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Stadt Warendorf Urkunden
1731 Dezember 17
Regest: Gerhard Eustach Bischöpinck, verordneter Richter und Amtmann zu Freckenhorst beurkundet, daß auf Grund der Klage der Jungfer Gertrudt Ellendorf zu Freckenhorst gegen Hermann Hanhoff ebenda und auf Grund früherer Gerichtsbeschlüsse und Verhandlungen in den Jahren 1728, 1730 und 1731, die der Freckenhorster Gerichtsprokurator Johann Henrich Dütting führte, das Hanhoffsche, samt eingemauerten Bettladen, alter Anrichte und dem mit Brettern verschlagenen Ausgang, auf 55 Reichstaler geschätzte Haus an der Langen Straße in Freckenhorst zwischen Köhnen Haus und Rottmanns Hof gelegen, an Christian Zurstraßen für 57 Reichstaler gerichtlich verkauft worden ist, nachdem dazu in den umliegenden Ortschaften aufgerufen wurde und wie bräuchlich, durch den Gerichtsdiener Ludolf Schade in dem Haus die Kerzen angezündet worden waren.
Ausfertigung - Pergament 28,5 x 50 cm; anhängendes Siegel des Gerichts in Freckenhorst in Holzkapsel. Unterschrift des Notars und Gerichtsschreibers Philipp de Lombre. Bisher U 272.
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.