Kommunistische Presse, Literatur, Bücher und Schriften, Bd. 1
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I. HA Rep. 77, Tit. 4043 Nr. 248
Nr. 47q S Bd. 1
I. HA Rep. 77 Ministerium des Innern
Ministerium des Innern >> 03 Abteilung II Polizeiabteilung (1787 - 1943) >> 03.31 Sektion 31 Politische Polizei (1921 - 1936) >> 03.31.06 Politische, gesellschaftliche und religiöse Bewegungen, Vereine und Gruppierungen (1921 - 1935) >> 03.31.06.02 Einzelne Gruppen in alphabetischer Ordnung (1921 - 1935)
1928 - 1932
Enthält:
- "Der Pionier des Bolschewismus" (Essen); Zeitschrift: KPD 27. Sept. 1927. Verbotsgründe: Der Regierungspräsident in Düsseldorf übersandte dem preußischen Innenminister ein Exemplar der Zeitschrift mit der Bitte um Kenntnisnahme, die Zeitschrift enthält ausführliche Angaben über das Ergebnis bei den Mitgliedern des Bezirks durchgeführten "Reichskontrolle".
1 Exemplar.
- "Der Atheist" (Wien); Zeitschrift: Organ der Internationale proletarischer Freidenker 9. Aug. 1928. Verbotsgründe: Die Zeitschrift, Nr. 8 vom 1. August 1928, wurde dem preußischen Innenminister vom Oberpräsidenten von Schleswig-Holstein übersandt.
1 Exemplar der Nr. 8.
- "Die Erfolge der Sieger" (Berlin); Flugblatt des ZK der KPD: 9. Aug. 1928. Verbotsgründe: Das Flugblatt wurde vom Oberpräsidenten in Schleswig-Holstein dem Innenminister von Preußen übersandt.
1 Exemplar.
- "Neuer Weltkrieg droht!" (Berlin); Broschüre der KPD: 20. Aug. 1928. Verbotsgründe: Der Oberpräsident in Oberschlesien teilte dem preußischen Innenminister mit, dass diese Druckschrift in Neiße verteilt wurde und bat um Feststellung, ob es sich um einen strafbaren Tatbestand handele.
1 Exemplar.
- "An das deutsche Proletariat" Flugblatt der KPD: 8. Mai 1929. Verbotsgründe: Wegen Aufforderung zum Hochverrat und öffentlicher Aufforderung zum Ungehorsam gegen ergangene Verordnungen sowie Anreizung zum Klassenkampf wurde das Flugblatt von der Polizeidirektion München beschlagnahmt.
1 Exemplar.
- "Verfassungsfeier" (Frankfurt am Main); Plakat: KPD 14. Aug. 1929. Verbotsgründe: Das Plakat zeigte eine aus Polizeiwaffen dargestellte Figur des Reichsadlers mit der Überschrift "Verfassungsfeier".
1 Exemplar.
- "Hugenbergs Volksentscheid-Volksbetrug" Flugblatt: KPD 24. Dez. 1929. Verbotsgründe: Weil der Inhalt des Flugblattes den Tatbestand §§ 81 [hochgestellte 2], 86 St.G.B. erfüllte, wurde es beschlagnahmt. Ohne Exemplar.
- "Heraus auf die Straße zum Massenprotest gegen Hungerregierung und Polizeiterror" (Berlin); Flugblatt: KPD 18. Jan. 1930. Verbotsgründe: Das Flugblatt wurde wegen seines Gesamtinhalts und besonders wegen "Nieder mit dem Polizeiterror! Schlagt die Faschisten, wo ihr sie trefft! Nieder mit der Hungerregierung!" beschlagnahmt.
1 Exemplar.
- "Mobilmachung" Flugblatt: KPD 20. Jan. 1930. Verbotsgründe: Das Flugblatt, für das W. Pieck verantwortlich zeichnete, wurde u.a. wegen der Sätze "Es lebe der Kampf für die Diktatur des Proletariats, für ein Sowjetdeutschland" und "Schlagt die Faschisten, wo ihr sie trefft!" beschlagnahmt.
2 Exemplare.
- "Der Rote Kontrolleur der Deutschen Bank, Diskonto-Gesellschaft, Betriebszeitung gegen das Bankkapital" (Berlin); Zeitschrift: KPD 1. Febr. 1930. Verbotsgründe: Wegen des Zitats aus der "Roten Fahne" und der Sätze "Für die Diktatur des Proletariats! Für ein Sowjet-Deutschland!" wurde die Zeitschrift beschlagnahmt. Ohne Exemplar.
- "An die Berliner Arbeiter" (Berlin); Plakat und Flugblatt: KPD 1. Febr. 1930. Verbotsgründe: Wegen der Ausführungen "Heraus zur Teuerungsdemonstration am 1. Februar 1930! Die kommunistische Partei läßt sich nicht aus der Öffentlichkeit verjagen. Trotz alledem!" usw. wurde das Flugblatt beschlagnahmt.
Bemerkungen: 1 Exemplar.
- "Die roten Polizeibeamten an ihre Kollegen" (Berlin); Flugblatt: KPD 3. Febr. 1930. Verbotsgründe: Wegen des Satzes "Am 1. Februar werden wiederum die Berliner klassenbewußten Arbeiter demonstrieren" und Ausführungen, die zur Demonstration aufrufen und eine Solidaritätserklärung der Polizeibeamten darstellen, wurde das Flugblatt beschlagnahmt.
1 Exemplar.
- "Der rote Berufsschüler" (Cottbus); Flugblatt: KPD 1. März 1930. Verbotsgründe: Bemerkungen: Das Flugblatt wurde vor seiner Verteilung von der Polizeiverwaltung beschlagnahmt. Ohne Exemplar.
- "Heraus zum internationalen Kampftag gegen die Weltarbeitslosigkeit am 6. März" (Cottbus); Flugblatt: KPD 1. März 1930. Verbotsgründe: Bemerkungen: Das Flugblatt wurde vor seiner Verteilung von der Polizeiverwaltung beschlagnahmt.
1 Exemplar.
- "Nieder mit der Stahlhelm-Regierung des Hindenburg-Bürgerblocks!" (Weißenfels); Flugblatt: KPD 29. Apr. 1930. Verbotsgründe: Da das Flugblatt nicht den pressgesetzlichen Vorschriften entspräche und gegen das Republikschutzgesetz verstieße wurde es vom Polizeipräsidenten in Weißenfels beschlagnahmt.
1 Exemplar.
- "Heraus aus dem Bürgerblock-Reichsbanner: Hinein in die Rote Klassenfront" (Frankfurt am Main); Flugblatt: RFB 20. Mai 1930. Verbotsgründe: . Ohne Exemplar.
- "Arbeiter und Arbeiterinnen" (Berlin); Flugblatt: des Rot-Frontkämpferbundes 18. Juni 1930. Verbotsgründe: Bemerkungen: 1 Exemplar.
- "Steuerverweigerung, Steuersabotage, Streik gegen Steuer- und Lohnabzug" (Halle); Flugblatt: 23. Aug. 1930. Ohne Exemplar.
- "Arbeitsbeschaffungsplan der KPD" Flugblatt: Juni/Juli 1931. Verbotsgründe: Die in Castrop-Rauxel und Bochum verteilten Flugblätter wurden von der Polizeibehörde wegen ihres hochverräterischen Inhalts beschlagnahmt.
3 Exemplare.
- "Der Pionier des Bolschewismus" (Essen); Zeitschrift: KPD 27. Sept. 1927. Verbotsgründe: Der Regierungspräsident in Düsseldorf übersandte dem preußischen Innenminister ein Exemplar der Zeitschrift mit der Bitte um Kenntnisnahme, die Zeitschrift enthält ausführliche Angaben über das Ergebnis bei den Mitgliedern des Bezirks durchgeführten "Reichskontrolle".
1 Exemplar.
- "Der Atheist" (Wien); Zeitschrift: Organ der Internationale proletarischer Freidenker 9. Aug. 1928. Verbotsgründe: Die Zeitschrift, Nr. 8 vom 1. August 1928, wurde dem preußischen Innenminister vom Oberpräsidenten von Schleswig-Holstein übersandt.
1 Exemplar der Nr. 8.
- "Die Erfolge der Sieger" (Berlin); Flugblatt des ZK der KPD: 9. Aug. 1928. Verbotsgründe: Das Flugblatt wurde vom Oberpräsidenten in Schleswig-Holstein dem Innenminister von Preußen übersandt.
1 Exemplar.
- "Neuer Weltkrieg droht!" (Berlin); Broschüre der KPD: 20. Aug. 1928. Verbotsgründe: Der Oberpräsident in Oberschlesien teilte dem preußischen Innenminister mit, dass diese Druckschrift in Neiße verteilt wurde und bat um Feststellung, ob es sich um einen strafbaren Tatbestand handele.
1 Exemplar.
- "An das deutsche Proletariat" Flugblatt der KPD: 8. Mai 1929. Verbotsgründe: Wegen Aufforderung zum Hochverrat und öffentlicher Aufforderung zum Ungehorsam gegen ergangene Verordnungen sowie Anreizung zum Klassenkampf wurde das Flugblatt von der Polizeidirektion München beschlagnahmt.
1 Exemplar.
- "Verfassungsfeier" (Frankfurt am Main); Plakat: KPD 14. Aug. 1929. Verbotsgründe: Das Plakat zeigte eine aus Polizeiwaffen dargestellte Figur des Reichsadlers mit der Überschrift "Verfassungsfeier".
1 Exemplar.
- "Hugenbergs Volksentscheid-Volksbetrug" Flugblatt: KPD 24. Dez. 1929. Verbotsgründe: Weil der Inhalt des Flugblattes den Tatbestand §§ 81 [hochgestellte 2], 86 St.G.B. erfüllte, wurde es beschlagnahmt. Ohne Exemplar.
- "Heraus auf die Straße zum Massenprotest gegen Hungerregierung und Polizeiterror" (Berlin); Flugblatt: KPD 18. Jan. 1930. Verbotsgründe: Das Flugblatt wurde wegen seines Gesamtinhalts und besonders wegen "Nieder mit dem Polizeiterror! Schlagt die Faschisten, wo ihr sie trefft! Nieder mit der Hungerregierung!" beschlagnahmt.
1 Exemplar.
- "Mobilmachung" Flugblatt: KPD 20. Jan. 1930. Verbotsgründe: Das Flugblatt, für das W. Pieck verantwortlich zeichnete, wurde u.a. wegen der Sätze "Es lebe der Kampf für die Diktatur des Proletariats, für ein Sowjetdeutschland" und "Schlagt die Faschisten, wo ihr sie trefft!" beschlagnahmt.
2 Exemplare.
- "Der Rote Kontrolleur der Deutschen Bank, Diskonto-Gesellschaft, Betriebszeitung gegen das Bankkapital" (Berlin); Zeitschrift: KPD 1. Febr. 1930. Verbotsgründe: Wegen des Zitats aus der "Roten Fahne" und der Sätze "Für die Diktatur des Proletariats! Für ein Sowjet-Deutschland!" wurde die Zeitschrift beschlagnahmt. Ohne Exemplar.
- "An die Berliner Arbeiter" (Berlin); Plakat und Flugblatt: KPD 1. Febr. 1930. Verbotsgründe: Wegen der Ausführungen "Heraus zur Teuerungsdemonstration am 1. Februar 1930! Die kommunistische Partei läßt sich nicht aus der Öffentlichkeit verjagen. Trotz alledem!" usw. wurde das Flugblatt beschlagnahmt.
Bemerkungen: 1 Exemplar.
- "Die roten Polizeibeamten an ihre Kollegen" (Berlin); Flugblatt: KPD 3. Febr. 1930. Verbotsgründe: Wegen des Satzes "Am 1. Februar werden wiederum die Berliner klassenbewußten Arbeiter demonstrieren" und Ausführungen, die zur Demonstration aufrufen und eine Solidaritätserklärung der Polizeibeamten darstellen, wurde das Flugblatt beschlagnahmt.
1 Exemplar.
- "Der rote Berufsschüler" (Cottbus); Flugblatt: KPD 1. März 1930. Verbotsgründe: Bemerkungen: Das Flugblatt wurde vor seiner Verteilung von der Polizeiverwaltung beschlagnahmt. Ohne Exemplar.
- "Heraus zum internationalen Kampftag gegen die Weltarbeitslosigkeit am 6. März" (Cottbus); Flugblatt: KPD 1. März 1930. Verbotsgründe: Bemerkungen: Das Flugblatt wurde vor seiner Verteilung von der Polizeiverwaltung beschlagnahmt.
1 Exemplar.
- "Nieder mit der Stahlhelm-Regierung des Hindenburg-Bürgerblocks!" (Weißenfels); Flugblatt: KPD 29. Apr. 1930. Verbotsgründe: Da das Flugblatt nicht den pressgesetzlichen Vorschriften entspräche und gegen das Republikschutzgesetz verstieße wurde es vom Polizeipräsidenten in Weißenfels beschlagnahmt.
1 Exemplar.
- "Heraus aus dem Bürgerblock-Reichsbanner: Hinein in die Rote Klassenfront" (Frankfurt am Main); Flugblatt: RFB 20. Mai 1930. Verbotsgründe: . Ohne Exemplar.
- "Arbeiter und Arbeiterinnen" (Berlin); Flugblatt: des Rot-Frontkämpferbundes 18. Juni 1930. Verbotsgründe: Bemerkungen: 1 Exemplar.
- "Steuerverweigerung, Steuersabotage, Streik gegen Steuer- und Lohnabzug" (Halle); Flugblatt: 23. Aug. 1930. Ohne Exemplar.
- "Arbeitsbeschaffungsplan der KPD" Flugblatt: Juni/Juli 1931. Verbotsgründe: Die in Castrop-Rauxel und Bochum verteilten Flugblätter wurden von der Polizeibehörde wegen ihres hochverräterischen Inhalts beschlagnahmt.
3 Exemplare.
Archivale
Akte ausgewertet für Namenskartei (vgl. Sonderfindbuch)
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.08.2025, 13:32 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz
- Tektonik
- STAATSOBERHAUPT UND OBERSTE STAATSBEHÖRDEN, MINISTERIEN UND ANDERE ZENTRALBEHÖRDEN PREUSSENS AB 1808 (Tektonik)
- Inneres (Tektonik)
- Innere und Wohlfahrtsverwaltung (Tektonik)
- Ministerium des Innern (Bestand)
- 03 Abteilung II Polizeiabteilung (1787 - 1943) (Gliederung)
- 03.31 Sektion 31 Politische Polizei (1921 - 1936) (Gliederung)
- 03.31.06 Politische, gesellschaftliche und religiöse Bewegungen, Vereine und Gruppierungen (1921 - 1935) (Gliederung)
- 03.31.06.02 Einzelne Gruppen in alphabetischer Ordnung (1921 - 1935) (Gliederung)