Bevollmächtigung des Goswin von Tzevel und Arnold Engelbrecht von der Gemeinde zu Aachen nach Frankfurt und Augsburg
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4KG 004 Aachen Aachen
Aachen >> Urkunden
10.04.1559
Regest: 1559 April 10 (Aachen) Adam von Tzevell, Wilhelm Engelbrecht, Joh. vam Hyrtz gen. Lanskronn, Karl Gronendall, Franz van Endenn, Gyllis van der Kammenn, Hermann Bertolff, Rolantt van der Cammen, Mylchiel Lewen, Joh. Rulandt, Claeß van Münster, Claeß van Münster, der Jonge, Caspar Tzegelynn, Tyges van Hoeselt, Wilhelm Koch, Doechscherre, Claes van Ammell, Peter Noustat, Gerhard Pael, Peter Tzulben der Junghe, Joh. van Syegen, Jakob Büter (?), Joh. Thyllen, Thys Symon, der Junge Ratsverwandte, sowie die Bürger Wilhelm Pastoir, Adolf van Lyntzenich, Baltasar von Lyntzenich, Ludolf von Lintzenich, Joh. Amya, Christoph van Stommel, Peter van Tzevell, Jakob van Lyntzenich, Servaes van Collen, der Junste, Her Willem van Blickenberch, Rynhard Borman, Clays Amya, Peter Rose, Steinmetz, Renert van Failß, Phlipß Thiellenn, Jaspar Clousse, Walraeff Blanckart, Jakob Schorn, Simon van Theymann, Thys Boutden, Heinrich Fibis, Geryt Paunell, Efferaet van Nutt, This Buß, Clais Hammer, Gerleich Radermecher, Michel Klocker, Heinrich Myes, Peter Laubach, Peter Beck, der Junge, Jan van Dalem, Wilhelm van Roumpen, Lenart faun Fourendall, Wilhelm Raeloff, Thys van Collen, Johann Steynmetzer, Paul van den Weyer, Bartholomäus Proeest, Malebrant Kis (?), Franz Meys, Joh. Thonen, Joh. Cuffen (?), Roloff Cuper, Jan van Enden, Lenart van Enden, Gills Queven (?), Jan Tiefricze (?), Mathewes Warhoußman, Pierre Moriel, Jakob van Remeyster, Laurentz Teschemecker, Joh. Caulier (?), Claes van Forsten, Thomas van der Banck, Gerhard Schorrer, Goddert Sliecher, Thys Neyssen van Dalhem, Anthoin de la Montaigne, Joh. Kemmerling, Joh. Nykell, Thys (?) Yry (?), Anton de Veel, Joh. Puttens, Wilhelm Wollff, Joh. vam Werdtt, Gerart Schoyrre, Kannegeysser, Heinrich Joest, Heinrich Engel und Klaß Huß van Lymburch ernennen Goßwin van Tzevel und Arnold Engelbrecht, beide der Rechten Doktor, zu ihren Procuratoren und bevollmächtigen sie,vor dem Römischen Kaiser wie den Ständen des Reiches folgendes Anliegen zu vertreten: Den Ausstellern möge die Ausübung der Augsburgischen Konfession, die nach dem Religionsfrieden von 1555 in vielen freien Reichsstädten zugelassen ist, ebenfalls gestattet sein. Vor Jahresfrist hätten sich zuerst "etliche frembde außlendische Personen", die in der Stadt Aachen aufgenommen worden waren, vergeblich bei Bürgermeister, Schöffen und Rat des kgl. Stuhls und der Stadt Aachen bemüht, dass ihnen, denen die deutsche Sprache "unbekannt und frembt, gantz beschwerlich" die "trostliche Predig des heyligen Ewangelii von eynem frommen gelerten Diener" gehalten würde. Auch eine "Vorschrifft und Vorbidt", die sie im Jahr zuvor bei einigen Kurfürsten und Fürsten des Reiches in Frankfurt erlangt und dem Rat übergeben hätten, habe Ihnen nichts genutzt. Ebenso hätten zwei Gruppen von eingeborenen Bürgern unabhängig voneinander vergeblich beim Rat beantragt, eine öffentliche evangelische Kirche mit einem approbierten Prädikanten der Augsburgischen Konfession errichten zu dürfen. Sogar die Vorstellungen der oben genannten Ratsverwandten seien von ihren Mitratsverwandten abschlägig beschieden worden. Siegler: Adam van Tzevel und Wilhelm Engelbrecht, Altbürgermeister, Joh. van Hirt genandt Lantzkron, Schöffenmeister, Karl Gronendal, Schöffen, Franz van Enden, Weinmeister, Gilis van der Kammen, Baumeister, Hermann Bertolff alias Prost, Rolandt van der Kammen und Michael Bunsch alias Leuwen, Ratsverwandte, Meister Wilhelm Pastor, Adolf van Lintzenich, Baltasar van Lintzenich, Ludolf van Lintzenich, Joh. A. und Christoff van Stommel, Bürger und Einwohner des kgl. Stuhls und der Stadt Aachen.
Or. Perg. mit 6 beschädigten Siegeln und den 92 Unterschriften der Aussteller.
Urkunden
Rückaufschrift: 1559, Bevollmächtigung des Goswin von Tzevel und Arnold Engelbrecht von der Gemeinde zu Aachen nach Frankfurt und Augsburg; B. (um 1800). Gedruckt von W.Wolff, Beiträge zu einer Reformationsgeschichte der Stadt Aachen, Theologische Arbeiten aus dem Rheinischen Wissenschaftlichen Prediger-Verein, NF H. 7, Tübingen 1905, S. 99 — 103.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:39 MEZ