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Regest: Pastor Heinrich Hardenberg und die Provisoren des Kirchspiels Vorhelm Dietrich Braunland und Dietrich Lehmann leihen mit Zustimmung des Johann Asbeck Torck zu Vorhelm von Johann Voß, Bürger zu Münster, 100 Reichstaler, die sie zur Bezahlung der Schulden bei dem Hammer Bürger Hermann Ernst benötigen. Dieser hatte das Geld vorgestreckt, als sie bei dem Durchzug und Überfall des Grafen von Fleckenstein 100 Reichstaler aufbringen mußten. Die jährlichen Zinsen betragen 6 Reichstaler. Es unterzeichnen die Aussteller und Johann Asbeck Torck. Für den schreibunkundigen Lehmann unterzeichnet Gerhard Burmann, Offizier, Notar und Diener zu Vorhelm.
Kirchspiel
Ausfertigung - Foliobogen, stark beschädigt. Unterschriften der Genannten.
Urkunden
Vorl.Nr.: 41
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.