburg, 2006
(Veröffentlichungen der staatlichen Archivverwaltung des Landes Sachsen-Anhalt, Reihe A: Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts; Bd. 19).
Laufmeter: 0.28
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
14.04.2025, 8:12 AM CEST